Frauen wie Gläser bewertet: digitaler Sexismus ohne Filter

Ein Thread mit kaum zehn Beiträgen zeigt, wie Frauen in anonymen Foren zum Objekt degradiert werden. Tattoos, Promiskuität und Verachtung: das Handbuch des digitalen Sexismus.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Zwischen zwei Frauen wählen wie zwischen Gläsern: das Handbuch des digitalen Sens

Ein Thread mit kaum zehn Antworten in einem Subforum namens Guardería (Kinderkrippe) bündelt den Zustand des digitalen Sens. Ohne Scham und ohne Filter reduzieren die Teilnehmer zwei Frauen auf Vergleichsobjekte: sichtbare Tattoos, geschätztes Alter, vermutete Promiskuität. Das Glas ist in diesem Kontext kein Behälter, sondern die Metapher der Verdinglichung.

Die Wahl fällt auf die Option ohne Tattoos, die als weniger «altes Huhn» gilt. Das Kriterium ist so willkürlich wie beleidigend: Alter und Sensual von Menschen werden einfach angenommen, die man nicht kennt. Die Frauenfeindlichkeit kleidet sich in derben Humor, doch die Botschaft ist glasklar: Der Wert einer Frau bemisst sich nach ihrem Aussehen und ihrer «Verfügbarkeit».

Nur ein paar abweichende Stimmen bezeichnen den Thread als «ekelhaft» und «niedrig», doch der vorherrschende Ton ist Verachtung. Währenddessen verrät die Frage im Titel —für welches Glas entscheidet ihr euch?— den Kern: Frauen als Wegwerfobjekte. Die Entscheidung trifft am Ende nicht der Thread, sondern der Leser: es als Witz abtun oder es als Symptom anprangern.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (26 Antworten).

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