Die taktische Stimme der Frauen für die PSOE, um die Rechte zu stoppen
Eine Frau öffnet TikTok, sieht ein Video einer Creatorin, die ihr sagt, sie solle für Spaniens PSOE stimmen, auch wenn sie nicht überzeugt ist, und schließt die App mit dem Gefühl, dass ihre Stimme ein Schutzwall ist. Diese Szene, von einem Teilnehmer als etwas beschrieben, das sich ständig im Feed wiederholt, ist der Ausgangspunkt einer Diskussion, die mit einer unbequemen Behauptung beginnt: Es gibt eine weibliche Wählerschaft, die sozialistisch wählen würde nicht aus Überzeugung, sondern um zu verhindern, dass die harte Rechte an die Macht kommt. Das Argument der taktischen Stimmabgabe, das als pragmatisch verkauft wird, wird hier zum Dreh- und Angelpunkt der ganzen Debatte.
Was hinter der taktischen Stimme der Frauen steckt
Die These, die kursiert, lautet, dass Frauen etwas stärker nach links neigen als Männer und dass sich diese Neigung in einer Unterstützung für die PSOE niederschlägt, die nicht immer auf einem Programm beruht, sondern auf einer defensiven Kalkulation. Die Angst vor dem Rechtsensrecht wirkt als Wahlklebstoff. Manche fassen es sarkastisch zusammen: Für die PSOE zu stimmen, damit die extreme Rechte nicht regiert, ist die neue taktische Stimme, die in den sozialen Medien mit derselben Beharrlichkeit eingefordert wird wie ein Like.
Das Problem ist, dass diese Erzählung auf die Wahrnehmung eines Teils der Wählerschaft trifft, die sich mit dem Etikett „rechtsensrecht" für die konventionelle Rechte nicht identifiziert. Klingt wie der Name einer Spülmaschinen-Werbung, heißt es sogar, um zu unterstreichen, dass das übertriebene Etikett mehr abschaltet als es aktiviert. Die Diskussion driftet dahin, ob Angst ein gewichtiges Argument ist oder eine Art, nicht über Regierungsführung zu sprechen.
Sicherheit, Töchter und andere Gründe, die es nicht in die Schlagzeilen schaffen
Das Gespräch verschiebt sich auf weniger angenehmes Terrain: die Sicherheit. Manche behaupten, Frauen mit jungen Töchtern stellten die öffentliche Ordnung über jede Ideologie, und dieser Faktor könnte mehr wiegen als der Feminismus von der Plakatwand. Die Behauptung stützt sich nicht auf Umfragen, wohl aber auf eine Intuition, die die Debatte durchzieht: Die Sicherheit geht vor jede Ideologie, wenn man etwas zu schützen hat.
Dazu kommt der ohne Belege vorgebrachte Vorwurf, die PSOE habe ein weibliches Wählerreservoir geschaffen, das von Frauen Mitte vierzig bis zu 105-Jährigen reicht, gekreuzt mit Rentnerinnen und Rentnern, die zu Gonzáles' Zeiten sozialistisch wählten, Beamten aller Ebenen und Einwanderern bestimmter Herkünfte. Es ist eine grob gezimmerte Taxonomie, aber sie erklärt, wie die Partei wahrgenommen wird: als Anwerbemaschine mehr denn als Projekt.
Feminismus als DNA und die Abnutzung der Erzählung
Der Feminismus erscheint als Identitätsmerkmal des Sozialismus, so weit, dass behauptet wird, er stecke in seiner DNA. Diese Verbindung, für die eine Tugend ist, ist für die anderen das Symptom einer Partei, die ihr Wirtschaftsprogramm durch eine kulturelle Fahne ersetzt hat. Die Diskussion verwickelt sich in Verweise auf das Migrationsmanagement und konkrete Fälle, die als Munition dienen, ohne dass jemand überprüfbare Zahlen beibringt.
Auffällig ist, dass die grundlegende Schlussfolgerung trotz allem nicht lautet, dass die PSOE verlieren wird. Manche glauben, dass sie problemlos wieder gewinnen kann, nicht wegen der Kraft ihrer Wählerschaft, sondern wegen der Abnutzung derer, die sich als Alternative präsentieren. Die taktische Stimme ist am Ende keine Summe von Begeisterungen: Sie ist eine Subtraktion von Ängsten.
Die verstörendste Erkenntnis ist keine der genannten, sondern die Mechanik der Debatte selbst: ein Gespräch über Frauen, die wählen, um etwas zu verhindern, in dem Frauen als Objekt der Kalkulation erscheinen und nicht als Subjekte, die entscheiden. Vielleicht liegt genau dort der Schlüssel, den niemand so recht anzusehen vermag.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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