Forumsnutzer zahlt 50 Euro für Batteriewechsel an einer 120-Euro-G-Shock

Ein Nutzer berichtet, dass El Corte Inglés ihm 50 Euro für den Batteriewechsel und die Abdichtung seiner 120-Euro-G-Shock berechnet hat. Bei der offiziellen Casio-Vertretung in Madrid…

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Forumsnutzer zahlt 50 Euro für Batteriewechsel an einer 120-Euro-G-Shock
50 Euro für die Batterie einer G-Shock, die 120 Euro kostet

Ein Kunde kommt mit einer Casio G-Shock, deren Batterie leer ist, zu El Corte Inglés. Der Uhrmacher erstellt ein Angebot über 50 Euro, um die Uhr wieder wasserdicht zu machen. Die Uhr hat 120 Euro gekostet. Die Rechnung geht nicht auf, und damit beginnt eines dieser Gespräche, die besser als jeder Bericht erklären, wie das Wartungsgeschäft in Spanien funktioniert.

Die Aufschlüsselung der offiziellen Vertretung ist immer dieselbe: Batteriewechsel, Austausch des O-Rings und Dichtigkeitsprüfung. Dieses letzte Wort, Dichtigkeitsprüfung, ist es, das den Preis rechtfertigt. Ohne sie läuft die Uhr wieder, ist aber nicht mehr wasserdicht. Mit ihr zahlt der Kunde fast die Hälfte des Uhrpreises, um eine Funktion zu erhalten, die er vielleicht nie nutzt.

Was ein G-Shock-Batteriewechsel wirklich beinhaltet

Der Eingriff ist kein einfacher Tausch. Bei einer G-Shock muss man den Gehäuseboden öffnen, die Metallklammer entfernen, die die Batterie hält, sie austauschen, ohne die Kontakte mit den Fingern zu berühren, den mit AC markierten Reset-Punkt drücken und die Gummidichtung vor dem Schließen neu fetten. Jede Uhrenwerkstatt ohne Druckprüfgerät lehnt das Risiko ab. Und diejenigen, die es annehmen, warnen: Wird die Dichtung nicht gewechselt, hält die Uhr Spritzwasser aus, aber kein Eintauchen.

Manche behaupten, die Dichtigkeitsprüfung sei ein rein mechanischer Vorgang, der trocken erfolgt, ohne die Uhr nass zu machen, und dass die tatsächlichen Kosten unter zehn Euro liegen. Dagegen steht das Argument, dass die Werkstatt eine Verantwortung übernimmt: Läuft die Uhr danach voll, kommt der Kunde mit der Rechnung zurück. Die offizielle Vertretung löst das mit einer Klausel, die so manchen aufbringt: Die Prüfung wird berechnet, fällt die Uhr danach aus, haftet die Werkstatt nicht.

Die Alternative: selbst machen für fünf Euro

Die einzelne Batterie kostet etwa fünf Euro. Das Silikonöl für die Dichtung noch einmal so viel. Mit einem Präzisionsschraubendreher, Latexhandschuhen und einer Metallklammer für den Reset kann jeder Geduldige die Uhr in zwanzig Minuten wieder zum Laufen bringen. Die Frage ist, ob sie dann noch wasserdicht ist. Die ehrliche Antwort: wahrscheinlich ja, wenn die Dichtung nicht verformt und gut gefettet ist – aber niemand unterschreibt das.

Da liegt das Geschäft. Nicht für die Batterie wird kassiert, sondern für die Unsicherheit. Und wenn die Uhr 120 Euro wert ist, kostet die Unsicherheit 50.

Warum eine 120-Euro-Uhr eine 50-Euro-Rechnung erzeugt

Die Rechnung, die unter Hobbyisten kursiert, ist einfach: Kostet die Wartung mehr als 30 % des Werts des Geräts, ist die rationale Entscheidung, sie nicht machen zu lassen. In diesem Fall sind 50 Euro bei 120 ein Anteil von 41 %. Viele kommen zum Schluss, dass die G-Shock, als unzerstörbare Uhr vermarktet, Unterhaltskosten hat, die nicht auf dem Preisschild stehen.

Der Vergleich mit anderen Modellen liegt nahe. Eine Casio F91W kostet weniger als 20 Euro, ihre Batterie hält zehn Jahre, und niemand denkt daran, sie zur Wartung zu bringen. Eine günstige automatische Seiko, rund 200 Euro, braucht keine Batterie. Und Solarmodelle, die sich mit Licht aufladen, erübrigen den Eingriff über Jahre. Die Frage, die in der Luft bleibt: Warum ist die Uhr, die am meisten als Abenteuerwerkzeug verkauft wird, auch die mit den höchsten Unterhaltskosten?



Die Diskussion ist nicht abgeschlossen. Die einen halten 50 Euro für einen fairen Preis für einen professionellen Service mit Garantie. Andere weisen darauf hin, dass derselbe Eingriff bei der offiziellen Casio-Vertretung in Madrid 12 Euro kostet. Der Unterschied, so die ersten, sei, dass El Corte Inglés keine spezialisierte Werkstatt, sondern ein Zwischenhändler ist. Und Zwischenhändler kassieren – hier wie überall – für die Bequemlichkeit, nicht suchen zu müssen.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (37 Antworten).

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