Forumsnutzer stellt drei Frauen öffentlich bloß, weil sie ein Treffen ablehnen

Ein Forenbeitrag wirft drei Nutzerinnen vor, eine Einladung zum persönlichen Treffen abgelehnt zu haben, und beschuldigt sie, ein virtuelles Schauspiel zu bevorzugen.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Ein Nutzer eines aktuellen Forums hat drei Teilnehmerinnen öffentlich vorgeworfen, seine Einladung zu einem persönlichen Kennenlernen abgelehnt zu haben, und aus ihrer Absage einen Vorwurf von Feigheit und Angst vor Klarheit gemacht.

Die Szene spielt in einem aktuellen Forum: Jemand, der sich als „der kleine Nando" vorstellt, lädt drei Teilnehmerinnen ein, aus der virtuellen Fiktion herauszutreten, zu tanzen, sich zu umarmen und live zu küssen. Sie lehnen ab. Die Antwort des Einladenden ist eine Nachricht, die sie als Feiglinge und „feige, kleinmütige Feiglinge" bezeichnet und ihre Absage auf eine „existenzielle Panik" zurückführt.

## Eine Einladung, die zur Prüfung wird

Der Text verlangt nichts: Er fällt ein Urteil. Er spricht von einer abgeschlossenen „Prüfung", von offenen Karten und von einem Axiom: Nur er ist im ganzen Forum von Wert. Die Adressatinnen werden als Schein-Diven dargestellt, deren psychologische Abwehr beim „bloßen Flüstern des Mondkindes" zusammenbricht.

Die Logik der Nachricht hat einen Fabrikationsfehler. Wenn jemand eine Einladung ablehnt, ist die einfachste Erklärung, dass er keine Lust hat. Dieses Nein in eine psychologische Diagnose zu verwandeln, sagt mehr über den Einladenden aus als über die Ablehnende. Und der hochmütige Ton, den er ihnen vorwirft, steht ohne jede Ironie in jeder Zeile seines eigenen Textes.

## Das „Nein" als Beweis für Feigheit

Die Nachricht vergleicht die drei Teilnehmerinnen mit dem „gewöhnlichen idiokratischen Forennutzer" und behauptet, der einzige Unterschied zwischen ihnen und diesem Nutzer sei anatomischer Natur. Das heißt: Wer ein privates Treffen ablehnt, wird als minderwertiges Wesen dargestellt. Dieser Sprung von einer konkreten Absage zu einem Urteil über die Person ist der Kern der Sache.

In Foren und sozialen Medien funktioniert die öffentliche Einladung zu einem persönlichen Treffen manchmal als rhetorische Falle: Nimmt man an, begibt man sich ins Spiel des anderen; lehnt man ab, wirft man einem Angst vor. Die vernünftige Alternative —ohne Rechtfertigung Nein zu sagen— kommt im Text nicht vor.

## Was es über den Verfasser aussagt

Die Nachricht endet mit der Forderung, sie sollten ihren „Diven-Schein" aufgeben und „im Schützengraben der Schatten" bleiben. Die ursprüngliche Einladung zum Tanzen und Umarmen ist verschwunden: Übrig bleibt ein Vorwurf. Wer anderen Mut abverlangt, während er selbst im anonymen Forum sitzt, misst nicht den Mut anderer; er misst seine eigene Frustration.

Auch verfügbar auf: English

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (3 Antworten).

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