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Forumseintrag stellt Arbeit der NGOs bei Valencia-Flutkatastrophe in Frage
Ein Forenthread bezweifelt, wie das Rote Kreuz und andere NGOs nach der DANA-Katastrophe in Valencia (Spanien) mit Spenden umgegangen sind – ohne Belege für veruntreute Gelder.
Rotes Kreuz und NGOs unter Verdacht nach der DANA-Katastrophe in Valencia
Die DANA-Katastrophe in Valencia hat eine beispiellose Welle von Spenden ausgelöst und zugleich ein wachsendes Misstrauen gegenüber den großen humanitären Organisationen. Auslöser: der Eindruck, dass gespendetes Geld und Lebensmittel nicht bei den Betroffenen ankommen. „Das Rote Kreuz bittet hauptsächlich um Geld, Geld, das nicht unbedingt für Valencia ist“, fasst einer der ersten Beiträge der Debatte zusammen. Die Diskussion, die mit einem Aufruf zu „maximaler Verbreitung“ beginnt und davor warnt, sich von „schmachtenden Blicken“ und dem „Roten Halbmond“ blenden zu lassen, wird zu einer schonungslosen Analyse des Katastrophenhilfemanagements.
Der Fokus liegt auf Bargeld. Mehrere Teilnehmer weisen darauf hin, dass die Organisationen um Geldspenden statt um Lebensmittel bitten und dass dieses Geld nicht unbedingt in der Region bleiben muss. „Gespendete Lebensmittel gehen in der Verteilerkette verloren, oder es gibt keine Organisation, die sie zu den Bedürftigen bringt“, lautet das Argument. Die Folge, so die vorherrschende Erzählung: „In Valencia gibt es Menschen, die seit Tagen nur Wasser und Milch trinken, und chronisch Kranke ohne Medikamente – klar, dass da etwas eskaliert und es Blut geben wird.“
Warum herrscht Misstrauen gegenüber dem Roten Kreuz und den NGOs?
Das Misstrauen ist nichts Neues. „Ich war in meiner Jugend ziemlich beim Roten Kreuz aktiv ... und einen Cent haben sie nie wieder von mir gesehen. Das ist eine Mafia“, erklärt ein Teilnehmer. Ein anderer verallgemeinert: „Das Rote Kreuz klaut? Wann hat es das in den letzten 20 Jahren nicht getan?“ Die Kritik erstreckt sich auf die Struktur der Organisationen: „Das Rote Kreuz sammelt Geld für die Millionengehälter seiner Führungskräfte“, wird behauptet, und die Rede ist von „kleinen Reisen“ und Freiwilligen, die sich laut dieser Darstellung nicht in dem betroffenen Gebiet aufhalten würden.
Der Unmut richtet sich auch gegen den Mangel an Transparenz bei der Verteilung. Ein Beitrag fasst die vorherrschende Haltung zusammen: „Geld an eine NGO zu geben ist, als würde man es mit einem Feuerzeug anzünden. Für die Betroffenen hat es denselben Effekt.“ Das Misstrauen führt zu konkreten Entscheidungen: „Ich wollte über den Bizum-Code meiner Bank spenden, habe es aber storniert, als ich sah, dass es ans Rote Kreuz gehen sollte.“ Als Alternative wird die direkte Spende an lokale Organisationen vorgeschlagen: „Wenn ihr Geld direkt ohne NGOs dazwischen schicken wollt ... könnt ihr an die Fundació Horta Sud oder La Muixeranga d'Algemesí spenden“, mit einer konkreten Kontonummer.
Das politische Krisenmanagement und die Plünderungs-Erzählung
Die Debatte driftet in Richtung institutionelles Management. Die Zahl von „2000 Vermissten“ wird erwähnt und das Fehlen einer offiziellen Reaktion kritisiert. „Es wird eskalieren, wenn das Volk von Valencia und ganz Spanien erfahren, was sie da treiben“, heißt es als Warnung. Die Diskussion knüpft an frühere Ereignisse an: „Wie in Lorca und auf den Kanaren. Dasselbe und dasselbe Geld.“ Der Vergleich mit dem Vulkanausbruch auf La Palma dient als Warnung: „Es sind mehr als 3 Jahre seit dem Vulkanausbruch vergangen, und die Kanaren wohnen immer noch in Hütten.“
Manche ahnen das politische Kalkül voraus: „Pedro Sánchez wird mit dem Klimawandel-Kram einen europäischen Fonds für Aufbau und Wiederaufbau nach Klimakatastrophen vorantreiben und frisches Geld von der EZB holen. Und es wird ihm gut gelingen.“ Die Diskussion färbt sich mit einem Fatalismus, der an Verachtung für die Bevölkerung selbst grenzt: „Ich amüsiere mich prächtig über das alles. Das Volk erwacht nicht, bis es Haus und Auto verliert.“ Die Antwort lässt nicht lange auf sich warten: „Du musst innerlich ziemlich zerfressen sein, Alter, um so etwas zu sagen.“
Der soziale Ausbruch, der ausbleibt
Die These eines „sozialen Ausbruchs“ zieht sich von Anfang an durch die Debatte. „Wir sind einen Schritt vom sozialen Ausbruch entfernt“, heißt es im Eingangsbeitrag. Andere sehen darin eine verpasste Chance: „Wenn aus dieser dantesken Situation für das Volk von Valencia nicht der Keim einer sozialen Revolution entsteht, ist dieses Land tot, während es lebt.“ Die am häufigsten gezogene Schlussfolgerung ist jedoch die gegenteilige: „Wir sind keinen Schritt von irgendeinem Ausbruch irgendetwas entfernt, regt euch nicht auf. Bei den nächsten Wahlen kräftig wählen, und hier ist nichts passiert.“
Der Abschluss der Analyse bleibt an ebendiesem Widerspruch hängen. Das Misstrauen gegenüber den großen NGOs ist weit verbreitet, und Alternativen für Direktspenden existieren, doch die Fähigkeit, diese Empörung in echte Veränderung zu kanalisieren, bleibt eine offene Frage. Die Hilfe geht verloren, die Erzählung zerbricht, und die Frage bleibt in der Luft: Wie viel dieser Wut wird sich in mehr übersetzen als nur in eine Strafstimme?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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