Die Beschwerde einer jungen Frau über den Mangel an Männern
Eine 28-jährige Frau löst in einem Forum eine Debatte mit einer kategorischen Aussage aus: In ihrer Generation gibt es keinen einzigen Mann in Spanien oder Westeuropa, der seine Eltern vorstellen kann, ohne fremde Scham zu empfinden. Sie beschreibt sie als unreife Kinder, Feiglinge, fitnessbesessen, unsicher und arbeitslos. Ihre Nachricht, die 118 Antworten gesammelt hat, entfesselt einen Sturm von Reaktionen, die Sozialkritik, Wirtschaft und Geschlechterkrieg vermischen.
Das Profil des modernen Mannes laut der Autorin
Die Verfasserin der ursprünglichen Nachricht redet nicht um den heißen Brei herum. Sie definiert den modernen Mann als „Weichei ohne Selbstrespekt“, einen Feigling ohne Würde und eigene Ziele. Sie behauptet, es würde ihr wehtun, wenn der Vater ihrer Kinder kein Spanier wäre, aber wenn sie nach Serbien oder in den Süden der USA gehen müsste, um einen Mann – einen kaukasischen Vater für ihre Kinder – zu finden, würde sie es tun. Diese mit Stereotypen beladene Aussage provoziert Antworten, die von Spott bis zur kalten Analyse reichen.
Mehrere Teilnehmer antworten ironisch. Einer schlägt vor, dass sich die Männer vor ihr verstecken. Ein anderer urteilt, dass kein echter Mann eine Feministin will. Ein Dritter weist darauf hin, dass das Problem nie bei einem selbst liegt, sondern immer bei den anderen. Die Diskussion entwickelt sich schnell zu einem Austausch von Anschuldigungen über den Sensual und die Geschlechtererwartungen.
Der Hypergamie-Karussell und der Dating-Markt
Eines der am häufigsten wiederholten Argumente ist das sogenannte Hypergamie-Karussell. Es wird behauptet, dass viele Frauen, die sich beschweren, es gäbe keine guten Männer mehr, dieselben sind, die in ihrer Jugend mit jedem geschlafen haben, außer mit den guten Männern. Das Verpassen von Chancen, eine Familie zu gründen, aufgrund des Bedürfnisses, sich kennenzulernen und zu leben, führt laut dieser These zu einem Karussell von Beziehungen, das mit Katzen und Wein als Endziel endet.
In der Debatte wird das Konzept des „echten Mannes“ als Konstrukt eingeführt. Ein Teilnehmer behauptet, echte Männer hätten nie existiert; sie seien nur ein Konstrukt des Heteropatriarchats gewesen, um Frauen zu unterwerfen und kostenlosen Zugang zu Sens zu haben. Ein anderer entgegnet, es sei unmöglich, dass Männer sich so sehr verändert hätten, es sei denn, alles war ein Konstrukt und sie haben heute einfach die Maske abgelegt.
Die Diskussion verschärft sich, wenn die Rolle des Feminismus angesprochen wird. Es wird argumentiert, dass Jahrzehnte feministischer Indoktrinierung den westlichen Mann verweiblicht haben. Man sagt, 20 Jahre marxistischer Feminismus hätten zwei Typen von Männern geschaffen: jene, die nie Sens haben, und jene, die mit allen schlafen, sowie eine Gruppe unzufriedener Frauen, weil keiner der beiden Typen ihnen passt.
Der Wirtschaftsfaktor: Staat, Steuern und Privilegien
Die Wirtschaft kommt voll ins Spiel. Ein Teilnehmer behauptet, der Staat begünstige weiterhin Frauen, indem er Geld aus den Taschen der Männer nehme und es in die der Frauen stecke. Er fügt hinzu, er habe keine Dame gesehen, die protestiere und auf Privilegien verzichte. Die Schlussfolgerung lautet, dass die Alleinstehenden ihre Hypergamie verdauen und anfangen sollten, Männer zu unterstützen und ihr Geld dafür auszugeben, wenn sie so viel wert seien und so viel verdienten.
Eine weitere Nachricht weist darauf hin, dass echte Männer bereits von anderen genommen seien oder ins Ausland gegangen seien, weil es in Spanien, wo die meisten Frauen Feministinnen, leichtlebig und anspruchsvoll seien, bessere Jagdgründe sowohl beruflich als auch sens gebe. Das Fazit ist, dass man, wenn man eine dieser Eigenschaften besitzt, nie einen lohnenswerten Mann finden wird, weil man selbst nichts wert ist.
Die Kritik am Staat erstreckt sich auf die Zerstörung der Gesellschaft. Es wird behauptet, die Gesellschaft sei zerstört worden, es gäbe keine Männer, keine Frauen, keine Werte, kein Gesetz und keine Anständigkeit. Der apokalyptische Ton vermischt sich mit Verweisen auf einen totalitären sozialistischen Staat, der den Mann neutralisiere und verweibliche.
Die Antwort der Autorin und das Ende der Debatte
Die Verfasserin der ursprünglichen Nachricht schweigt nicht. Sie reagiert auf Vorwürfe, eine „Charo“ (abwertend für laute, vulgäre Frauen) und nervig zu sein, indem sie sagt, sie wüssten nichts über sie und sollten aufhören, ihre Fantasien als Realität durchgehen zu lassen. Sie stellt klar, dass sie 28 Jahre alt sei und einige gerne in ihrem Alter wären. Die Diskussion wird zu einem Austausch persönlicher Beleidigungen.
Die Debatte endet ohne Konsens. Einige behaupten, Frauen forderten, ohne etwas im Gegenzug zu bieten, wollten echte Männer, ohne selbst echte Frauen zu sein. Andere verteidigen, dass Männer Sensibilität und Menschlichkeit verloren hätten, sich nur nach Berechnungen und Wahrscheinlichkeitsschemata richteten und wer ein wahrer Mann und eine wahre Frau sei, niemals Haltung, Wunsch oder Hoffnung verliere. Die am häufigsten wiederholte Schlussfolgerung ist, dass der Feminismus die Gesellschaft zerstört habe und echte Männer in Gambia, Serbien oder im Süden der USA seien. Die Frage bleibt unbeantwortet.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (118 Antworten).