Forum-Nutzer senkt PSA-Wert von 5 auf 2 durch Hausmittel

Ein Nutzer behauptet, seinen PSA-Wert durch Hausmittel gesenkt zu haben; Orangensaft enthält dabei rund 100 g Zucker pro Liter.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Forum-Nutzer senkt PSA-Wert von 5 auf 2 durch Hausmittel
Forum-Bericht: PSA-Senkung ohne OP – Orangensaft versus Hausmittel

Ein 72-jähriger Mann trinkt täglich einen halben Liter Orangensaft. Er folgt damit den Hinweisen von Francisco Llinares, nicht dem Geschmack: Seit Jahren leidet er an benigner Prostatahyperplasie (gutartige Prostatavergrößerung), wacht nachts zum Wasserlassen auf und lehnt eine Operation ab. Diese häusliche Routine spiegelt ein Muster wider, das in solchen Diskussionen häufig ist: Betroffene mit Prostata-Diagnose ersetzen oder ergänzen die medizinische Behandlung durch Ernährung, Heilpflanzen und kolloidales Silber. Der Thread ist eine Mischung aus Enthusiasmus, Warnungen und Korrekturen.

Warum Orangensaft statt der ganzen Orange?

Der erste Widerspruch kommt vom ernährungswissenschaftlichen Verstand: Ein Liter Orangensaft entspricht laut den Aussagen im Thread etwa 100 Gramm Zucker. Zusammen mit der übrigen täglichen Nahrungsaufnahme führt dies angeblich zur Diabetes. Die Empfehlung lautet daher, die ganze Orange inklusive Fruchtfleisch zu essen und den Saftkonsum zu begrenzen. Dazu kommt eine weitere Sorge: Überschüssiges Vitamin C (Angustia) könnte sich in Calciumoxalat umwandeln, die Art von Nierensteinen, über die einige Teilnehmer berichten.

Diese Angst ist nicht abstrakt. Ein Teilnehmer erwähnt, dass bei ihm ein Stein von 6 x 3 mm festgestellt wurde, dessen Entfernung er vermeiden möchte. Ein anderer berichtet, seine Steine bestünden aus Calciumoxalat und dass Zitrone Besserung bringe. Größe und Zusammensetzung der Steine prägen den Austausch erheblich: Nicht alle Steine reagieren gleich, und die Dichte spielt eine Rolle, wie angemerkt wird. Auch gibt es Stimmen, die den morgendlichen Enthusiasmus dämpfen und die Einnahme auf den Nachmittag verlegen, mit dem Versprechen einer Nacht ohne Aufwachen.

Weidenröschen, Permixon und andere Heilpflanzen

Dem Saft gegenüber stehen Mittel mit spezifischen Namen. Das Weidenröschen (Epilobium), als Tee oder alkoholhaltige Tropfen, wird oft empfohlen. Ebenso das Medikament Permixon und Weidenröschen parviflorum als Tee. Die Liste umfasst zudem Knoblauch, Artischocke und Granatapfelsaft sowie eine Empfehlung außerhalb klassischer Rezepte: sens Aktivität als häusliche Alternative.

Größte Uneinigkeit herrscht beim Ausgangspunkt. Ein Nutzer argumentiert, dass nichts isoliert wirke, man enorme Mengen bräuchte, um Effekte zu spüren, und alles hänge von Genetik, Glück und der Funktionsfähigkeit der Prostata ab. Dem widerspricht ein anderer mit seinem eigenen Fall: Sein PSA-Wert lag bei 5 und sank innerhalb von zwei bis drei Jahren auf 1,8-2, einschließlich Tests und ohne Biopsien.

Kolloidales Silber, destilliertes Wasser und ein Messgerät für Feststoffe

Der technischste Teil betrifft die Eigenproduktion von kolloidalem Silber. Das verbreitete Rezept erfordert zwei Silbermünzen mit 99,9% Reinheit, durch Verdampfung gewonnenes destilliertes Wasser, eine Stromquelle von etwa 24 Volt und ein Gerät zur Messung gelöster Feststoffe (TDS). Laut Thread dient das Messgerät dazu, die Menge des freigesetzten Silbers zu berechnen, um die Konzentration nicht zu überschreiten. Ein Teilnehmer nennt Werte: Destilliertes Wasser liegt nahe Null, während Leitungswasser, Flaschenwasser und Brunnenwasser zwischen 140 und 350 Teilen pro Million (ppm) liegen.

Bezüglich der Dosierung wird eingeräumt, dass manche Nutzer bis zu 30 ppm erreichen, mit der Empfehlung, 10 ppm nicht zu überschreiten und die Einnahmemenge anzupassen. Destilliertes Wasser wird als allgemein vorteilhaft dargestellt, jedoch mit einer klaren Warnung: Es muss durch Verdampfung hergestellt sein, nicht das Wasser für Batterien oder Bügeleisen. All dies wird als Vorsichtsmaßnahme eines Laien präsentiert, nicht als ärztliche Verordnung.

Prostata-OP: Der Schließmuskel, der auf dem Weg verloren geht

Der chirurgische Aspekt erzeugt eine ungewöhnliche Übereinstimmung. Im Thread wird behauptet, die Prostata sei eng mit dem Harnsystem verbunden, ein Schließmuskel gehe verloren und sie liege neben dem Enddarm. Probleme mit Inkontinenz und Impotenz gelten mehr oder weniger als garantiert. Mehrere Berichte verstärken diese Skepsis: Ein Nutzer erzählt von einem Vater, der nach einer OP verstarb, und zwei Brüdern, die wegen Krebs bestrahlt wurden; ein anderer landete nach einer Gallenblasenoperation auf der Intensivstation. Die daraus gezogene Schlussfolgerung lautet, dass das Skalpell das letzte Mittel der Wahl sein sollte.

Gleichzeitig wird die Ursache nächtlicher Symptome relativiert. Nächtliches Wasserlassen ist nicht immer prostatabedingt, sondern kann durch die Nierenaktivität im Schlaf entstehen. Daher die Empfehlung, zwei Stunden zwischen Abendessen und Schlafengehen einzuplanen und nachts Zwiebeln, Tomaten, Paprika oder Brokkoli zu meiden, da mineralreiche Lebensmittel die Nierentätigkeit aktivieren.



Mit diesen Informationen sollte die Entscheidung für eine Operation eigentlich klar sein. Ist sie aber nicht. Zwischen 40 und 72 Jahren koexistieren der PSA-Wert, die Nüchternzucker-Analyse und ein Orangensaft, den einige segnen und andere verteufeln. Keine Seite hat klinische Studien vorgelegt. Alle haben jedoch ihre Laborwerte zur Hand.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (199 Antworten).

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