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Ernährung für fünf Personen: 5 bis 10 Hektar Land nötig
Fünf Personen ohne Supermarkt ernähren: Kosten, Flächenbedarf und warum Arbeit das größte Hindernis ist.
Fünf Personen auf einem Hof: 5 Hektar ohne Vieh, 10 mit Kühen
Setzen Sie fünf Menschen auf ein Grundstück und streichen Sie den Supermarkt. Wie viel Land wird benötigt, damit sie an 365 Tagen im Jahr Obst, Gemüse, Eier, Milch und Fleisch essen? Die Frage wirkt wie eine Rechenübung, entpuppt sich aber als Problem der Physik, des Klimas und vor allem der Arbeit. Zahlen von erfahrenen Selbstversorgern liegen zwischen 5 und 10 Hektar, wobei keine davon unser heutiges Lebensmodell berücksichtigt.
Wie viele Hektar braucht eine Familie für Selbstversorgung?
In Kreisen der Selbstversorgung herrscht weitgehend Konsens über 2 Hektar pro Person. Für fünf wären das zehn. Dies ist ein Ausgangspunkt, kein Gesetz. Wer auf Großvieh verzichtet – nur Hühner und Kaninchen –, kann den Bedarf auf etwa 5 Hektar senken. Sobald eine Kuh ins Spiel kommt, verdoppelt sich die Fläche fast. Es gibt auch Gegenbeispiele aus der Praxis: Ein gut bewirtschafteter Gemüsegarten kann sieben Menschen mit Nahrung versorgen auf lediglich 500 Quadratmetern, vorausgesetzt man akzeptiert begrenzte Sortenvielfalt und Saisonalität.
Hier beginnt das eigentliche Problem. Selbstversorgung ist nicht nur ein Produktionspeak im Juli. Es bedeutet, auch im Februar zu essen.
Das Land ist nicht teuer: Die Arbeit ist es
Eine Berechnung unter denen, die dieses Modell getestet haben, besagt, dass die Produktion der Nahrung einer Familie etwa 30-mal mehr Arbeit erfordert als ihr Kauf mit dem niedrigsten Lohn in Spanien. Das klingt übertrieben, bis man die jüngere Geschichte betrachtet: Dörfler hatten Gärten und Tiere, arbeiteten aber weiterhin als Maurer oder Handwerker. Historische Subsistenzlandwirtschaft war fast nie vollständige Selbstversorgung; sie war eine Ergänzung.
Kurz gesagt: Niemand lebte vom Garten. Man lebte mit dem Garten.
Klima und Wasser wiegen schwerer als Quadratmeter
Es macht einen Unterschied, ob man fünf trockene Hektar in Los Mozainos (Spanien) hat oder einen halben Hektar in einem fruchtbaren Delta mit reichlich Wasser und mildem Klima. Mindestanforderungen für eine würdige Produktion sind etwa 2.800 Sonnenstunden jährlich und mindestens 1.000 Millimeter Niederschlag, möglichst gleichmäßig verteilt. In Spanien schließt dies große Teile der Landkarte aus: Von Madrid nach Süden liegt viel trockenes Gebiet.
Man kann dies durch Bewässerung kompensieren, aber Wasser ist knapp und Rechte sind nicht geschenkt. Im Guadalquivir-Tal gibt es sehr fruchtbare Böden und in der Sierra de Grazalema reicht der Regen aus, aber insgesamt ist der Süden der Iberischen Halbinsel trocken. Und Grundstücke mit Wasserzugang – Brunnen, Bohrloch oder Mitgliedschaft in einer Bewässerungsgemeinschaft – sind nicht billig.
Wie viele Tiere braucht man für Fleisch, Milch und Eier?
Wenn man 300 Gramm Fleisch pro Person und Tag möchte, benötigen fünf Personen 550 Kilogramm Fleisch pro Jahr. Das entspricht drei bis vier Kälbern und somit etwa vier Kühen: Bei einem Hektar pro Tier allein für die Weidehaltung bräuchte man vier Hektar nur für das Vieh. Die Alternative Schafhaltung erfordert 50 Lämmer à 10-11 kg, was etwa 50 Mutterschafe und fünf bis zehn Hektar bedeutet; reduziert man auf 25 Lämmer à 20 kg, sinkt der Bedarf auf 3-5 Hektar. Es gibt einen dritten Weg: fünf Schweine à 110 kg pro Jahr, mit einer Sau und ihren Ferkeln, plus fünf Hektar Weide und Eichenwald.
Vorsicht bei der daraus resultierenden Ernährung. In einer Selbstversorger-Wirtschaft ist tägliches Fleisch eine moderne Illusion: Bis vor kurzem aß man dreimal pro Woche Fleisch, wenn es gut lief.
Der Garten, der sieben ernährt (außer im Winter)
Ein Fall widerlegt den Pessimismus. Ein Gemüsegarten von etwa 500 Quadratmetern mit Salat, Zwiebeln, Auberginen, Zucchini, Paprika, Melonen, Gurken, Kürbis, Sellerie, Erbsen, Radieschen, Rote Bete und Petersilie liefert Nahrung für sieben Personen und sogar Überschüsse. Der Haken: Nur während der Produktionsmonate. Von November bis März bringt dieser Garten nichts.
Wer seine Großeltern beim Einkochen beobachtet hat, weiß es: Im Winter aß man aus dem Glas. Daher die Obsession mit Trocknen, Einlegen, Konservieren und Sirup-Einkochen. Eingemachte Tomaten, getrocknete Paprika, Trockenfrüchte, Pfirsiche in Sirup. Die Speisekammer, nicht der Garten, entscheidet, ob man den Frühling erreicht. Und Obstbäume spielen in einer anderen Liga: Ein Walnussbaum kann neun Jahre brauchen, bis er die ersten Nüsse trägt, während Feigen-, Mandel- und Olivenbäume, robuster, früher Ertrag liefern.
Die Zahl, die verblüfft
Mit diesen Zahlen erfordert die vollständige Selbstversorgung von fünf Personen zwischen 5 und 10 Hektar, garantiertes Wasser – und zwar im Eigentum, denn Bewässerungsrechte sind nicht geschenkt – sowie eine Vollzeit-Beschäftigung. Das Verblüffende ist nicht die Fläche. Es ist, dass selbst im besten Fall, mit einem Garten, der für sieben reicht, die Produktion genau dann endet, wenn sie am dringendsten gebraucht wird.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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