Von den 80ern bis heute: Als das spanische Gehalt mehr kaufte als jetzt
Die Achtziger waren das beste Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts in Spanien. Und nein. Die Antwort hängt davon ab, welches Gehalt ins Haus kam und in welchem Viertel man aufwuchs – genau diese Kluft durchzieht einen Vergleich, der so alt ist wie die spanische Transition: War das Wohlbefinden jener Zeit real oder nur Nostalgie derer, die damals zwanzig und heute sechzig sind? Einer der Teilnehmer fasst die 80er Jahre in Spanien in vier Worten zusammen: industrielle Umstrukturierung, Terrorismus, Inflation und Arbeitslosigkeit. Damit, so behauptet er, lässt sich lange diskutieren.
Der Höhepunkt der Kaufkraft zwischen 1984 und 1992
Im Thread wird vertreten, dass die historische Maximalleistung der Kaufkraft spanischer Arbeitnehmer zwischen 1984 und 1992 lag. Nach dieser Version hat ein Durchschnittsgehalt vorher – und wahrscheinlich auch nachher – nie so viel innerhalb der Landesgrenzen erreicht. Der Schlüssel lag nicht im nominalen Lohn, sondern darin, dass das Land fast alles produzierte, was es konsumierte: Außerhalb von Benzin wurde ein Großteil des täglichen Bedarfs mit nationalen oder italienischen Produkten gedeckt. Importwaren waren dagegen unerschwinglich, und die Peseta wurde so häufig abgewertet, dass jeder ausländische Luxus unerreichbar wurde.
Eine häusliche Szene illustriert dieses Gleichgewicht besser als jede Grafik. Die Mutter schickt ihr Kind zur Tante, mit der sie nicht spricht, um 2.000 Peseta für die Stromrechnung zu leihen. Das Wesentliche – eine eigene Wohnung ohne Mitbewohner, Wasser, Strom, Tabak – war erschwinglich. Der Rest, nicht immer. Eine ironische Erinnerung eines Teilnehmers beschreibt den Boykott, mit dem eine katalanische Kakao-Marke versuchte, die ausländische Haselnusscreme zu verdrängen, weil nur die heimische Creme akzeptabel war.
War Spanien in den 80ern ein reiches Land?
Für einen Teilnehmer ja: relativ gesehen und in einem bestimmten Zeitraum. Seiner Erzählung zufolge lag das Land auf Platz 17 der reichsten Länder pro Kopf weltweit, mit einer homogenen, günstigen, offenen Gesellschaft, die modern sein wollte. Ein anderer Teilnehmer meint, dass diese Homogenität und die soziale Ordnung vorab einen Teil des empfundenen Freiheitsgefühls erklären, sowohl privat als auch informativ. Man sollte jedoch daran erinnern, dass dies auch ein ungleiches Spanien war, in dem die Ärmsten trotz der Erschwinglichkeit des Grundbedarfs litten.
Ein weiteres wiederkehrendes Argument ist die Pluralität. Es gab nur zwei Fernsehsender, aber manche behaupten, dort habe es mehr Debatten gegeben als im heutigen Programmangebot: Sendungen wie La Clave von Balbín werden als Beispiel für etwas Unwiederholbares im öffentlichen Fernsehen zitiert.
Die andere Seite: Gewalt, Drogen und prekäre Medizin
Wer den Mythos entzaubert, bestreitet nicht die Daten zur Geldbörse, sondern die Qualität dessen, was gekauft wurde. Ein Teilnehmer behauptet, das Essen sei mittelmäßig gewesen, die Kleidung ebenso, die Autos schlecht und die Medizin weit hinter dem heutigen Stand. Hinzu kommt das Bild eines Landes, in dem ein Fußballspiel mit Toten auf den Tribünen enden konnte und bewaffnete Raubüberfälle zum nächtlichen Alltag gehörten, laut Zeugnis eines anderen Forumsnutzers.
Spielhallen, Tempel der Epoche, waren auch der Ort, an dem zwei Fremde mit leerem Blick neben einen Jugendlichen traten, um ihn zu einer Partie herauszufordern. Drogenkonsum taucht ebenfalls in den Berichten über das Jahrzehnt auf. Kein Detail am Rande: Jede ernsthafte Rückschau muss Terrorismus und industriellen Anpassungsdruck in denselben Satz stellen wie Musik und Kino.
Zwei Kanäle, ein Walkman und die Nostalgie unter Verdacht
Die kulturelle Produktion jener Jahre trägt einen großen Teil der Erzählung. Im Kino: E.T., Die unendliche Geschichte, Alien, Zurück in die Zukunft, Ghostbusters, Lethal Weapon, RoboCop, Blade Runner, Die Goonies, Batman. Im TV: A-Team, Knight Rider, Magnum P.I., Cosmos-Dokumentationen, Wickie und die starken Männer. Zu Hause: Casio-Uhren, Amstrad- und MSX-Computer, der Betamax, mit dem die Premiere des berühmtesten Musikvideos des Jahrzehnts aufgenommen wurde.
Es wird behauptet, diese kreativen Welle stützte sich auf eine Generation – die geborenen Kinder des angloamerikanischen Baby Booms –, die gerade ihren Höhepunkt erreichte. Ab 2001 wird der kulturelle Wandel datiert, und manche kritisieren die heutigen Plattformen dafür, enorme Mengen an Inhalten zu produzieren, die ihrer Meinung nach von politischer Korrektheit geprägt sind. Die Diskussion reicht sogar bis zur Musik: Manche vergleichen die Ikonen der damaligen Zeit ohne Scheu mit dem aktuellen Urban-Genre.
Die 90er als Favoriten und der Niedergang seit 2010
Es gibt keinen Konsens. Eine Strömung verteidigt, dass die Neunziger in Musik, Autos und Filmen besser waren, mit 1995 und 1999 als heiligem Terrain. Eine andere verlängert den guten Zyklus bis 2005 oder 2008, bevor man, wie gesagt, in die Dystopie eintaucht. Und manche setzen die Zäsur bei 2010, mit einem Absturz, der laut diesem Narrativ noch keinen Tiefpunkt erreicht hat.
Wenn Nostalgie an der Kaufkraft gemessen wird, favorisiert der Vergleich die Achtziger und frühen Neunziger. Wenn sie an Medizin oder Zugang zu Technologie gemessen wird, räumen viele Berichte den späteren Jahrzehnten den Vorteil ein. Wahrscheinlich wird jemand in dreißig Jahren dieselbe Diskussion über die 2010er eröffnen – und halbwegs recht haben. Wie wir alle.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (196 Antworten).