Forum-Nutzer: Gemahlener Kaffee enthält Kakerlaken-Reste

Ein Nutzer behauptet, gemahlener Kaffee enthalte bis zu 10% zerquetschte Kakerlaken. Andere zweifeln die Aussage an.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Forum-Nutzer: Gemahlener Kaffee enthält Kakerlaken-Reste
Gemahlener Kaffee soll Kakerlakenreste enthalten, die durch das Rösten nicht beseitigt werden

Wissen Sie eigentlich, was Sie zum Frühstück essen, wenn Sie Ihren gemahlenen Kaffee aus der Kapsel oder Packung trinken? Laut einem Forumsnutzer handelt es sich um Reste von zerquetschten Kakerlaken. Er betont, dass dies weder ein urbaner Mythos noch eine Internet-Übertreibung sei: In den Lagerhallen, in denen die Rohkaffeebohnen gestapelt werden, breiten sich diese Insekten aus, und wenn die Bohnen zur Mühle gehen, wird alles zusammen zerkleinert. Seiner Darstellung nach trennt niemand die Insekten vom Kaffee. Das Ergebnis wäre ein homogenes Pulver, in dem die Kakerlake nur eine weitere Zutat ist, und das anschließende Rösten würde sie nicht verschwinden lassen.

Dabei bleibt es nicht, so zumindest die Version dieses Nutzers. In den USA gäbe es eine gesetzliche Grenze für den Anteil von Insektenresten im gemahlenen Kaffee, und diese läge bei 10%. Das bedeutet, dass eine Charge mit einem Zehntel Kakerlakenanteil problemlos verkauft werden könnte. Würde der Befall diesen Prozentsatz überschreiten, würde die Partie aussortiert. Die einzige Möglichkeit, dies zu umgehen, wäre laut denen, die sich die Sache genauer angesehen haben, ganze Bohnen zu kaufen und sie zu Hause selbst zu mahlen.

Warum Kakerlaken im gemahlenen Kaffee landen

Der beschriebene Mechanismus ist einfach und hat nichts Verschwörerisches an sich. Der Kaffee wird als Bohne in Industriehallen gelagert, in denen Kakerlaken frei herumlaufen. Wenn es Zeit zum Mahlen ist, verfügt die Anlage über kein System, um die Insekten von den Bohnen zu trennen. Alles wird zerkleinert. Da der gemahlene Kaffee bereits verarbeitet verkauft wird, hat der Verbraucher keine Möglichkeit, dies zu sehen.

Das gleiche Muster wiederholt sich, derselben Erzählung zufolge, auch bei anderen Kakao-Derivaten wie Schokolade oder Kakaopulver. Der Unterschied liegt im Grad: Lagerhallen für Rohkaffee neigen viel stärker zu Befall. So sehr, dass eine Zahl verwirrt: Menschen mit Kakerlakenallergie dürften keinen gemahlenen Kaffee trinken. Dies ist kein Scherz, so die Version. Das Protein des Insekts wandert ins Endprodukt.

Die 10%-Grenze und die Allergie, die Ihnen niemand erzählt

Die US-amerikanischen Vorschriften würden bis zu 10% Kakerlakenreste im gemahlenen Kaffee zulassen, stets unter Vorbehalt dieser Version. Auf einer Waage gewogen, würde diese Zahl bedeuten, dass Sie pro Kilogramm Kaffee hundert Gramm Insekt bezahlen könnten. Manche haben diese Rechnung laut angestellt und gefragt, wie viele Kakerlaken nötig sind, um auf einer Tonne hundert Kilogramm zusammenzubekommen. Die Antwort ist nicht angenehm.

In Europa gibt es keine vergleichbare Grenzwerte, aber das Problem macht vor Grenzen nicht halt, so dieselbe Geschichte. Der Kaffee, der in Supermärkten und Kapseln gemahlen verkauft wird, durchläuft dieselbe industrielle Kette. Der Unterschied ist, dass hier keine Schwelle veröffentlicht wird. Und der Verbraucher kauft weiterhin das Format, das ihm am bequemsten erscheint.

Die Lösung des Verbrauchers: Eine eigene Kaffeemühle

Die wiederkehrende Empfehlung ist klar: Ganze Bohnen kaufen und sie direkt vor der Zubereitung mahlen. Die ganze Bohne ermöglicht eine visuelle Inspektion dessen, was man kauft, und das Entfernen jeglicher Fremdkörper. Gemahlener Kaffee hingegen ist eine Black Box. Manche weisen auch darauf hin, dass ganze Bohnen oft besser rückverfolgbar sind, von einer bestimmten Farm oder Plantage, während gemahlener Kaffee tendenziell eine Mischung ist.

Der Preis für ganze Bohnen ist höher, ja. Aber die Differenz erklärt sich durch den geringeren Konsum und die Optionen, die gemahlener Kaffee nicht bietet. Die Frage ist, ob die Ersparnis aufwiegt, was in die industrielle Mühle gelangt.

Was andere Lebensmittel enthalten, die Sie sich nicht vorstellen können

Kaffee ist nicht das einzige Beispiel. Backmehl kann Nagetierkot enthalten, so ein anderer Forumsteilnehmer. Johannisbrot, das vom Baum geerntet wird, trägt Spinnen und Käfer, die dann mitgemahlen werden, so ein weiterer. Der Farbstoff E-120, der in Wurstwaren und Süßigkeiten verwendet wird, stammt von der Cochenille-Laus, einem Insekt. Und wer in Fabriken für Konserven, Marmeladen oder Wursthüllen gearbeitet hat, weiß Bescheid: Sie essen nicht, was sie produzieren, so heißt es.

Die Linie zwischen Nahrungsmittel und Insekt ist unschärfer, als die Verpackung suggeriert. Einige Rückstände sind legal, andere unvermeidlich und andere werden einfach nicht kommuniziert. Der Verbraucher entscheidet, ob er es wissen will oder lieber weiter seinen Kaffee trinkt, ohne hinzuschauen.

Am Ende besteht der einzige Unterschied zwischen gemahlenem Kaffee und ganzen Bohnen darin, dass man bei letzteren sieht, was hineinkommt, und bei ersteren nicht. Und das ist für viele schon Grund genug, die Gewohnheit zu ändern. Oder nichts zu ändern und weiterhin unwissentlich Insektenprotein zu frühstücken.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (148 Antworten).

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