Forum meldet Abschleppen fahrbereiter Autos in Valencia

Forumsbeiträge behaupten, dass in Valencia fahrbereite Fahrzeuge ohne Vorankündigung abgeschleppt wurden. Es werden 100.000 Fahrzeuge und ausstehende Kredite genannt.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Forum meldet Abschleppen fahrbereiter Autos in Valencia
Forumsbeiträge melden das Abschleppen fahrbereiter Autos in Valencia ohne Benachrichtigung der Eigentümer

Laut Berichten in einem Forum sah ein Besitzer eines dunklen Jaguar XF, der in einer höheren Zone geparkt war, wie sein sauberes Auto, mit Schlamm nur am Unterboden, zerquetscht unter zwei Fahrzeugen auf einem Lagerplatz auftauchte. Dies war kein Einzelfall, diesen Aussagen zufolge. In den Wochen nach der Flutkatastrophe, die Dutzende valencianischer Gemeinden überflutete, begannen Berichte von Fahrern zu kursieren, die ihre Fahrzeuge trotz einwandfreiem Zustand abgeschleppt vorfanden. Das Szenario wiederholt sich: Autos mit Schildern „nicht abschleppen“ landeten dennoch gestapelt auf Lagerplätzen. Das Muster unterscheidet nicht zwischen Totalschaden und reparablen Fahrzeugen, so die Diskussionsteilnehmer.

Fahrbereite Autos, die auf dem Schrottplatz endeten

Die häufigste Beschwerde lautet, dass das Abschleppen erfolgte, ohne den tatsächlichen Zustand der Fahrzeuge zu prüfen. Ein Fahrer berichtete, sein Auto sei „schlammverschmiert, aber auch nicht extrem“, gewesen und lag unter zwei anderen Autos. Ein anderer Nachbar fand sein Fahrzeug, das „sauber und gut geparkt in einer etwas höher gelegenen, abgelegenen Zone“ stand, ohne Vorwarnung verlegt. Die Klage betrifft nicht nur den Sachschaden: Sie bezieht sich auf das Fehlen eines Verfahrens, das verlangt, den Halter vor der Verschrottung zu kontaktieren.

Manche argumentieren, die Priorität habe darin bestanden, Wege freizuräumen und Gesundheitsrisiken zu vermeiden, und dass Protokolle bei einer Notlage dieser Größenordnung überlastet seien. Das Gegenargument ist, dass ein betriebsfähiges Auto kein Abfall ist: Es ist ein Vermögenswert einer Familie, der oft noch durch einen Kredit finanziert wird. Die Grenze zwischen dringender Räumung und Plünderung verschwimmt, wenn keine Rückverfolgbarkeit besteht.



Das Schrottplatzgeschäft und Teile, die Gold wert sind

Die Debatte drehte sich schnell ums Geld. Ein verschrottetes Auto verschwindet nicht: Es wird zu Teilen. „Alles Gewinn, diese Schweine verkaufen bis zur letzten Schraube zu Goldpreisen“, fasst ein Beitrag zusammen. Der Verdacht, dass jemand die Katastrophe monetarisiert, ohne Rechenschaft abzulegen, schwebt über der gesamten Konversation.

Die Berechnung unter Betroffenen ist erschütternd: Wenn es 100.000 Autos sind, müsste der Versicherungs-Konsortium eine Summe freigeben, deren Tragfähigkeit niemand kennt. Und selbst wenn die Versicherung zahlt, steht der Besitzer ohne Auto da, mit intaktem Kreditvertrag und ohne Möglichkeit, ein neues zu kaufen. „Wer hat schon 30.000 Euro für ein normales Auto oder 50.000 Euro für einen Van?“, fragt eine Nachricht. In Orten mit niedrigem Einkommen ist die Wiederbeschaffung eine Illusion.



Unmögliche Formalitäten, wenn der Halter fehlt

Es gibt ein administratives Labyrinth, das niemand direkt ansehen will. Wenn der Besitzer verstorben ist, wenn Dokumente im Wasser verloren gingen oder wenn das Auto auf einen Dritten registriert war, sehen sich Erben einer Reihe von Verfahren gegenüber: Nachlassformalitäten, Steuerabwicklung, neue Papiere beim Straßenverkehrsamt (Tráfico) und erst dann die Versicherungsforderung. Monate, vielleicht Jahre, um den Wert eines Fahrzeugs zurückzuholen, das nicht mehr existiert.

Währenddessen ist das Auto bereits zerquetscht. Die Asymmetrie ist brutal: Die Verwaltung handelt in Tagen, der Bürger fordert in Jahren.



Die Erzählung der historischen Chance

Parallel zu den materiellen Beschwerden entstand ein ideologischer Rahmen, der viele Betroffene empörte. Ein Experte für Klimawandel bezeichnete die Zerstörung tausender Fahrzeuge als „eine historische Chance, auf Autos zu verzichten, den öffentlichen Nahverkehr zu entwickeln und das Zivilisationsmodell zu ändern“. Der Satz, der in sozialen Medien verbreitet wurde, wurde von vielen als Bestätigung gelesen, dass die Katastrophe als Hebel genutzt werde, um eine Agenda durchzusetzen.

Es ist nicht die einzige Theorie im Umlauf. Manche behaupten, die Massenverschrottung folge einem Plan zur Reduzierung des Fahrzeugbestands, andere führen es einfach auf Inkompetenz und die Ökonomie der Plünderung zurück, die im Chaos gedeiht. Keine dieser Hypothesen ist durch Beweise gestützt; es sind Lesarten, die vom Informationsvakuum genährt werden.



Die unbeantwortete Frage: Wer zahlt und wer haftet?

Der Versicherungs-Konsortium, Abschleppdienste, Stadtverwaltungen, die Regionalregierung (Generalitat) und die Zentralregierung. Niemand übernimmt die Verantwortung für das, was mit den ohne Vorwarnung abgeschleppten Fahrzeugen geschah. „Warten wir ab, ob dem Besitzer Abschlepp- und Presskosten berechnet werden“, ironisiert eine Nachricht, die die wahrgenommene Hilflosigkeit zusammenfasst.

Die Konversation schließt den Fall nicht ab. Die Autos bleiben auf Lagerplätzen, die Besitzer warten weiter und die Hilfen kommen immer noch nicht an. Das Einzige, was voranschreitet, ist der Rost.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (129 Antworten).

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