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Feijóo scheitert: Anatomie einer gescheiterten Wahl zum Regierungschef
Die Prognose, Feijóo werde mit Stimmen der PSOE gewählt, erwies sich als falsch. Ohne Parteiaustritte und ohne Koalition steht eine Neuwahl bevor.
Die Wahl von Alberto Núñez Feijóo zum Ministerpräsidenten ist gescheitert. Der Ausgangspunkt dieser Debatte war genau das Gegenteil: die Gewissheit, dass der PP-Chef bereits die fehlenden Stimmen sicher habe, die von sozialistischen Abgeordneten kommen sollten, bereit zur Aufbruch der Fraktionsdisziplin. Diese These stützte sich auf ein Wort, das am Anfang des Themas wiederholt wird: Transfugismus. Ein angeblicher Block „guter Sozialisten“ – so ironisch gemeint – hätte die notwendige Legitimierung erhalten, gegen ihre eigene Fraktion zu stimmen und die Regierung an die PP zu übergeben. Das geschah nicht.
Die Vorhersage stützte sich auf einen Präzedenzfall mit eigenem Namen: den Tamayazo, den Vorfall, bei dem zwei Madrider sozialistische Abgeordnete durch ihre Abwesenheit die Wahl ihrer eigenen Partei verhinderten. Dieser Geist wurde hier beschworen, um zu beweisen, dass sich Geschichte wiederholen könnte. Die Antwort kam auf zwei Wegen. Der erste war verfassungsrechtlich: Artikel 67 der spanischen Verfassung verbietet ausdrücklich das imperatives Mandat, also die Verpflichtung einer Partei, ihre Abgeordneten zu einem gemeinsamen Abstimmungsverhalten zu zwingen. Nach dieser Lesart wäre eine Gewissensentscheidung gegen die Disziplin kein Transfugismus, sondern das, was der Verfassungstext vorsieht. Der zweite Weg war materieller Natur: Ein Abgeordneter, der seine Fraktion verlässt, verliert Karriere, Gehalt und Struktur. Niemand tut diesen Schritt aus Liebe zu einer abstrakten Idee von Spanien.
Warum die Rechnung des Überläufers nicht aufging
Das am häufigsten angeführte Argument war nicht juristischer, sondern ökonomischer Natur. Ein Abgeordneter lebt von der Politik. Außerhalb davon haben viele keinen alternativen Beruf, und das Mandat garantiert ihnen ein hohes Gehalt, Diäten und ein Kontaktnetz, das sich anderswo nicht rekonstruieren lässt. Darauf zu verzichten, um den Gegner zum Ministerpräsidenten zu wählen, erfordert eine Kompensation, die niemand auf den Tisch gelegt hat. Die Vorhersage des Verrats scheiterte an der Arithmetik des Eigeninteresses.
Das zweite Hindernis war die interne Kontrolle. Wer die Wahllisten entwarf, tat dies im Hinblick auf Loyalität, nicht auf Verdienst. Die dem Anführer nächststehenden Abgeordneten sind genau jene, die die geringsten Anreize haben, sich zu bewegen. Der Verdacht, dass „vier Sozialisten mit einem Geldbeutel“ diesen Schritt tun könnten, zerstreute sich von selbst: Es gab keine vier, und es gab keinen Geldbeutel.
Die Erzählung vom „PP-PSOE-Pakt“, der nie Gestalt annahm
Ein anderer Strang der Analyse wies in eine andere Richtung: nicht ein punktueller Verrat, sondern eine große Koalition zwischen den beiden größten Parteien, dargestellt als das Szenario, das Märkte und Großinteressen zufriedenstellen würde. Unter dieser Hypothese wäre die Spannung zwischen den beiden Blöcken nur Theater vor einer Machtteilung. Die Idee hatte ihre Logik – eine solche Koalition würde den kleinen Parteien den Weg versperren –, aber sie kollidierte mit einem Detail: Keiner der beiden Anführer konnte es sich leisten, als derjenige aufzutreten, der mit dem anderen paktiert, ohne seine eigene Wählerbasis zu zerstören.
Die am häufigsten wiederholte Vorhersage in den letzten Phasen war eine andere: Neuwahlen. Weder Feijóo noch Sánchez hatten genug Stimmen, und alles begann von vorn. Dies war der Ausweg, den viele für wahrscheinlicher hielten, als die Wahl zum Ministerpräsidenten als gescheitert galt.
Das Ende: Das „Owned“, das niemand erwartet hatte
Die Angelegenheit endete mit einer unerwarteten Wendung. Die abschließenden Botschaften feiern nicht Feijóos Wahl, sondern das genaue Gegenteil: die Feststellung, dass er nicht gewählt wurde, mit einem Spottton gegenüber jenen, die das Ergebnis als sicher angesehen hatten. „Hole dir dein Owned ab“, fasst eine der letzten Nachrichten zusammen. Die anfängliche Gewissheit verwandelte sich in ihr exaktes Gegenteil.
Bleibt eine Frage, die nicht vollständig beantwortet ist: Ob das Szenario eines versteckten Pakts real oder nur ein Wunschtraum war. Die ehrlichste Antwort lautet, dass es niemand weiß. Das einzige Verifizierbare ist, dass der Sitz, den Feijóo erwartete, nie in seinem Sitz ankam.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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