Feijóo plant Verschrottung von Autos älter als zehn Jahre
Der spanische Fahrzeugpark hat ein Durchschnittsalter von über 14 Jahren, eine Zahl, die Alberto Núñez Feijóo zum zentralen Argument macht. Sein Vorschlag: ein Plan Renove (Renovierungsprogramm) in Zusammenarbeit mit den autonomen Regionen und Förderungen für den Kauf «aller Arten von effizienten Fahrzeugen». Die Ankündigung über soziale Medien fiel mitten in eine hitzige Debatte: funktionierende Autos zu verschrotten, damit der Besitzer ein anderes kauft, das er sich vielleicht nicht leisten kann. Dies ist nicht das erste Mal, dass er dies fordert. Bereits im November 2022 bat er Sánchez darum, Fahrzeuge älter als 10, 12, 14 und 15 Jahre von den Straßen zu nehmen.
Was genau schlägt der Plan Renove vor?
Der Wortlaut des Vorschlags ist knapp und lässt die wichtigsten Details offen. Es wird von einer Zusammenarbeit mit den autonomen Regionen gesprochen – was Zuständigkeit und Finanzierung betrifft – sowie von Hilfen für «alle Arten von effizienten Fahrzeugen», ein Begriff, der viele Interpretationen zulässt. Nur Elektroautos? Plug-in-Hybride? Auch moderne, sparsame Diesel? Der Text klärt dies nicht auf, und aus dieser Mehrdeutigkeit resultiert ein Großteil der Kritik.
Ebenso unklar bleibt die Höhe der Förderung. Ohne Betrag pro verschrottetem Auto, ohne Einkommensgrenze und ohne Preisobergrenze für das Neufahrzeug ist der Plan vorerst nur eine Schlagzeile. Die Autofahrer haben dies sofort auf ihre Situation übersetzt: Wie viel bekomme ich, was kostet der Ersatzwagen und wie hoch bleibt meine Restschuld?
Wie hoch muss die Förderung sein, damit sich der Wechsel lohnt?
Fünfzehntausend Euro. Diese Summe taucht immer wieder als Mindestbetrag auf, um den Tausch akzeptabel zu finden; manche nennen sogar 40.000 Euro – den aktuellen Preis eines beliebigen Neuwagens –, um keinen Verlust einzugehen. Bei Zuschüssen von 5.000 oder 1.500 Euro lautet die Antwort eindeutig nein: Für dieses Geld gibt man kein funktionierendes Fahrzeug her.
Die Rechnung hat ihre Logik. Ein Auto, das mehr als ein Jahrzehnt alt ist, ist abgeschrieben: keine Rate, günstige Versicherung und Reparaturen werden bar bezahlt. Der Ersatzwagen hingegen kommt mit Finanzierung, mehr Elektronik und erschreckenden Preisen für Stoßfänger. Eine Frontalkollision bei einem modernen Fahrzeug – LED-Scheinwerfer, Radar, Kameras, Sensoren und Aktoren – kann teurer sein als der gesamte Wert des alten Autos, das zur Verschrottung geht. Dieser Aspekt, der das Sparargument im Grunde entkräftet, macht den Plan zu einer Frage des verfügbaren Einkommens.
Diesem Hindernis steht das oft genannte Gegenbeispiel gegenüber: Plug-in-Hybride asiatischer Hersteller, die ab 11.000 Euro angeboten werden, mit einer Reichweite von 2.000 Kilometern und über 280 PS – ein Referenzwert, der laut Befürwortern ausreichen würde, die Preise im europäischen Sektor zu drücken.
Verschrottung eines Autos von 2005 vs. Öko-Resilienz-Diskurs
Das am wenigsten angefochtene Argument ist auch das unbequemste für den Unterzeichner des Vorschlags. Wenn das Ziel darin besteht, weniger zu konsumieren und die Lebensdauer von Gütern zu verlängern, ist es per Definition wenig nachhaltig, ein noch dienliches Fahrzeug zu zerstören. Ein gut gewarteter Diesel von 2005 mit aktuellen Inspektionen und moderater Nutzung fährt problemlos weiter. Im Kern der Kritik liegt eine technische Idee: Autos sterben nicht wegen ihres Alters, sondern weil ihre Ersatzteile nicht mehr hergestellt werden. Daraus ergibt sich ein wiederkehrender Vorschlag – druckbare Fahrzeuge mit offenen Spezifikationen, damit jeder Ersatzteile neu fertigen kann – der das eigentliche Problem angreift und nicht nur das Symptom.
Hinzu kommt die energetische Zweifelhaftigkeit. Zu sagen, man setze auf Effizienz, ohne anzugeben, womit aufgeladen wird, lässt die Hälfte der Überlegung außer Acht. Die andere Hälfte sind Preis und wahrgenommene Qualität: Aktuelle Autos wirken schlechter als ihre Vorgänger in Bezug auf Verarbeitung und Langlebigkeit, mit Komponenten, die nach 20.000 Kilometern bereits eine Werkstattbesuch erfordern.
Wiederkehrendes Detail: Feijóo besitzt kein eigenes Auto
Zur technischen Kritik kam die persönliche hinzu, die am häufigsten geteilt wird. Seine Vermögenserklärung im Kongress enthält kein Fahrzeug, und er nutzt seit 34 Jahren einen Dienstwagen, den verfügbaren Daten zufolge. Der Vorwurf ist direkt: Wer sich in drei Jahrzehnten nie ein Auto kaufen musste, ist kaum in der besten Position, anderen zu sagen, wann sie ihr Auto wechseln sollen.
Er ist nicht die einzige Zielscheibe. Ein Teil der Öffentlichkeit erinnert an frühere Episoden, wie die Befürwortung finanzieller Sanktionen gegen Impfverweigerer während der Pandemie, und nutzt dies als Beweis für eine bestimmte Regierungsweise. Andere hingegen räumen ein, dass das Problem des alten Fahrzeugbestands real ist und dass ein so hohes Durchschnittsalter eine Belastung für Konsum und Emissionen darstellt. Hier hört der Unmut auf, rein emotional zu sein, und betritt diskussionsfähiges Terrain.
Umweltzonen: Dasselbe Ziel, aber ohne Hilfe
Im Schatten des Plan Renove liegt eine Paradoxie, die mehrere Autofahrer hervorgehoben haben: Beschränkungen für alte Autos existieren bereits und kamen vor den Hilfen. Madrid beschränkt die Einfahrt für Fahrzeuge ohne Plakette und hat vorgeschlagen, das Verbot sogar auf Anwohner auszuweiten. Für jemanden mit einem 15 Jahre alten Auto, der sich keines leisten kann, ist das genau das, was Feijóo vorschlägt, aber ohne jegliche Kompensation.
Daher stammt der Vorwurf der Zynismus, und daraus auch eine wiederkehrende Schlussfolgerung: Das Problem war nie das Alter des Autos, sondern dass die Menschen arm sind und neue Autos teuer. Jeder Plan, der diese Faktoren ändert, bleibt Propaganda auf Kosten anderer. Mit Zahlen auf dem Tisch ist der Spielraum des Plans eng. Niemand bestreitet, dass der Bestand altert; unklar ist jedoch, wer die Ablösung bezahlt und ob es ein effizientes Fahrzeug gibt, das ins Budget dessen passt, der heute ein Auto von 2005 fährt. Ohne diese Antwort bleibt der Vorschlag dort, wo er begann: eine Schlagzeile mit zwei fehlenden Zahlen, die der Hilfe und die des Autos.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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