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Fehlende Arbeitskräfte im Bausektor treiben die Immobilienpreise in Spanien
Der Arbeitskräftemangel im Bauwesen wird die Wohnungsproduktion drosseln und das Zugangsproblem verschärfen. Die Kosten für Einstellungen werden auf die Preise überwälzt.
Arbeitskräftemangel im Bauwesen lässt die Wohnungspreise steigen
Was passiert, wenn niemand mehr einen Stein auf den anderen setzen kann? Der Stein wird teurer. Bauträger, Bauunternehmen und Bauleiter warnen seit Monaten, dass der Mangel an Arbeitskräften im Bauwesen die Produktionskapazität für Wohnraum verringern und das soziale Problem des Zugangs zu Wohnraum verschärfen wird. Die Diagnose ist unter denen, die die Gebäude errichten, einhellig: Ohne Arbeiter keine Wohnungen, und ohne Wohnungen explodieren die Preise. Wer ohne Scheuklappen auf den Immobilienmarkt blickt, kommt zu dem Schluss, dass sich die gestiegenen Einstellungskosten früher oder später in höheren Preisen niederschlagen werden. Und das ist in einem Land, wo Wohnen bereits die größte Sorge der Familien ist, keine gute Nachricht.
Die Einstellungskosten werden auf den Endpreis überwälzt
Der Mechanismus ist einfach zu verstehen und schwer zu bestreiten. Wenn Personal fehlt, wird die Einstellung teurer. Diese Mehrkosten schluckt der Bauträger nicht aus reiner Nächstenliebe: Sie werden auf den Verkaufspreis überwälzt. Wer jetzt nicht etwas mehr zahlen will, muss später zu höheren Preisen kaufen. Neubauwohnungen haben zudem eine Marge, die für große Freuden nicht reicht: Die Preise im Neubau lassen höhere Löhne nicht zu, ohne den Endpreis anzupassen, und die Margen der Branche sind knapp. Die Quadratur des Kreises gibt es nicht: Entweder steigt der Preis, oder die Marge sinkt, oder es wird weniger gebaut. Und weniger zu bauen ist bei der bestehenden Nachfrage das perfekte Rezept dafür, dass der Preis trotzdem steigt.
Warum wird gesagt, dass im Bauwesen Arbeitskräfte fehlen?
Weil die Branche an Attraktivität verloren hat und keinen Nachwuchs findet. Das Bauwesen kann bei Arbeitskräften mit anderen Branchen schlecht konkurrieren, und die Arbeitsbedingungen helfen auch nicht. Manche halten das Kernproblem dafür, dass die Löhne im Bausektor nicht genug steigen, um Leute anzuziehen, und dass Sozialleistungen schlecht bezahlte Jobs unattraktiv machen. Das Argument ist diskutabel, verweist aber auf eine teuflische Spirale: Wenn sich die Arbeit zu den angebotenen Preisen nicht rechnet, bleiben die Stellen unbesetzt, und wenn sie unbesetzt bleiben, sinkt die Produktion. Die Folge ist in jedem Fall dieselbe: weniger Neubau und mehr Druck auf die bestehenden Preise.
Das Paradox, Arbeitskräfte zu holen, die selbst Wohnraum brauchen
Hier verwickelt sich die Debatte. Ein Teil der Analyse hält die Lösung darin, Arbeitskräfte aus dem Ausland zu holen, um die fehlenden Häuser zu bauen. Ein anderer Teil weist auf die Falle hin: Ein ankommender Arbeiter braucht sofort eine Wohnung, dazu Gesundheitsversorgung, eine Schule für seine Kinder und soziale Einrichtungen, die ebenfalls erst gebaut werden müssen. Das heißt, um jemanden zum Maurern zu haben, braucht es bereits gebaute Quadratmeter und Infrastruktur, die dieser Arbeiter mit Glück erst in Jahren errichten wird. Die Investition rechnet sich so betrachtet nicht. Das Ergebnis ist eine Spannung zwischen dem Bedarf an Arbeitskräften und dem Wohnungsbedarf, den genau diese Arbeitskräfte erzeugen.
Technologie als Ausweg und als Bedrohung
Während die Branche diskutiert, schreitet das industrialisierte Bauen voran. Manche erinnern daran, dass in anderen Ländern ganze Gebäude in Fabriken mit Computern und Robotern entstehen, und dass dies der Weg ist, die Abhängigkeit von Arbeitskräften zu verringern. Das Versprechen ist verlockend: weniger Maurer, mehr Maschinen. Aber die Industrialisierung kommt nicht morgen und löst das Preisproblem nicht kurzfristig. In der Zwischenzeit bleibt der Arbeitskräftemangel bestehen, und der Markt reguliert weiterhin über den Weg, über den er immer reguliert: den Preis.
Die Schlussfolgerung ist, so unbequem sie auch ist, die alte: Wenn niemand baut, gibt es weniger Wohnraum, und der vorhandene wird teurer. Man nennt es Arbeitskräftekrise. Der Geldbeutel wird es anders nennen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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