Fasten und Monodiäten: Weniger essen, um länger zu leben
Drei Kilogramm Golden-Äpfel an einem Tag. Am nächsten zwei Kilogramm Ananas. Danach ein Kilogramm Rinderhackfleisch, in seinem eigenen Fett gebraten, begleitet von zwei Litern grünem Tee. Dies sind Experimente, die jemand an seinem eigenen Körper durchgeführt haben will und aus denen er eine unbequeme Schlussfolgerung zieht: Weniger und einfacheres Essen fühle sich besser an und halte, so seine These, den vorzeitigen Tod fern. Der Verfasser warnt gleich zu Beginn, dass er weder Arzt noch Ernährungsberater sei und dass all dies, seinen eigenen Worten zufolge, «Laientheorien» seien.
Was man isst, wenn man wenig isst: Monodiäten und dreitägiges Fasten
Der Ausgangspunkt ist die Annahme, dass der menschliche Körper nicht für Gerichte mit sieben oder acht Zutaten gemacht sei. Ein Frühstück mit Gebäck und Röstkaffee, ein Mittagessen mit Schweineschnitzel, Alioli-Sauce, Pommes frites, Salat und Käsekuchen sowie ein spätes, schweres Abendessen: Diese Anhäufung fordere ab dem 30. Lebensjahr ihren Tribut. Die vorgeschlagene Alternative ist die Monodiät: nur ein einziges Lebensmittel, in freier Menge, über einen ganzen Tag hinweg. Und wenn das nicht ausreicht, dann Fasten. Drei Tage ohne feste Nahrung, maximal 200 Kalorien pro Tag in Form von Bouillon und Brühe, viel grüner Tee, Spaziergänge am Strand, Siesta und Wanderungen von 12 Kilometern. Die Bedingung dafür, dass es klappt, fügt er hinzu, sei, dass niemand zu Hause nervt und kein Chef Ergebnisse erwartet.
«Du bist nicht, was du isst, sondern was du assimilierst»
Das Argument mit der größten Resonanz ist das der Verdauungsinkompatibilität. Es wird vertreten, dass das Mischen verschiedener Lebensmittel bei einer Mahlzeit die Verdauung erschwere und die Verwertung ruinieren. Die Formulierung ist kategorisch: Du bist nicht, was du isst, sondern was du assimilierst, und eine Mischung werde sehr schlecht aufgenommen. Daher stammt das Beispiel mit Milch und Cola, das als hausgemachter Beweis dafür dient, was passiert, wenn Dinge zusammenkommen, die der Magen mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten verarbeitet. Keiner der Anhänger dieser These zitiert eine Studie zur Untermauerung; das Argument stützt sich vollständig auf eigene Erfahrung.
Intervallfasten 16/8: Weniger Stunden, nicht weniger Essen
Die weniger aggressive Variante des Weniger-Essens hat einen Namen und einen Zeitplan: 16 Stunden ohne Essen und 8 Stunden Essfenster, bekannt als 16/8. Es wird so erklärt: Wenn die Glykogenspeicher der Leber aufgebraucht sind, beginnt der Organismus, eigene Reserven zu verbrauchen, und zuerst verschwindet das Bauchfett. Wer es mehrfach praktiziert hat, beschreibt es als eine leicht durchzuhaltende Methode, weil sie keine Lebensmittel verbietet, sondern nur die Uhr einschränkt. Der Ansatz selbst präzisiert, dass innerhalb des Fensters «gegessen werden kann, was man will, ohne zu übertreiben».
Von 89 auf 73 Kilo ohne Zucker und verarbeitete Produkte
Hier hört die These auf, bloße Meinung zu sein. Ein konkreter Fall: Von Februar bis heute, von 89 auf 73 Kilo, ohne Schokolade, ohne Bier – das getrunken wurde alkoholfrei –, ohne Nachos mit Guacamole, ohne Kroketten und ohne Butterbrot. Zwei wöchentliche Sitzungen auf dem Heimtrainer à 40 Minuten als einzige Übung. Der Speiseplan enthält weiterhin Burger und Pasta mit Käse, und das erklärte Ziel liegt zwischen 1.700 und 2.000 Kalorien pro Tag. Das Frühstück beschränkt sich auf Obst. Seine Deutung lautet, dass das Problem nicht die Menge sei, sondern der Inhalt: Wer im Übermaß esse, nehme meist billige und stark verarbeitete Produkte zu sich.
Diejenigen, die Kekse essen und 97 Jahre alt werden
Jede These über Lebensverlängerung stolpert über Gegenbeispiele. Erwähnt wird eine Frau, die mit 94 Jahren täglich Kekse, gesüßte Joghurts und Schokolade aß, mittags einen Eintopf hatte und jetzt, mit 97, immer noch lebt, sowie ihre Schwester, 95, im selben Pflegeheim. Und frühere Generationen, die Brot, Speck, Wein und Tabak konsumierten und problemlos das 90. Lebensjahr erreichten. Die Erklärung, die an Gewicht gewinnt, ist nicht die Ernährung: Gene spielen eine Rolle, und die körperliche Arbeit des frühen Aufstehens und Bewiegens ganzer Vormittage tat den Rest. Die statistische Korrektur kommt von einem anderen Teilnehmer: Man sieht nur die Überlebenden, nicht die Geschwister, die auf dem Weg gestorben sind. In einer Zeit, in der fünf oder sechs Geschwister üblich waren, wurden nur einer oder zwei alt.
Der Energieverbrauch, der nicht mehr existiert
Die andere Hälfte des Problems ist nicht essbar. Die Überlegung lautet, dass ein Büro-Körper, sitzend, snackend und unter vier Wänden eingeschlossen, nicht dieselbe Menge assimilieren kann wie ein Körper, der zehn Stunden auf dem Feld arbeitet. Es wird angemerkt, dass manche diesen fehlenden Verbrauch durch Krafttraining und Spaziergänge kompensieren und langen aeroben Sport meiden, da er Muskeln verbrenne und den Stoffwechsel weiter senke. Die aufgezeigte Konsequenz ist gesellschaftlicher, nicht individueller Natur: Ein Leben voller Restaurants, Buffets und Tagesmenüs, mit Hotel-Frühstücken, die zusammen mit Mittag- und Abendessen auf rund 4.000 Kalorien kommen können, sei das perfekte Szenario für Krankheit.
BMI, B12 und die losen Enden
Hier teilt sich die Diskussion. Einerseits behauptet jemand, Fettleibigkeit lasse sich nicht mit dem Body-Mass-Index definieren, weil nicht alle Körper dieselbe Hüftstruktur hätten, und dass es kein «Fettleibigkeitsgen» gebe. Andererseits verzichtet jemand auf Fleisch und nimmt Vitamin B12 ein, weil, so seine Behauptung, ein Mangel Neuritis und Krämpfe verursache, obwohl seine Blutwerte makellos sind, abgesehen von einer zugrunde liegenden Hashimoto-Thyreoiditis. Dazwischen liegt der gemeinsame Verdacht, dass ein Fitnessstudio-Muskelkörper mit 6 % Körperfett kein gesunder Körper sei, nur ein gesünderer als ein adipöser. All dies basiert auf persönlicher Erfahrung, und nichts davon wird durch eine Studie belegt.
Damit steht die Sache genau dort, wo sie begonnen hat. Niemand liefert eine klinische Studie, Fälle von Langlebigkeit werden durch Gene oder Glück erklärt, und der einzige verfügbare Beweis ist der eigene Körper des Erzählenden. Weniger Essen scheint zu funktionieren. Warum es funktioniert, bleibt unbeantwortet.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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