F-18-Crash in Zaragoza: Kosten einer Flotte ohne Nachfolger

Ein F-18 der Ala 15 stürzt auf dem Luftwaffenstützpunkt Zaragoza ab, der Pilot wird leicht verletzt. Elf Hornets verloren und eine Flotte, die ohne Ersatz weiterfliegt.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

F-18-Crash in Zaragoza: Kosten einer Flotte ohne Nachfolger
F-18 stürzt in Zaragoza ab: Die Rechnung für den Flug ohne Nachfolger

Ein F-18 Hornet des Geschwaders Ala 15 ist innerhalb des Luftwaffenstützpunktes Zaragoza abgestürzt, wobei der Pilot sein Leben rettete. Das Flugzeug nicht. Die Daten rund um das Ereignis legen eine unbequeme Rechnung auf den Tisch: die einer Flotte, die mehr Betriebsstunden als empfohlen ansammelt und keinen klaren Nachfolger hat. Der Apparat fiel in einem unbewohnten Bereich des militärischen Geländes, ohne weitere Personenschäden als den leicht verletzten Piloten. Das verbreitete Video zeigt den Kampfjet, der fast senkrecht aufsteigt, bevor er abstürzt.

Es handelt sich um den Verlust eines Kampfflugzeugs, nicht eines Autos. Und das bringt die Diskussion auf zwei Ebenen, die selten berührt werden: Was kostet ein Hornet wirklich und was kostet es, ihn nicht rechtzeitig zu ersetzen?

Was über den F-18-Unfall in Zaragoza bekannt ist

Der Bericht über die Ereignisse ist kurz und im Wesentlichen übereinstimmend. Der Jet der Ala 15, stationiert in Zaragoza, landete auf dem Boden innerhalb der militärischen Anlage selbst, und der Pilot konnte sich mit dem Schleudersitz retten. Nach vorliegenden Daten beschränkt sich die menschliche Bilanz auf leichte Verletzungen, was bei einer Notlandung keineswegs üblich ist.

Die Sequenz im Video deutet auf einen Strömungsabriss nach einem steilen Steigflug hin, bei dem das Flugzeug keine Leistung hatte, um sich oben zu halten. Das entspricht jedoch keiner offiziellen Ursache: Was in der Kabine und im Motor passierte, bleibt ungeklärt.

Ein Detail verschärft die Sensationslust: Es wurde diskutiert, ob der Pilot das Flugzeug vor dem Ausstieg in eine weniger bewohnte Zone hätte lenken können. Die materielle Antwort lautet, dass der Jet innerhalb der Basis und in einem unbewohnten Gebiet abstürzte, sodass das Dilemma theoretisch bleibt.

Elf verlorene Hornets und 86 im Dienst: Die Bilanz der Flotte

Das Inventar lässt sich in Zahlen fassen. Von den 96 Hornets, die die spanische Luftwaffe (Ejército del Aire) erhalten hat — 72 EF-18 und 24 F/A-18A — sind noch 86 einsatzfähig, davon 66 EF-18 und 20 F/A-18A. Durch Unfälle gingen 2 EF-18A des Ala 12, 4 des Ala 15 und 3 F/A-18A des Ala 46 verloren, plus ein Gerät, das nach strukturellen Schäden ausgemustert wurde. Mit dem jüngsten Unglück steigt die Zahl auf 11.

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Zu dieser Historie kommt eine oft zitierte Statistik hinzu: Von den weltweit 11 registrierten Unfällen mit Eurofighter Typhoon haben 4 in Spanien stattgefunden. Viele Analysen schließen daraus, dass das Problem eher beim Wartungsstand als bei den Piloten liegt, auch wenn dies eine Hypothese und keine Diagnose ist.

Der andere Teil des Arguments ist geografischer und klimatischer Natur. Auf den Kanarischen Inseln, am Stützpunkt Gando, wartet man seit Jahren auf den Ersatz des Hornets durch den Eurofighter. Dieser Ersatz kommt nicht, während die Maschinen weiterhin Hitze, Salzluft und Calima (Saharastaub) ausgesetzt sind. Dass nicht mehr abstürzen, ist statistisch gesehen fast ein Wunder.

Wie viel kostet ein F-18 wirklich?

Hier schwanken die Zahlen. Die Schlagzeilenzahl spricht von 50 Millionen Euro, aber der aktualisierte Stückpreis seit 1986 wird mit 25 Millionen angegeben. Die Differenz ist kein Rechenfehler: Sie spiegelt die Lücke zwischen Anschaffungskosten, Unterhalt und den laufenden Modernisierungen wider.

In diesem Bereich gedeihen Spekulationen. Eine Version besagt, dass US-Hornets Software-Sperren und Passwörter enthalten, die Spanien regelmäßig gegen Zahlung an die USA erneuern muss, und dass der Absturz darauf zurückzuführen sei. Es gibt keine Beweise für diese Erklärung; sie sollte als das benannt werden, was sie ist: ein ungeprüfter Verdacht gegenüber einem Jahrzehnte alten Flugzeug.

Haltbar ist hingegen der Haushaltsvergleich. Die Verteidigungsausgaben liegen bei etwa 12 Milliarden Euro, und die zentrale Frage ist, ob dieser Betrag mit der alternden Flotte mehr als nur Flickwerk ermöglicht.

Dürfen Kampfjets über Ortschaften fliegen?

Die zitierte Vorschrift im BOE (spanisches Amtsblatt) ist eindeutig: Manöver von Kampfflugzeugen dürfen nicht höher als 300 Meter über den höchsten Punkten bergiger Gebiete fliegen und dürfen unter keinen Umständen Siedlungen ohne ausdrückliche Genehmigung überqueren. La Vanguardia berichtete über diesen Rahmen, der sogar für Proben von Paraden Genehmigungen verlangt.

Die Zweifel sind berechtigt, da der Stützpunkt Zaragoza nahe Wohngebieten, einem belebten Einkaufszentrum und dem Flughafen liegt. Die Maschinen überfliegen diese Bereiche regelmäßig. Dass das Gesetz es verbietet und die Route dort entlangführt, ist kein Widerspruch, erklärt aber, warum jeder Unfall in dieser Zone die Sorgen der Anwohner schürt.

Welches Risiko birgt die Rettung aus einem Kampfjet?

Die Flucht per Schleudersitz ist kein Sprungbrett. Es gibt Piloten, die sich geschleudert haben und Rückenmarksverletzungen erlitten, und ein Absprung bei Überschallgeschwindigkeit ist mit konventionellen Sitzen ohne Kapsel selten überlebbar. Das Bild eines kanadischen Instructors und seines dänischen Schülers nach der Rettung aus einem CT-155 Hawk im Jahr 2011 ist die Ausnahme, die bestätigt, wie glimpflich der aktuelle Fall ablief.

Eine kuriose Note liefert der Hersteller. Westliche Schleudersitze stammen alle vom selben Unternehmen, Martin Baker, und die Firma schenkt jedem, der sich schleudert, eine Krawatte. Ein Club mit lebenslanger Mitgliedschaft und eigener Kleiderordnung.

Die Entwarnung kommt von innen: Experten für diese Systeme betonen, dass Flugzeug und System wie geplant funktionieren und es eine Vereinfachung wäre, jeden Unfall auf bekannte mechanische Fehler zurückzuführen. Das mag stimmen, beantwortet aber nicht die Grundfrage.



Wenn der Austausch der Hornets im aktuellen Tempo weitergeht, wird die Flotte wahrscheinlich deutlich länger fliegen als geplant. Und das nächste Kapitel dieser Serie wird so geschrieben sein wie dieses: mit einem geretteten Piloten und einem zerstörten Flugzeug. Wann der Nachfolger kommt und zu welchem Preis pro Einheit, ist der Teil der Rechnung, den noch niemand unterschrieben hat.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (157 Antworten).

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