Ex-russischer Präsident droht Großbritannien mit Hyperschallraketen zu versenken
Die jüngste Drohung des ehemaligen russischen Präsidenten gegen Großbritannien hat die Debatte über die Glaubwürdigkeit des russischen Hyperschall-Arsenals und darüber neu entfacht, wer den Krieg tatsächlich eskaliert. Die als Eilmeldung verbreitete Botschaft verspricht, die Insel mit Hyperschallraketen zu versenken – eine Fähigkeit, von der Moskau vorgibt sie zu besitzen, die jedoch nie im Kampf bewiesen wurde. Die Reaktionen ließen nicht auf sich warten: von tiefster Skepsis bis hin zur Analyse, dass die Drohung eine Reaktion auf Fernangriffe sei, die laut einigen Experten die USA und das Vereinigte Königreich von ukrainischem Territorium aus auf russische Städte organisieren.
Was der Ex-Präsident gesagt hat und warum ausgerechnet jetzt
Die Ankündigung erfolgt vor dem Hintergrund eines langwierigen Krieges und wachsender westlicher Beteiligung. Der ehemalige russische Präsident, heute außerhalb des Kremls, aber mit ständiger medialer Präsenz, hat seine Interventionen zu einem Thermometer für die Hardliner-Linie gemacht. Die Drohung, Großbritannien mit Hyperschallraketen zu versenken, ist nicht neu in seinem Repertoire, aber der Zeitpunkt ist es: Er fällt mit den US-Wahlen und dem zusammen, was einige Analysten als eine Verlagerung der internationalen Aufmerksamkeit nach Asien beschreiben.
Einige behaupten, es handele sich um reine Propaganda. „Die Russen haben weniger Mut als die Iraner“, lautet eine der am häufigsten vertretenen Positionen, die davon ausgeht, dass Moskau keine direkten Maßnahmen gegen britisches Territorium ergreifen wird. Demgegenüber erinnert eine andere Strömung daran, dass Russland über ein nukleares Arsenal verfügt, das die Erde hunderte Male verbrennen könnte, und dass man gerade deshalb jede Drohung ernst nehmen sollte, so übertrieben sie auch klingen mag.
Die Hyperschallrakete: Was sie ist und was sie nicht ist
Die technische Diskussion hat einen großen Teil der Analyse eingenommen. Eine Hyperschallrakete ist nicht einfach nur eine schnelle Rakete: sie wird in großer Höhe gestartet, schaltet ab und dann übernimmt die Schwerkraft, was es ihr ermöglicht, zu manövrieren und die Flugbahn zu ändern, im Gegensatz zu klassischen ballistischen Raketen, die einer vorhersehbaren Parabel folgen. Diese Manövrierfähigkeit ist es, was die Abfangung so schwierig macht.
Doch von dort bis zum Versenken eines Landes ist es ein weiter Weg. Die Frage, die über der Analyse schwebt, ist, ob Russland wirklich etwas Großes in der Hinterhand hat oder ob sie, wie Skeptiker behaupten, dies bereits gezeigt hätten, wenn auch nur in Sibirien. Der Vergleich mit Hiroshima und Nagasaki fällt immer wieder: Die Bomben von 1945 waren nicht nur eine Waffe, sie waren eine Demonstration. Wenn Moskau eine einsatzbereite und zuverlässige Hyperschallrakete hätte, warum hat er sie dann noch nicht zur Schau gestellt?
Wer den Krieg eskaliert: Das Argument der Reaktion
Eine der fundiertesten Linien der Analyse besagt, dass die Drohung nicht aus dem Nichts kommt. Die USA und das Vereinigte Königreich organisieren angeblich Angriffe auf russische Städte mit weitreichenden Raketen, die aus der Ukraine gestartet werden, so diese Lesart, was die Drohung zu einer Reaktion statt zu einer grundlosen Aggression machen würde. „Das ist keine Drohung, das ist eine Tatsache, die gerade geschieht“, fasst diese Position zusammen, die offen fragt, was Russland tun sollte.
Die Gegenrede erfolgt sofort: Russland ist in die Ukraine einmarschiert und kann sich jederzeit zurückziehen. Das Argument, dass westliche Militärhilfe keine nukleare Eskalation rechtfertige, zieht sich durch viele Beiträge. Und dazwischen gibt es einen dritten Weg, der daran erinnert, dass Russland keinen formalen Krieg erklärt hat und technisch gesehen an einem fremden Bürgerkrieg teilnimmt, so wie die UdSSR und Deutschland in den 1930er Jahren in Spanien.
Der Ex-Präsident als dekorative Figur: Die institutionelle Grenze
Einer der hellsichtigsten Punkte der Analyse ist der institutionelle. Ein Ex-Präsident kann weder dem Verteidigungsministerium noch der Armee Befehle erteilen. Der Vergleich ist unvermeidlich: Es wäre, als würde ein ehemaliger spanischer Präsident ankündigen, dass Spanien Marokko bombardieren wird. Die Drohung hat daher einen propagandistischen Wert und dient dem internen Druck, besitzt aber keinen operativen Wert.
Das bedeutet nicht, dass sie harmlos ist. Der ehemalige russische Präsident fungiert als Sprachrohr der Hardliner und als Thermometer dafür, wie weit der Kreml bereit ist zu gehen. Seine Worte sind kein Angriffsplan, aber ein Signal. Und in einem Krieg, in dem Information eine weitere Waffe ist, muss dieses Signal kalibriert werden.
Der Kontext, den niemand bestreitet: Wahlen und Ablenkung
Unterdessen haben der US-Wahlkalender und die chinesische Agenda in Europa den Fokus verschoben. Das Gefühl, dass Pilingui und sein „militärischer Schrott“ niemandem mehr Beachtung schenkt, zieht sich durch die Analyse, die die Drohung als einen Schlag auf den Tisch interpretiert, um wieder Bedeutung zu erlangen. Das ist keine abwegige Lesart: Russische Drohungen gegen den Westen haben historisch als Verhandlungsinstrument gedient, nicht als Absichtserklärung.
Der Punkt, an dem die Analyse genau stecken bleibt, ist immer derselbe: Niemand weiß, ob die russische Hyperschallrakete eine echte Waffe oder nur Kulisse ist. Und solange es keinen Beweis gibt, bleibt die Drohung genau das: eine Drohung. Was in einem Krieg mit nuklearem Arsenal ebenfalls nicht unerheblich ist.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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