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Ex-Bürgermeister von Puigverd begeht Suizid nach Einstellung der Ermittlungen
Josep Solsona, ehemaliger Bürgermeister von Puigverd, tötet sich mit 43 Jahren, nachdem alle Anklagen gegen ihn eingestellt wurden.
Ex-Bürgermeister von Puigverd begeht Suizid nach Einstellung der Verfahren
Josep Solsona, der ehemalige Bürgermeister von Puigverd de Lleida, hat sich im Alter von 43 Jahren das Leben genommen. Dies geschah, nachdem die Staatsanwaltschaft die Einstellung des Verfahrens wegen angeblicher Belästigung seiner Tochter beantragt hatte, da sie den Vorwurf als „unwahrscheinlich“ einstufte, und nachdem alle Strafverfahren gegen ihn niedergeschlagen worden waren. Er hatte das Rathaus etwas mehr als ein Jahr zuvor verlassen, nachdem die Opposition einen Misstrauensantrag gestellt hatte. Der Mann war Mitglied von Junts und Lehrer.
Die Abfolge der Ereignisse, wie sie bekannt wurde, nährt das Unbehagen: zuerst die Anzeigen, dann die öffentliche Belastung, danach der Misstrauensantrag, später die Einstellung aller Verfahren. Und am Ende der Tod. Es gibt in keinem Abschnitt dieser Geschichte eine Verurteilung. Genau das ist der Punkt, der am meisten beunruhigt.
Was geschah mit den Anzeigen und warum wurden sie eingestellt?
Im vergangenen Februar beantragte die Staatsanwaltschaft die Einstellung des Verfahrens, in dem wegen angeblicher Belästigung seiner Tochter ermittelt wurde. Die Anklagebehörde hielt den Vorwurf für „unwahrscheinlich“. Daraufhin wurden alle Strafverfahren gegen ihn eingestellt. Die Nachricht über die Einstellung kam, nachdem er sein Amt durch einen Misstrauensantrag der Opposition bereits etwas mehr als ein Jahr zuvor verloren hatte.
Nach seinem Rückzug aus der Politik versuchte Solsona, als Grundschullehrer an einer ländlichen Schule wieder einzusteigen. Die Eltern der Schüler leisteten Widerstand. Dieses Detail, das scheinbar nebensächlich wirkt, wird in mehreren Analysen als der endgültige Schlag bezeichnet: Es reichte nicht aus, freigesprochen worden zu sein; das Umfeld blieb verschlossen.
Das kleine Dorf als parallele Strafe
Ein Faktor, der sich in den Bewertungen des Falls wiederholt, ist die Größe der Gemeinde. Puigverd ist ein Dorf mit etwa 1.500 Einwohnern. In einem solchen Umfeld löscht ein gerichtlicher Freispruch nicht das Gemurmel. Wer in einem kleinen Dorf gelebt hat, weiß, dass das entscheidende Urteil nicht immer das des Gerichts ist.
Es wird argumentiert, dass paradoxerweise eine Verurteilung Solsona einen Grund zum Kämpfen gegeben hätte: seine Unschuld zu beweisen. Der Freispruch hingegen ließ ihn ohne Erzählung zurück, um ins öffentliche Leben zurückzukehren. Das Dorf hatte sein eigenes Urteil bereits vor dem Richter gefällt.
Der politische Kontext: Junts, Gesetze zur Bekämpfung geschlechtsspezifischer Gewalt und die Belastung
Solsona war Mitglied von Junts (Junts per Catalunya) und hatte öffentlich kritische Positionen zu dem vertreten, was er als „Gender-Industrie“ bezeichnete. Nach den kursierenden Informationen kamen die Anzeigen wenige Monate nach diesen Äußerungen. Diese Tatsache hat die These einer Hexenjagd genährt, obwohl es keine gerichtliche Entscheidung gibt, die dies bestätigt.
Der Fall hat die Debatte über falsche Anschuldigungen und über den irreversiblen Schaden, den eine solche Beschuldigung im Leben eines Mannes verursacht, selbst wenn sie schließlich eingestellt wird, wiederbelebt. Auch über die Rolle der Parteien: Manche behaupten, Junts habe ihn fallen lassen, sobald er hinderlich wurde, während andere daran erinnern, dass er selbst dazu beigetragen hat, den rechtlichen Rahmen zu stützen, der ihm später zum Verhängnis wurde.
Was sagen die verfügbaren Daten?
Die überprüfbaren Elemente sind wenige und weisen alle in dieselbe Richtung: 43 Jahre alt, ehemaliger Bürgermeister, Misstrauensantrag vor etwas mehr als einem Jahr, Einstellung aller Strafverfahren, Widerstand der Nachbarschaft gegen seine Rückkehr in den Lehrberuf. Es gibt keine rechtskräftige Verurteilung, kein Urteil wegen falscher Anschuldigungen gegen die Klägerin, keine Entscheidung über den Misstrauensantrag.
Dies lässt den Fall auf unangenehmem Terrain: bei Fakten, die nicht vor Gericht kommen, aber dennoch zerstören. Die schwebende Frage ist nicht juristischer, sondern sozialer Natur. Was macht man mit einem Mann, den die Justiz für unschuldig erklärt, die Gemeinschaft aber weiterhin wie einen Schuldigen behandelt?
Der Abschluss, den niemand unterschreibt
Mit diesen Voraussetzungen ist es absehbar, dass der Fall auch medial in wenigen Tagen in Vergessenheit geraten wird. Die Familie bleibt mit der Trauer und dem Gefühl zurück, dass niemand für das Geschehene bezahlen wird. Und die grundlegende Debatte, diejenige über die Anzeigen, die zwar eingestellt werden, aber Leichen hinterlassen, bleibt genau dort offen, wo sie war.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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