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EU-Staatschefs greifen Sánchez wegen Massenregularisierung in Spanien an
Achtzehn EU-Länder kritisieren Sánchez' Massenregularisierung, Dänemark fordert Brüssel auf, die Folgen nach der Ceuta-Krise zu prüfen.
Achtzehn EU-Länder greifen Sánchez' Regularisierung an
Die spanische Migrationspolitik ist keine innere Angelegenheit mehr. Achtzehn europäische Länder haben ihre Unzufriedenheit über die Massenregularisierung illegaler Einwanderer, die die Regierung von Pedro Sánchez beschlossen hat, förmlich zum Ausdruck gebracht, und mehrere Staatschefs haben nachgelegt und der Regierung vorgeworfen, mit der Operation Wahlkapital schaffen zu wollen. Die dänische Ministerpräsidentin hat Brüssel gebeten, die Folgen dieser Regularisierung zu prüfen, während sich Österreich und Tschechien den Kritiken anschließen. Unmittelbarer Auslöser: der Migrationsdruck auf Ceuta.
Was Brüssel sagt und was die Partner fordern
Ursula von der Leyen hat Sánchez die Genervtheit eines Teils der Europäischen Union übermittelt. Die Europäische Kommission hat die dänische Bitte erhalten zu prüfen, welche Auswirkungen eine Regularisierung dieses Ausmaßes auf den gesamten Schengenraum hat, und mehrere Mitgliedstaaten gehen weiter: Sie fordern, die Aussetzung des Asylrechts in Krisensituationen wie der von Ceuta zu prüfen. Unter den Kritikern kursiert das Argument, eine breite Regularisierung wirke als Anziehungsfaktor und löse neue Ankünfte aus.
Der Konflikt hat auch eine wirtschaftliche Dimension, die man nicht aus den Augen verlieren sollte. Spanien gehört zu den Ländern mit den höchsten relativen Ausgaben für den Ingreso Mínimo Vital (spanische Mindestsicherung), laut den im Umfeld der Debatte genannten Zahlen über Frankreich und Deutschland, und die Hälfte der Empfänger dieser Leistung sind marokkanische Staatsangehörige. Die Erwerbsquote marokkanischer Frauen im erwerbsfähigen Alter liegt bei etwa 30 %, eine der niedrigsten in der Region. Das sind Zahlen, die ein Problem der Arbeitsintegration zeichnen, nicht nur der Grenzkontrolle.
Der Vorwurf des Wahlvolk-Austauschs
Die brisanteste Schlagzeile stammt vom Vox-Chef Santiago Abascal, der Sánchez als Kandidaten Marokkos in Spanien bezeichnet hat. Die Formulierung, die in Medien und sozialen Netzwerken Karriere gemacht hat, ist eine andere: Die Regierung sei bereit, die Bevölkerung auszutauschen, um an der Macht zu bleiben. Ein sozialistischer Abgeordneter soll laut veröffentlichten Berichten eingeräumt haben, dass hinter der Regularisierung das Ziel steckt, das Wählerverzeichnis zu verändern. Diese Behauptung sollte man mit der gebotenen Vorsicht behandeln: Es ist ein politischer Vorwurf, kein bewiesener Fakt, und die PSOE hat ihn nicht übernommen.
Manche halten die Rechnung für prosaischer: spanische Pässe, die die Tür zur europäischen Mobilität öffnen und nebenbei das Wählerverzeichnis aufblähen. Dagegen steht das Argument, die Regularisierung habe humanitäre Gründe und diene der Bekämpfung der Schattenwirtschaft. Der IWF bescheinigt, so die zitierten Lesarten, der spanischen Wirtschaft ein Wachstum auf Basis von Steuern, Einwanderung und Staatsausgaben – mit der impliziten Bestrafung derjenigen, die arbeiten.
Der Unmut, der nicht endet
Die Paradoxie, die die Angelegenheit durchzieht, ist schwer zu schlucken: Jahrelang wurden Regierungen wie die ungarische kritisiert, weil sie die Einwanderung stoppen, und jetzt gilt der Tadel demjenigen, der sie massenhaft regularisiert. Der Druck in den Zielländern muss groß sein, wenn sie lieber das Spiel neu mischen, als weiter wegzuschauen. Das Ergebnis ist vorerst ein zunehmend isolierter Sánchez im Europäischen Rat und eine Migrationspolitik, die nicht mehr innenpolitisch ist.
Abzuwarten bleibt, ob Brüssel ein Verfahren eröffnet oder ob alles bei einem Rüffel bleibt. Unter diesen Vorzeichen dürfte die Regularisierung am Ende von den europäischen Verhandlungen geprägt werden. Doch auf Prognosen in dieser Sache sollte man sich nie verlassen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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