Essig im Supermarkt: 17€ pro Liter statt 0,40€

Eigenmarken wie Essig oder passierte Tomaten kosten bis zu 40 Mal mehr als die selbstgemachte Variante.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Essig im Supermarkt: 17€ pro Liter statt 0,40€
Essig für 17€/Liter: Wenn die Eigenmarke nicht mehr günstig ist

Eine Flasche Haarglanz-Essig kostet bei Mercadona 3,60€. Das entspricht 17€ pro Liter. Der gleiche Effekt wird laut langjährigen Anwendern mit normalem Speiseessig erzielt, der etwa 0,40€/Liter kostet und dessen Geruch nach drei Minuten verfliegt. Vierzigmal teurer für eine ähnliche Säure und ein Etikett, das Kosmetik verspricht.

Daraus ergibt sich eine anhaltende Debatte: Wo liegt die Grenze zwischen der Eigenmarke, die den Warenkorb verbilligt, und dem verarbeiteten Produkt, das sich mit Premium-Preisen einschleicht? Die Eigenmarke ist nicht mehr automatisch gleichbedeutend mit billig, und die Berechnungen genauer Verbraucher lassen wenig Zweifel offen.

Passierte Tomaten, Sardellen und Nüsse: Der Preis pro Kilo

Der Trick besteht darin, den Preis pro Kilo zu vergleichen, nicht den des Verpackungsformats. Passierte Tomaten von Consum (in Valencia Eroski) kosten über 11€/Kilo. Beim Gemüsehändler um die Ecke sind es 0,80€/Kilo, und man reibt sie selbst. Kleine Dosen Sardellen in Essig erreichen 25€/Kilo; das Viertel-Kilo-Format kostet 18€. Auf dem Markt bekommt man zwei Kilo für 3€ plus einen Euro für Öl und Essig.

Die Liste geht weiter: Walnuss- und Mandel-Toppings für 1€, die beim Händler nicht über 0,20€ hinausgehen; geriebener Käse im Beutel, dessen Komfort – wie zugegeben wird – teuer bezahlt wird; Eiweiß aus der Flasche; „frisch gepresster“ Zitronensaft, der seit Monaten abgefüllt ist; fertige Tortilla de Patatas. Ein natürlicher Saft mit nur 10% Konzentrat rundet das Bild ab.

Rechtfertigen Komfort und Zeit den Aufpreis?

Hier kommt der Gegenpunkt ins Spiel. Nicht jeder hat einen Garten, einen Markt in der Nähe oder zwei Stunden Freizeit. Komfort kostet Geld, und wer keine Zeit hat, zahlt dafür. Dies ist das Argument jener, die behaupten, der Aufpreis sei eigentlich der Kauf von Zeit.

Die Entgegnung basiert auf der Kalkulation: Ein Kilo Sardellen von Hand putzen dauert eine Viertelstunde. Dafür 25€ zu zahlen, bedeutet, die eigene Arbeitsstunde zum Chirurgen-Tarif abzurechnen. Die andere Antwort zielt auf die Ausrede der Zeitlosigkeit: Diejenigen, die am meisten über Zeitmangel klagen, erledigen laut Kritikern tagsüber am wenigsten.

Wo bleiben die Rabatte von 30% bis 50% für kurze Mindesthaltbarkeit?

Parallel dazu ein weiterer Sparweg: Rabatt-Aufkleber für Produkte mit kurzem Ablaufdatum. Diese findet man bei Día, Consum/Eroski, Simply (Fleisch, Frischkäse, Joghurt, Geflügel), Bonarea, Alcampo und Lidl, wo es zudem eine Ecke mit reduzierten Waren gibt. Bei Carrefour wurden Putenbrust-Trays mit wenigen Tagen Restlaufzeit zum Einzelpreis gesehen, wobei das Kilo ursprünglich 7,20€ kostete. Manche haben Hähnchenfleisch für 0,50€ pro Kilo gekauft.

Der Haken daran: Nicht alles lohnt sich. Fertige Salate und bestimmte verarbeitete Produkte sind auch reduziert nicht empfehlenswert. Und das Etikett erscheint nicht immer erst am Tag vor dem Ablauf; manchmal gibt es eine Woche Vorlauf. Die vollständige Aufschlüsselung Format für Format zeigt, wo das wahre Sparpotenzial liegt.

Joghurt einen Monat über dem Datum: Gewölbter Deckel als Warnsignal

Das Thema hat sich auf Milchprodukte ausgeweitet. Es kursieren Berichte über Joghurts, die einen Monat nach dem MHD verzehrt wurden, und Shakes mit sechs Monaten Verzug, die angeblich einwandfrei waren. Die implizite Frage lautet: Wie viele Konservierungsstoffe sind dafür nötig?

Man sollte Anekdoten vom Protokoll trennen. Das wiederkehrende Alarmzeichen ist der gewölbte Deckel – auch bei Frischkäse: Hier besteht Gefahr. Ohne dieses Symptom öffnen, riechen und probieren viele Nutzer. Selbstgemachter Joghurt aus dem Joghurtbereiter hält zwei bis drei Wochen, und wer ihn herstellt, prüft selten, wie lange er noch länger haltbar wäre.

Was sich lohnt, selbst zu machen

Es gibt eine Kerngruppe von Produkten, bei denen die Eigenherstellung klar gewinnt. Pizzateig kostet verpackt etwa 2€ pro 250 Gramm, während er selbst gemacht nur ca. 0,50€ kostet. Reisdrink sinkt von 1,40€ auf 0,70€ pro Liter. Ein Dutzend Churros am Sonntag kostet 3,60€, und die Churrera amortisiert sich in weniger als einem Monat. Energie-Riegel aus dem Reformhaus (1,50€ pro Stück) lassen sich durch eine Version mit Müsli und Nüssen ersetzen.

Auch Brot – das große Ärgernis der Bäckerei-Boutiquen verdient ein eigenes Kapitel –, Turrón-Joghurt, frittierte Tomatensoße und sogar Backfarben, die aus Spinat, Petersilie oder Paprika gewonnen werden. Die Grenze setzt die Chemie: Selbstgemachter Blätterteig hat seine Tücken, und manche geben zu, dass es günstiger ist, ihn zu kaufen.



Der Unterschied liegt nicht bei einer bestimmten Kette, sondern in der Logik: Je mehr Zwischenhändler, Verpackung und Komfort, desto höher der Kilopreis. Mit diesen Zahlen vor Augen schreibt sich die结论 fast von selbst: Manche Produkte kosten mehr als das Vierzigfache ihrer hausgemachten Version und werden trotzdem als Basisartikel verkauft. Die Marke setzen am Ende Sie selbst.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (212 Antworten).

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