Erstes Date in Madrid: Kosten zwischen 50 und 58,60 Euro

Ein Abendessen für zwei im Stadtviertel (39 €) plus zwei Kinokarten: Das erste Date in Madrid kostet je nach Wochentag und Kino zwischen 50 und 58,60 Euro.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Erstes Date in Madrid: Kosten zwischen 50 und 58,60 Euro
Abendessen und Kino in Madrid: 50 bis 58,60 Euro fürs erste Date

Ein erstes Date in Madrid kostet, mit der Rechnung in der Hand, zwischen 50 und 58,60 Euro. Die Aufschlüsselung ist reine Buchhaltung: 39 Euro für ein Abendessen zu zweit in einem Restaurant im Stadtviertel und der Preis des Kinos an diesem Tag. Die Arithmetik ist unbestritten; die Strategie nicht. Manche behaupten, 60 Euro sind schnell weg, mit dem Risiko, dass am Ende nichts dabei herauskommt, während andere entgegnen, dass man keinen einzigen Euro ausgeben muss, wenn das Gegenüber wirklich interessiert ist.

Die Aufschlüsselung: 39 Euro fürs Essen und bis zu 9,80 pro Karte

Das Grundbudget besteht aus zwei Posten. Das Abendessen für zwei Personen in einem Restaurant im Stadtviertel wird auf 39 Euro geschätzt. Der Kinobesuch hängt vom Tag ab: Die Eintrittskarte kostet 5,50 Euro an Montagen und Nicht-Feiertags-Mittwochen, 8,50 Euro an Dienstagen und Donnerstagen sowie 9,80 Euro an Wochenenden und Feiertagen. Daraus ergeben sich drei Szenarien: 50 Euro am „Tag des Zuschauers“, 56 Euro an einem Werktag und 58,60 Euro am Wochenende. Die günstigen Vorführungen liegen zu Beginn der Woche, wenn Sparfüchse ihre Berechnungen anstellen.

Transportkosten und Getränke fehlen, denn niemand nimmt sie in die Tabelle auf. Und es gibt Stimmen, die den Ausgangswert bezweifeln. Es wird argumentiert, dass 60 Euro für zwei billige Portionen und zwei Getränke in einer lokalen Taverne reichen, aber nicht für zwei Burger mit Getränk in einem gut bewerteten Burger-Restaurant. Der Einwand, direkt formuliert, lautet: Das sei kein echtes Abendessen.

Wer zahlt die Rechnung: Vom 50%-Splitting bis zum Test durch die Toilette

Die scheinbar mehrheitliche Haltung ist das Teilen: Jeder zahlt seinen eigenen Anteil. In der Praxis passiert dies jedoch selten. Das häufigste Argument besagt, dass eine unbekannte Person zum Essen einzuladen Bedürftigkeit ausstrahle und wer zahlt, etwas im Gegenzug erwarte. Je höher die Rechnung, desto länger dauere es, bis eine Geste der Erwiderung kommt, so diese Sichtweise.

Es gibt eine Taktik, die in 80 % der Fälle als effektiv beschrieben wird: Die Rechnung verlangen, zur Toilette gehen und beim Zurückkommen prüfen, ob bereits bezahlt wurde. Die Erzählung besagt, dass Frauen sich verpflichtet fühlten, zurückzuzahlen, wenn sie zahlten, obwohl der Autor dieser Strategie es vorzog, sich nachmittags auf einen Kaffee zu treffen und dort ebenfalls zahlen zu lassen. Die Ausgabe auf die andere Seite zu verlagern, verändert laut dieser Ansicht die Anreizstruktur des Abends grundlegend.

Der gegenteilige Warnhinweis ist ebenso deutlich: Wenn du ihr gefällst, akzeptiert sie alles und erwartet nichts; wenn du ihr nicht gefällst, ist es egal, wie viel du ausgibst, denn das Geschenk wird trotzdem angenommen und ändert nichts. Das Label Pagafantas – jemand, der zahlt und auf eine Gegenleistung wartet, die nie kommt – schwebt über der gesamten Diskussion und dient am häufigsten als Warnung.

Geteiltes Bier und 5 Euro pro Kopf: Die Low-Cost-Methode

Im Gegensatz zum Abendessen steht das günstige Szenario: Zwei kleine Biere („Cañas“) pro Person, geteilt, etwa 5 Euro pro Person, und das gewünschte Ergebnis in 70 % der Fälle, laut der persönlichen Bilanz dessen, der es praktizierte. Der operative Rat: Sich um 18 oder 19 Uhr treffen, Bier trinken, lachen und schauen, ob die Chemie stimmt; wenn nicht, geht man nach Hause. Wenn ja, hat man noch Zeit zum Essen.

Eine weitere Variante derselben Ersparnis: Nach Hause einladen, Tiefkühlpizza in den Ofen, Film schauen und dann sehen, was passiert. Restaurants kommen erst infrage, wenn man schon eine feste Beziehung führt. Und das Kino ist in dieser Linie der schlechteste Ort überhaupt für ein erstes Date; seine einzige Verteidigung ist nostalgisch, nämlich dass man früher dorthin ging, um fast alles außer den Film zu machen. Das Überlebens-Menü, das die Liste vervollständigt, umfasst ein in Alufolie eingepacktes Sandwich, Supermarkt-Biere und eine öffentliche Bank, mit dem Park als letztem Ziel.

Die Opportunitätskosten, die nicht auf der Rechnung stehen

Die reale Rechnung enthält unsichtbare Posten: Die Zeit für vorherige Gespräche, die Wochen der Nutzung der Dating-App, das Abonnement, Benzin und das Auto, um das Date abzuholen, sowie alle unerwarteten Ausgaben danach. „Die Kosten in Zeit. Zeit, die man besser damit verbringen würde, seine Bildung oder sein Aussehen zu pflegen“, fasst eine der wiederkehrenden Aussagen zusammen.

Es gibt auch gesammelte Erfahrung vor Ort. Ein konkreter Fall beläuft sich auf 20 Euro Fast Food und 10 Euro Benzin, wobei das Auto im Sommer als improvisierter Schauplatz diente. Eine Schlussfolgerung, der viele zustimmen: Dates hinterherzulaufen kostet Geld und mentale Gesundheit, und das Ergebnis lohnt sich nicht immer. Die von dieser Gruppe vorgeschlagene Alternative ist, das Budget für sich selbst auszugeben, Prüfungen zu bestehen und für den Urlaub zu sparen.

Der Vergleich mit bezahltem Sens

Die unbequemste Schlussfolgerung stellt die direkte Bezahlung als Konkurrenz zum Date dar. Bei 60 Euro für das Abendessen und ohne Garantie auf eine Gegenleistung behauptet ein Teil der Kommentare, dass der kommerzielle Weg billiger sei und weniger Unsicherheit biete, und beziffert das gesamte Treffen auf denselben Betrag. Andere erwidern, dass diese Logik die Beziehung in eine Transaktion verwandle und dass die Mehrheit das nicht suche, sondern einfach Spaß haben wolle.

Die Zusammenfassung dieser Gegenströmung ist fast ein Urteil: Wer bei jedem Abendessen den Return on Investment berechnet, hat ein Problem mit der Einstellung, nicht mit dem Budget.



Mit diesen Zahlen ist es vorhersehbar, dass das Low-Cost-Date – Bier, Spaziergang und Zuhause – unter denen unter 30 Jahren an Boden gewinnt. Aber Vorsicht ist geboten: Jede Erfolgsbilanz in der Diskussion ist parteiisch und kann nicht überprüft werden. Die einzige verifizierbare Zahl bleibt der Kinopreis.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (230 Antworten).

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