Er zahlte 270.000 Euro für unbegrenzte Flüge: 12.000 Flüge später

Tom Stuker zahlte 290.000 Dollar für einen United-Lebenslangpass: 12.000 Flüge in 34 Jahren, davon 373 und 21 Millionen km im Jahr 2019

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Er zahlte 270.000 Euro, um ein Leben lang zu fliegen: 12.000 Flüge später

Lohnt es sich, im Voraus für alle Flüge zu zahlen, die man im Leben machen wird? Tom Stuker hat es getan. Er kaufte United einen lebenslangen Pass für 290.000 Dollar — rund 270.000 Euro zum damaligen Kurs — und seither ist er nicht mehr aus dem Flugzeug ausgestiegen. Er ist mehr Kilometer geflogen als jeder andere Mensch, verteilt auf 12.000 Flüge in 34 Jahren.

Die Zahl, die die Sache zusammenfasst, ist nicht diese, sondern die von 2019: 373 Flüge in zwölf Monaten und 21 Millionen Kilometer, so die in der Debatte zitierte Zählung. Hätte er all diese Tickets zum Marktpreis gekauft, wäre die Rechnung 2,44 Millionen Dollar hoch gewesen. Sein Lieblingssitz ist 1B in der First Class, und darin liegt ein guter Teil der Erklärung, warum sich das Geschäft für ihn rundum gelohnt hat.

Wie viele Kilometer kann man in einem Jahr fliegen?

Hier taucht der erste Haken der Geschichte auf. Die 21 Millionen Kilometer von 2019 entsprechen etwas mehr als eineinhalb Mal um die Welt pro Tag, oder 57.000 Kilometern täglich nach den kursierenden Berechnungen zu diesen Daten. Bei einer Reisegeschwindigkeit von 1.000 Kilometern pro Stunde bräuchte man 21.000 Flugstunden, um sie zurückzulegen, und ein Jahr hat nur 8.760 Stunden. Die Rechnung geht hinten und vorne nicht auf.

Auch die Gleichsetzung mit sechs Reisen zum Mond, die einem einzigen Jahr zugeschrieben wird, passt nicht ganz, ebenso wenig wie die 12.000 Flüge in 34 Jahren einen Schnitt von fast einem Flug pro Tag ergeben. Wenn die Arithmetik hakt, sollte man die ganze Meldung lesen: Die große Zahl, mit der hantiert wird, ist die über mehr als drei Jahrzehnte angesammelte, nicht die eines einzelnen Jahres. Und im Hintergrund bleibt die unbequeme Frage, die jemand auf den Tisch gelegt hat: der CO2-Fußabdruck einer solchen Flugleistung.

Die Meilen: wo das eigentliche Geschäft steckt

Der Pass amortisiert sich nicht allein über den Sitz. Jeder Flug bringt Vielfliegermeilen, und darin liegt die eigentliche Rendite. Über die Airline eingelöst, sind daraus Hotelsuiten auf der halben Welt geworden, wochenlange Crystal-Kreuzfahrten und Essen in Luxusrestaurants von Perth bis Paris. Der Reisende zahlt nicht nur kein Ticket: Er bekommt sogar in Naturalien dafür, dass er fliegt.

Diese Mechanik erklärt, warum jemand Hin- und Rückflüge bucht, ohne das Flugzeug zu verlassen. Das ist kein Tourismus, das ist Anhäufung. Wer behauptet, der Pass sei eine zehnfach vervielfachte Investition, liegt nicht falsch: Bei 2,44 Millionen Dollar Ticketwert in einem einzigen Jahr misst sich die Rendite des Anfangskapitals in Vielfachen.

Ist First Class ein Luxus?

Hier bricht der Konsens. Eine Fraktion ist sich sicher: First Class hat nichts mit Economy zu tun. Ein Sitz, der sich in ein Bett verwandelt, reichlich Platz, ein Degustationsmenü, Whisky und Wein nach Belieben, VIP-Lounges, Transfer vom Hotel und Sicherheitskontrolle über einen eigenen Zugang. Man steigt aus dem Flugzeug wie aus dem Bett.

Der Einwand ist ebenso einfach. Es ist immer noch ein Flugzeug. Turbulenzen, Starts, Landungen und Stunden in der Metallröhre, so viel Champagner auch an Bord sein mag. Manche fügen hinzu, 35 Jahre so seien eine Strafe, andere entgegnen, der First-Class-Passagier genieße die Reise und nicht das Ziel. Die Diskussion endet, wo sie immer endet: dabei, wie viel jeder aushält.

Die „angemessene Nutzung“, die niemand aufschrieb

Der juristische Punkt ist der saftigste. Ein Teilnehmer behauptet, keine Klausel des Passes habe die Zahl der Flüge begrenzt; heute würde jede Flatrate einen Zusatz zur angemessenen Nutzung enthalten, gerade um Fälle wie diesen zu vermeiden. Damals, so diese Lesart, gab es ihn nicht, und die Airline schluckte 373 Jahresflüge eines einzigen Kunden, ohne etwas vorbringen zu können.

Das Muster, so mehrere Berichte im Thread, wiederholt sich in anderen Branchen: Banken, die Fehlkäufe monatelang erstatten, ohne sie zurückzufordern, Geldautomaten, die 50-Euro-Scheine ausgeben, wo 20 fällig waren, Hotelketten, die Punkte hundertfach gutschreiben und Jahre kostenloser Aufenthalte verschenken. Wenn das System zugunsten des Einzelnen versagt, gibt es fast nie einen Weg zurück. Die Formel ist auch nicht neu: Unbegrenzte Abos laufen seit Jahrzehnten bei der Bahn unter der Bezeichnung Rail Pass, und ein Reisender aß sogar ein Jahr lang kostenlos, indem er ununterbrochen Flüge stornierte, wie La Vanguardia berichtete.

Das Kleingedruckte jeder Flatrate

Die kommerzielle Sarracena ist einfach: Wer ein unbegrenztes Angebot ohne schriftliche Grenzen verkauft, verschenkt Geld. Die Airline legte den Umfang nicht fest, der Kunde saugte es aus und das Ergebnis ist ein Fall, der eher wegen dessen, was er über den Vertrag verrät, studiert wird als wegen der Kilometer. Jede Flatrate findet am Ende ihren intensivsten Nutzer.

Zwölftausend Flüge später ist die berechtigte Frage nicht, ob sich der Pass gelohnt hat. Sondern ob der Mann je irgendwo ankam, wo nicht der Flughafen war.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (104 Antworten).

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