Elendquartiere in Loma Colmenar: Migranten zahlen bis zu 100 Euro pro Nacht

In Ceuta (Spanien) werden „Patera-Wohnungen“ und Garagen gemeldet, in denen Migranten bis zu 100 Euro pro Nacht zahlen müssen. Anwohner fordern ein Einschreiten gegen das Profitieren aus der Not.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Anwohner von **Loma Colmenar** in **Ceuta** (Spanien) berichten, dass neu angekommene Migranten in Wohnungen und Garagen bis zu **100 Euro** pro Nacht zahlen müssen. Die Nachbarschaftsvereinigung fordert eine Untersuchung darüber, wer sich an der Not dieser Menschen bereichert.

## „Patera-Wohnungen“ und Garagen als Geschäft

Im Viertel **Loma Colmenar** in **Ceuta** ist eine besorgniserregende Anzeige über die Nutzung von „Patera-Wohnungen“ und Garagen zur vorübergehenden Unterbringung von Migranten aufgekommen. Nach Angaben der Anwohner werden von Menschen, die gerade in der Stadt angekommen sind, Summen von bis zu **100 Euro pro Nacht** verlangt. Die Situation verschärft sich dadurch, dass selbst für einen einfachen „Platz“ in einer Garage, hinter geparkten Fahrzeugen, bis zu **15 Euro** verlangt worden sein sollen. Die Nachbarschaftsvereinigung der **317 VPO**-Wohnungen (Sozialwohnungen) des Viertels hat ihre Stimme erhoben und dabei direkt bestimmte Blöcke wie die **8, 5 und 2** sowie die Garagen der Blöcke **1, 2, 4, 5 und 6** benannt. Der Unmut ist spürbar, denn einige Anwohner berichten, dass es Menschen gibt, die sich die Verzweiflung von Personen zunutze machen, die mit falschen Versprechen von Papieren hereingelegt wurden.

## Ein Geschäft, das von der Krise profitiert

Diese Praxis, die sich offenbar über **Loma Colmenar** hinaus ausbreitet, findet in einer Zeit hoher Anspannung in **Ceuta** statt, nachdem es eine beispiellose Migrationskrise gegeben hat. Viele Migranten suchen vorübergehend Unterschlupf, um den Sicherheitskräften zu entgehen, die Identifizierungseinsätze durchführen. Die Preise variieren, doch die Aussagen deuten auf Beträge wie **100 Euro für drei Nächte** oder für eine einzige Nacht hin, je nach Raum und Umständen. Das Ziel derer, die auf diese improvisierten Unterkünfte zurückgreifen, ist klar: abwarten, bis die Polizeipräsenz nachlässt, bevor sie über ihre nächsten Schritte entscheiden – sei es der Versuch, an die Grenze zurückzukehren, oder die Suche nach anderen Wegen. Dass es keine unabhängige Überprüfung darüber gibt, wer hinter diesen Angeboten steckt und wie viele Menschen sie nutzen, verleiht der Lage einen Schleier der Intransparenz.

## Der Druck auf die Nachbarschaft

Die Beschwerde der Nachbarschaftsvereinigung der **317 VPO**-Wohnungen fügt einem Viertel, das ohnehin unter dem Druck der jüngsten Ereignisse lebt, eine weitere Ebene der Komplexität hinzu. Die Anwohner fordern ein sofortiges Eingreifen der Behörden, um diese Praktiken zu untersuchen und zu beenden. Sie verlangen, dass diejenigen identifiziert werden, die diese Räumlichkeiten herrichten und sich an der extremen Lage von Menschen bereichern, die unter sehr schwierigen Umständen nach **Ceuta** gekommen sind. Währenddessen versucht die Stadt, zur Normalität zurückzufinden, doch die Geschichten von Tausenden Menschen, die auf Straßen, in Hauseingängen und Garagen ausharren, prägen weiterhin den Alltag.

Auch verfügbar auf: English

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (4 Antworten).

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