Elektrogrills: 2.000 W für das, was eine Pfanne längst kann

Ein Elektrogrill für 39 € mit 2.000 W verspricht beidseitiges Anbraten, doch Fettreinigung und Rauch entscheiden, ob er im Schrank landet.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Elektrogrill: 2.000 W für das, was eine Pfanne längst kann

Ein Gerät für 39 Euro, eine Heizschleife mit 2.000 Watt und ein Versprechen: von beiden Seiten gleichzeitig anbraten. Der Elektrogrill von Lidl, der an einem Samstag Ende März 2015 in den Verkauf geht, kommt mit der üblichen Frage am Gehäuse: Ist er ein Küchenwerkzeug oder ein Scharnier-Gadget, das irgendwann hinten im Schrank landet? Die Antwort hängt, so sagen es diejenigen, die ihn zu Hause hatten, von einer einzigen Variablen ab: wie viel Fett man zu reinigen bereit ist.

Was das Gerät bietet und was man von ihm verlangen kann

Das Lidl-Modell ist ein Hybrid: Kontaktgrill und Sandwichmaker in einem Gehäuse. Es schließt sich über das belegte Brot, röstet es oben und unten, und nach zwei Minuten ist das Brot knusprig. Da sind sich die meisten einig: Für Sandwiches und zum Auffrischen von altbackenem Brot funktioniert er. Eines der überzeugendsten Zeugnisse berichtet von fünf Jahren täglicher Nutzung eines Vorgängermodells, optisch anders, aber mit derselben Logik: 2.000 Watt, Thermostat, nutzbare Restwärme und eine Krümelreinigung, die ohne Drama über die Bühne geht.

Das Problem taucht auf, wenn es vom Toast zum Fleisch geht. Das Scharnier, die Ränder und die Rillen sind die Schwachstelle: Der Fleischsaft läuft durch und das Fett backt fest. Dann beginnt der Ärger. Manche haben ihn deshalb gleich weggeschmissen. Andere halten dagegen, dass die Auffangschale die Flüssigkeit gut auffängt und sich leicht entnehmen lässt – die Erfahrungen gehen also weiter auseinander, als jede Broschüre zugibt.

Lohnt sich ein Elektrogrill gegenüber einer Pfanne?

Der ehrliche Vergleich ist nicht Grill gegen Pfanne, sondern Grill gegen eine Bratplatte für den Herd. Eine Platte, die auf dem Ceran- oder Induktionsfeld liegt, kostet weniger, braucht weniger Platz, ist im Handumdrehen geputzt und fügt dem Haushalt kein weiteres Gerät hinzu. Das Argument für den Grill ist konkret: Er brät beide Seiten gleichzeitig, was bei Koteletts und dickerem Fleisch das Wenden und den Wärmeverlust erspart.

Beim Geschmack fällt das Urteil lau aus. Kein Wunder: Das Fleisch bekommt Röstaromen, aber keinen Rauchgeschmack. Wer den Charakter von Glutkohle sucht, wird ihn hier nicht finden. Wer Schnelligkeit sucht und nicht die ganze Küche aufheizen will, schon.

Verbrauch und Rauch: Was das Etikett verschweigt

2.000 Watt ist die Zahl, die immer wieder fällt. Kein Sparschwein unter den Geräten, aber die echte Rechnung hängt von der Zeit ab: Ist das Steak in vier Minuten fertig, sind die Kosten pro Nutzung gering. Das Problem sind Rauch und Geruch in einer geschlossenen Küche. Deshalb holen ihn mehrere Nutzer für Garnelen und Sardinen auf die Terrasse, und deshalb gewinnt die Variante mit einer Wasserwanne unter dem Rost an Boden: Das Fett tropft in die Flüssigkeit, und der Rauch verschwindet fast völlig.



Die Frage, die in der Luft bleibt, ist nicht, ob das Gerät funktioniert, sondern wie oft man es im Jahr aus dem Schrank holt, bevor die Putzfaulheit das Rennen macht.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (18 Antworten).

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