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El Ejido: Agrarreichtum und soziale Spaltung in Spanien
Das Agrarwunder von El Ejido in Südspanien verbirgt menschenunwürdige Unterkünfte und soziale Spannungen. Die Zuwanderer, die die Gewächshäuser am Laufen halten, leben unter unzumutbaren Bedingungen.
El Ejido: Europas Agrarmotor mit prekären Unterkünften im Gepäck
El Ejido ist das Herzstück des intensiven Gemüseanbaus in Europa. Jeden Winter füllen die Gewächshäuser der Region die Supermärkte des Kontinents mit Tomaten, Paprika und Gurken. Doch das Agrarwunder hat eine Kehrseite: die Arbeiter, die es möglich machen und in Siedlungen und umgebauten Hallen leben – unter Bedingungen, die nicht zum Reichtum passen, den sie schaffen.
Die Gewächshauswirtschaft kommt ohne zugewanderte Arbeitskräfte nicht aus. Doch der Mangel an menschenwürdigem Wohnraum und die prekären Arbeitsbedingungen machen die Region zu einem Pulverfass. Wer die Orte am Cabo de Gata und in El Ejido bereist, stößt auf eine unbequeme Realität: Überbevölkerung, Armut und ein zerbrochenes Zusammenleben.
Die einen halten Zuwanderung für eine Notwendigkeit des Sektors, die anderen glauben, dass das Modell Arbeit importiert, aber keine Menschen. Das Ergebnis ist eine sichtbare Spaltung in Roquetas de Mar und El Ejido, wo die Spannungen mit jedem Zwischenfall steigen.
Auch die institutionelle Antwort hilft nicht weiter. Regularisierungspolitik und fehlende Kontrolle lassen den spanischen Staat im Niemandsland zurück. Für die einen greift die Justiz zu spät ein und begünstigt Straflosigkeit; für die anderen liegt das Problem in einem Wirtschaftssystem, das die Arbeiter ausbeutet, ohne ihnen etwas dafür zu bieten.
Währenddessen exportieren die Gewächshäuser weiter. Und die Frage bleibt unbeantwortet.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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