Einäscherung oder Beerdigung: Das Bestattungsgeschäft und das ablaufende Grabnischerecht

Manche behaupten, hinter der ewigen Grabstätte verberge sich Kleingedrucktes über 99 Jahre, und die Gemeinden vermieten für weniger. Einäscherung oder Beerdigung – das Geschäft mit dem Tod ruht nie.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Einäscherung oder Beerdigung: Das Bestattungsgeschäft und das ablaufende Grabnischerecht
Einäscherung oder Beerdigung: Was die Grabnische Ihnen verschweigt

Die Wahl zwischen Einäscherung und Beerdigung scheint eine intime Entscheidung zu sein. Tatsächlich ist sie eine Konsumentscheidung – mit Kleingedrucktem, Fristen und einer Branche, die nie ruht. Wer die eigene Bestattung plant, merkt schnell, dass die Frage nicht nur lautet, was mit dem Körper geschehen soll, sondern wie lange man seinen Platz überhaupt behalten darf. Und da fängt das Problem an.

Der erste Riss zeigt sich bei der Grabnische. Selbst die, die als Eigentum auf Ewigkeit verkauft werden, verbergen laut den Äußerungen in der Debatte eine Klausel: Im Kleingedruckten stehen 99 Jahre, und die Gemeinden, so heißt es in demselben Bericht, sehen über diese Frist hinweg und vermieten Nischen für deutlich kürzere Zeiträume. Das Versprechen ewiger Ruhe ähnelt eher einem Mietvertrag mit ungewisser Verlängerung. Läuft er ab, werden die Überreste entnommen und verbrannt. Das heißt: Auch die Beerdigung garantiert nicht, dass niemand am Ende mit Ihren Gebeinen macht, was Sie verhindern wollten.

Die Symbolik des Feuers und die Angst vor dem Sammelgrab

Die Ablehnung der Einäscherung hat alte Wurzeln. Manche erinnern daran, dass sie in der Bibel nicht praktiziert wurde und dass das Feuer eine unbequeme Symbolik trägt, nah am Strafgedanken. Dazu kommt das theologische Argument, dass die Kremation die Auferstehung des Fleisches nicht verhindert, was einen großen Teil des religiösen Einwands entkräftet. Die Diskussion bleibt jedoch nicht beim Glauben stehen.

Die andere Angst ist irdischer: neben Fremden begraben zu werden und in wenigen Jahren die eigene Asche in einem Sammelgrab mit beliebigen anderen zu teilen. Demgegenüber bietet die Einäscherung einen praktischen Vorteil, den kaum jemand bestreitet: Die Urne kann auf dem Friedhof beigesetzt oder in Reliquiaren auf die Familie verteilt werden. Auch hier herrscht allerdings Skepsis: Wie viele dieser Objekte landen im Müll, wenn die Person stirbt, die sie aufbewahrt hat?

Das Geschäft mit den Toten und die Familie, die nicht vorsorgt

Der wirtschaftliche Hintergrund ist der Elefant im Bestattungsinstitut. Kritisiert wird, dass ein Service, den jeder durchläuft, monopolisiert ist und für eine Serienbox Preise wie für jahrtausendealtes Edelholz verlangt werden. Die Alternative, den Körper in einem Teppich einzuwickeln – billiger und ökologischer –, scheitert an den kommunalen Vorschriften. Auch die Bürokratie verdient mit.

Dazu kommt der Faktor Familie. Wer ein geerbtes Mausoleum hat, hat es geschafft; wer nicht, trägt das Risiko, dass niemand eine gemeinsame Grabstätte geplant hat und die Geschwister am Ende zwischen mütterlicher und väterlicher Linie verteilt werden. Deshalb beschließen manche, selbst eine Nische zu kaufen, um Last-Minute-Chaos zu vermeiden – vor allem, wenn die eigene Linie mit einem endet.

Der Wunsch nach Beständigkeit prallt auf die Verwaltungswirklichkeit. Manche bitten, wenigstens einen Knochen aufzubewahren, falls die Wissenschaft künftig Klonen ermöglicht. Und manche möchten, mit schwarzem Humor, lieber eine Strandlandschaft im Abendlicht als ein Kreuz. Die Prognose, mit Vorbehalt: Die traditionelle Beerdigung wird nicht verschwinden, aber die Grabstätte auf Ewigkeit ist ein Versprechen, das die Gemeinden nicht mehr einlösen wollen.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (31 Antworten).

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