Ein MacBook-Ladegerät kostet 75 €; ein ganzer PC 464 €

Ein MacBook-Ladegerät kostet 75 €, ein PC aus Einzelteilen kommt auf 464 €. Linux, Sansa Clip und Hackintosh: Alternativen zu Apple, die funktionieren

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Ein MacBook-Ladegerät kostet 75 €; ein ganzer PC 464 €
Ein MacBook-Ladegerät kostet 75 €; ein ganzer PC 464 €

Lohnt es sich, den Apple-Zoll für ein Gerät zu zahlen, das dasselbe kann? Fast nie kommt die Frage aus Lust, sondern aus Ersatzbedarf. Ein geschenkter iPod, der nach einem Jahr kaputtgeht, ein zweiter iPod zu einem Skandalpreis, ein dritter und danach ein MacBook. Die Rechnung, die alles sprengt, ist die des Ladegeräts: 75 Euro für Kabel und Netzteil. Ab da geht es nicht mehr um eine Marke, sondern um einen Katalog von Preisen und Alternativen, von einem Musikplayer für 50 Euro bis zu einem Rechner mit Mac OS für 300.

Der Auslöser: 75 € für das Ladegerät eines MacBook

Das Ladegerät ist kein Einzelfall. Es wird angemerkt, dass Apple, Acer und HP dasselbe Problem teilen und dass diese Komponenten mit der Ausrede von Spannungsspitzen und Netzschwankungen meist aus der Garantie fallen. Der Defekt wiederholt sich; was sich nicht wiederholt, ist die Rechnung.

Die Zahl, die diskutiert wird, ist nicht der Preis des Kabels, sondern die Logik dahinter. Wenn ein Netzteil 75 Euro kostet, wird jede kleinere Störung zu einer wirtschaftlichen Entscheidung. Da beginnt die Suche nach Ersatz, und die erste Front ist der Musikplayer: Der iPod war für fast alle die Eintrittstür.

Welcher MP3-Player ersetzt einen iPod für 50 €?

Eine Antwort wiederholt sich: der Sansa Clip, rund 50 Euro frei Haus, 4 Gigabyte, Display, Radio und Speicherkartenslot, mit besserem Klang als Apples Basismodell. Die höhere Version, der Fuze, wird mit SoundMagic PL 50 Kopfhörern und der freien Rockbox-Firmware kombiniert, und damit ist die Nutzung im Fitnessstudio und beim Sport ohne iTunes abgedeckt.

Wer mehr Qualität will und bereit ist, dafür zu zahlen, findet eine weitere Nischenmarke: Cowon. Der Vergleich bleibt nicht bei der Musik. Gegen das iPad steht ein 12-Zoll-Tablet-PC mit Dual-Core-Turion64, 4 GB RAM, 500 GB Festplatte und auswechselbarem DVD-Laufwerk, touchfähig und Linux-kompatibel. Das Argument ist einfach: Wenn das Gerät kein Flash unterstützt und keinen Blick auf die Festplatte erlaubt, zahlt man die Spielerei doppelt.

Ubuntu: Was man von Linux verlangen kann und was nicht

Die meistgenannte Alternative für den Rechner ist kein Produkt, sondern ein Betriebssystem. Ein ganz normaler Desktop mit der neuesten Ubuntu-Version startet schnell und erledigt Internet und Büroarbeit ohne ins Schwitzen zu kommen. Manche nutzen es seit vier Jahren mindestens 12 Stunden am Tag und die Hardware läuft wie am ersten Tag, und manche installieren ein Dock, damit der Desktop wie der eines Mac aussieht.

Nicht alles ist gratis. Die Altlasten der freien Software sind bekannt: Flash macht Ärger —manchmal reicht es, die Hardwarebeschleunigung abzuschalten— und AMD/ATI-Grafikkarten bieten unregelmäßige Abdeckung, bis zu dem Punkt, dass Nvidia empfohlen wird, bevor man sich hineinbegibt. Für den tatsächlichen Gebrauch der meisten —Surfen, Schreiben, Musik und Filme— ist es mehr als genug. Die unbequeme Frage ist eine andere: Gibt es professionelle Übersetzungsprogramme für Mac? Die gegebene Antwort ist nein.

Der Hackintosh: Mac OS für 300 €, wenn Apple 1.300 € verlangt

Hier ist das ärgerlichste Argument. Ein Vierkern-Rechner, 8 GB RAM und 1 TB Festplatte wird für 300 Euro zusammengebaut und installiert Mac OS X mit denselben Leistungen. Der minimale entsprechende Preis bei Apple läge nach derselben Rechnung bei 1.300 Euro. Der Trick besteht darin, vorab kompatible Komponenten zu wählen; bei zwei Laptops endete der Versuch in einem Kernel-Panic und einer nicht erkannten WLAN-Karte.

Es gibt spezifische Anleitungen zum Zusammenbau, und ein Teil der Ersparnis spielt sich bei der Lizenz ab: Es wird behauptet, dass das Update und das komplette System dieselbe DVD sind und dass ein Update für 20 Euro gekauft werden kann. Wenn das System Windows ist, steigt die Rechnung auf etwa 100 Euro. Und hier taucht die Grenze auf, die niemand laut überschreiten will: Manche empfehlen direkt, es für null Euro herunterzuladen oder billige OEM-Lizenzen zu nehmen, was nicht legal ist.

Die Aufschlüsselung eines kompletten Rechners aus Einzelteilen bleibt bei 464 Euro: i3-Prozessor für 97, Mainboard für 63, Grafikkarte für 113, 4 GB Speicher für 38, 1-TB-Festplatte für 54, Gehäuse für 24, Netzteil für 55 und DVD-Brenner für 19,95. Mit dem Betriebssystem separat liegt die Summe immer noch weit unter dem Apfel-Katalog.

Hält ein Mac länger, oder passen drei PCs in denselben Zeitraum?

Der Gegenangriff ist immer derselbe: Haltbarkeit. Es wird argumentiert, dass ein Mac zehn Jahre ohne große Probleme läuft, dass er nach vier Jahren Nutzung genauso schnell startet und dass man sich nicht mit tausend Versionen, Viren und Treibern herumschlagen muss. Für alle, die keine Kunststücke machen wollen, erfüllt das geschlossene System seinen Zweck. Der Sektor Musikverlag, Publikationen und Druckerei fügt eine Nuance hinzu: Dort war Apple Standard und ist es noch.

Die Antwort ist Arithmetik. Für den Preis eines Mac kauft man drei Rechner, die über diese zehn Jahre aktualisiert werden, und die Garantie erneuert sich mit jedem. Es wird angemerkt, dass ein 486 von 1993 noch läuft und dass das Problem nie der Rechner war, sondern das System: Windows XP mit installierten Service Packs lief ohne seltsame Bluescreens. Und als Beweis die Uhr: Eine Quarzuhr für 3 Euro zeigt die Zeit besser an als eine mechanische für 6.000.



Die sparsamste Alternative bleibt die übliche: kein Apple kaufen. Das Schwierige ist nicht, sie zu finden, sondern sie jemandem zu erklären, der gerade 75 Euro für ein Ladegerät bezahlt hat.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (104 Antworten).

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