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E-Auto für 0,068 €/kWh laden: Was die Rechnung verschweigt
Das Laden eines E-Autos für 0,068 €/kWh kostet etwa 4 Euro pro Batterie, doch der restliche Haushalt zahlt einen anderen Tarif, der die Ersparnis auffressen kann
Die kWh fürs Auto bei 0,068 €, aber der restliche Haushalt zahlt einen anderen Tarif
Im Juli 2026 ist noch immer eine Aktion mit 10 % Rabatt auf den Stromtarif von Octopus Energy aktiv – desselben Anbieters, der mit 0,068 €/kWh zum Laden des E-Autos mit seinem intelligenten Ladesystem wirbt. Die App verbindet sich per API mit dem Fahrzeug oder der Wallbox und entscheidet selbstständig, wann geladen wird – in den günstigsten Stunden, ganz ohne Zutun des Fahrers. Ankommen, anstecken, vergessen. Die Rechnung aus dem Prospekt ist makellos.
Was kostet es, eine 60-kWh-Batterie vollzuladen?
Die immer wieder zitierte Rechnung besteht aus zwei Zeilen. Eine 60-kWh-Batterie ist für etwa 4 Euro voll, genug für 300 bis 400 Kilometer. Sprit zum Preis von zwei Kaffees, und wer sich über die Einladung eines anderen Kunden anmeldet, erhält zusätzlich 50 € Guthaben, das das Unternehmen beiden Seiten gutschreibt. Für Vielfahrer, die immer zu Hause laden, ist die Ersparnis gegenüber der Tankstelle kaum zu bestreiten. Das ist der Köder – und er funktioniert. Der Werber macht den Kunden zudem zum eigenen Verkäufer: Jede Anmeldung über seinen Link verteilt weitere 50 Euro auf beide.
Die Rechnung, die im Prospekt fehlt
Ab da kippt die Kalkulation. Der günstige Tarif deckt das Auto ab; Kühlschrank, Waschmaschine, Klimaanlage und Elektroheizung zahlen weiter etwas anderes. Ein Haushaltsverbrauch von 1.000 kWh abseits des Fahrzeugs, zu einem Preis, den manche Berechnungen bei nahezu 0,30 €/kWh ansetzen, kann einen guten Teil der Ersparnis auffressen. Manche bringen es mit Häme auf den Punkt: Das Schnäppchen gilt fürs Auto, nicht fürs Haus. Und genau da beginnt das eigentliche Ringen, denn die Schlagzeile erzählt nur die halbe Geschichte.
Kann der Stromanbieter wissen, wie viel Strom das Auto verbraucht?
Das ist die Frage, die die ganze Diskussion durchzieht. Es wird behauptet, die Stromanbieter hätten bereits die Technik, um den Haushaltsverbrauch vom Fahrzeugverbrauch zu trennen, und letzterer werde irgendwann wie Benzin besteuert, damit das Finanzamt keine Einnahmen verliert. Klar gesagt: Dieses Argument kursiert ohne eine einzige Quelle, die es belegt. Es ist ein Verdacht, kein Fakt. Das einzige Überprüfbare ist, dass das Unternehmen das Laden erkennt, weil seine App es per API ausliest. Ohne diese Verbindung ist die technische Trennung nicht belegt.
Batterien, Hitze und Kontrollen
Im Gespräch tauchen auch die klassischen Ängste auf: Batterien, die im Sommer leichter brennen, und Unfälle, die eine technische Untersuchung nötig machen. Behauptungen, die niemand beziffert. Für das saisonale Risiko gibt es keine Zahl, keine Studie, keinen konkreten Fall. Sie bleiben, was sie sind: vorweggenommene Angst.
Die Prospektrechnung stimmt fürs Auto. Die Zweifel beginnen genau auf der anderen Seite des Zählers – und dort hat bislang niemand eine Zahl genannt.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (14 Antworten).
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