Drogen und Ausbeutung: Das gebrochene Versprechen an den Verano-Azul-Kinderstar

Die Statur des Verano-Azul-Kinderschauspielers hätte für einen Star gereicht, doch Drogen und die Prädatoren des spanischen Quinqui-Kinos verhinderten es. Die Industrie nutzte aus und warf weg.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Vom Verano-Azul-Kinderstar zum Quinqui-Kino: Karrieren, die Drogen und Ausbeutung zerstörten

Wie viele Kinderstars des spanischen Kinos wurden am Ende von genau demselben System verschlungen, das sie groß gemacht hatte? Die Frage stellt sich erneut, wenn man den Fall des Verano-Azul-Kinderschauspielers betrachtet – eines Darstellers, dessen Statur als "privilegierte Knochenstruktur" galt und der nach manchen Einschätzungen das Potenzial hatte, ein Actionfilmstar zu werden. Drogen und das Chaperismo – Kinderprostitution, im damaligen Jargon – kamen dazwischen, bevor sich dieses Potenzial entfalten konnte.

Die Statur eines Stars und ein Umfeld, das sie verhinderte
Wer sich mit dem Phänomen des Quinqui-Kinos – des spanischen Genres über jugendliche Straßendelinquenz der späten 1970er und 1980er Jahre – befasst hat, ist sich einig: Viele seiner Darsteller waren junge Leute mit einer enormen Präsenz, aber ohne schützendes Netz. Der Hauptdarsteller von Verano Azul ist das perfekte Beispiel: Seine Gestalt hätte in jeden heutigen Actionfilm gepasst, doch das Umfeld aus Drogen und Missbrauch, das die marginalisierte Filmbranche umgab, löschte ihn in Rekordzeit aus.

Eloy de la Iglesia und die Prädatoren des Quinqui-Kinos
Der baskische Regisseur war der große Name des Genres, wurde aber auch am stärksten dafür kritisiert, dass er obdachlose Minderjährige anwarb und als Eintrittspforte in eine Welt der Ausschweifungen diente. Man hat ihn mit anderen prädatorischen Figuren der Unterhaltungsindustrie verglichen, nur in lokaler Ausprägung: Ausnutzung der Verwundbarkeit derer, die davon träumten, der Armut zu entkommen.

Die Paradoxie von Trainer und YouTube
Ein anderer Strang der Debatte geht über die Klage hinaus und schlägt nun "ein Jahr mit einem Trainer" vor, mit dem er sich in eine Maschine zum Lieben und Töten verwandelt hätte. Die Idee ist sogar zu einem Serienprojekt für YouTube gereift: "Quinqui-Kino, aber edel". Die letzte Ironie: Dreißig Jahre später wird genau das menschliche Material, das die Industrie aussortierte, als virale Unterhaltung recycelt.

Drogen machten kahl – auch ganze Karrieren. Und die Industrie, die für ihre Opfer nie gezahlt hat, könnte heute mit Klicks kassieren.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (11 Antworten).

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