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Dreifacher Mord in Morata de Tajuña: Betrug durch falsche US-Soldaten
In Morata de Tajuña (Spanien) wurden drei Geschwister ermordet aufgefunden, nachdem sie jahrelang ihre Renten an vermeintliche US-Militärs überwiesen hatten.
Drei Geschwister nach Romance-Scam-Betrug in Sarracena de Tajuña ermordet
In Sarracena de Tajuña (Madrid) gab es am 25. eines jeden Monats ein Ritual: Zwei pensionierte Schwestern überwiesen fast ihre gesamte Rente an angebliche US-Militärs, die ihnen seit Jahren eine Millionenerbschaft versprochen hatten. Das Ritual endete mit drei Leichen im eigenen Haus, die Gewaltspuren aufwiesen, und einem Racheakt als Hauptthese der Polizei. Was wie ein ländlicher Vorfall aussah, entpuppt sich nun als Beispiel für Liebesbetrug in Spanien.
Was über den Dreifachmord von Sarracena de Tajuña bekannt ist
Die Leichen der drei Geschwister – zwei Frauen und ein behinderter Mann – wurden im Familienhaus gefunden, teilweise verbrannt und gestapelt, laut ersten Berichten von 20minutos. Das Umfeld der Familie behauptet, dass die Frauen große Geldsummen und eine Wohnung in Madrid an jene Personen übergaben, die sie für ihre zukünftigen Wohltäter hielten. Beide waren Rentnerinnen: eine war Antiquitätenhändlerin, die andere Lehrerin.
Die Hypothese der Ermittlungen deutet nicht auf einen gewöhnlichen Raub hin, sondern auf eine Schuld. Und diese Schuld lag nicht bei den Opfern.
Der Falsch-Soldaten-Betrug: Ein jahrelanger Tropfen
Das Muster ist alt und funktioniert nach dem Lehrbuch. Ein Profil, das sich als US-Militär im Auslandseinsatz ausgibt, eine Beziehung, die durch Nachrichten aufgebaut wird, und ein Versprechen: Eine Erbschaft oder eine blockierte Ladung, die Geld zur Freigabe benötigt. Zuerst sind es kleine Beträge. Dann Darlehen.
Nach Aussagen der Nachbarn war die Mechanik monatlich: Am 25., wenn die Rente einging, floss fast alles Geld zu den Betrügern, während die Schwestern ihre Grundbedürfnisse nicht mehr decken konnten. Im Umfeld kursiert die Zahl von etwa 6.000 Euro monatlich. Um die Überweisungen zu finanzieren, nahmen sie Kredite von Bekannten auf, wobei die angebliche Erbschaft als Sicherheit diente.
Es gibt eine Erklärung, die besser passt als bloße Naivität: Die Verlustaversion. Je mehr Geld bereits übergeben wurde, desto unerträglicher ist es zuzugeben, dass man es nicht zurückbekommt. Die nächste Überweisung ist kein neuer Fehler, sondern der Versuch, das vorherige Geld zu retten.
Eine Kette von Betrogenen, die selbst betrogen
Der Fall hat eine unbequeme Wendung. Nach den bisher bekannten Zeugenaussagen waren die Schwestern nicht nur Opfer: Um weiterhin Geld zu senden, rekrutierten sie ihrerseits Menschen aus ihrem Umfeld mit derselben Geschichte. Es wird zudem vermutet, dass die Rente des behinderten Bruders die Summe zusätzlich erhöhte.
Das bedeutet, es gibt keinen einzelnen Räuber und drei Lämmer. Es gibt eine Leiter. Auf jeder Stufe ist jemand gleichzeitig Opfer und Vermittler.
Der Festgenommene: Verkauftes Callcenter und unbezahlbare Schulden
Die Ermittlungen führten zu einem Mann pakistanischer Staatsangehörigkeit, der ein Callcenter betrieb. Laut verbreiteten Berichten verkaufte er sein Geschäft, um den Schwestern Geld zu leihen, da ihm die Aussicht auf doppelte Rückzahlung bei Eintreffen der Erbschaft lockte. Er stand ohne Geschäft, ohne Geld und lebte in einem Zimmer, das ihm Landsleute überließen, die ihn auch verköstigten.
Der Mann stellte sich freiwillig beim Gericht in Arganda del Rey, wie veröffentlichte Informationen zeigen, und einige Radiosender berichteten, dass er möglicherweise gestanden habe. Alles hängt vom Urteil der Justiz ab: Es gibt keine Verurteilung, und die Unschuldsvermutung gilt. Die Hauptthese bleibt, dass der Mord das letzte Glied einer Kette von Abrechnungen war.
Warum dieser Fall mehr Aufmerksamkeit erregt als andere Verbrechen
Die Geschichte schaffte es nicht nur in die Nachrichtensendungen: Die True-Crime-Sendung von Iker Jiménez widmete ihr eine Live-Ausgabe am Tag der Bekanntwerden. Es wurde auch laut ein unangenehmer Vergleich gezogen: Fälle von Männern, die bei Dates getäuscht und anschließend ermordet wurden, erhielten nur einen Bruchteil dieser Berichterstattung.
Zudem wurde die Ähnlichkeit mit El extraño viaje, dem Film von Fernando Fernán Gómez, hervorgehoben: Ein Dorf in Madrid, drei unverheiratete Geschwister mit Vermögen, der Wunsch, einem grauen Leben zu entfliehen, und ein tragisches Ende. Die Fiktion kam sechzig Jahre früher.
Das Ritual am 25. wird sich nicht wiederholen. Das Geld floss jahrelang auf die andere Seite eines Bildschirms, und niemand hat diesen Bildschirm bisher zur Rechenschaft gezogen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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