DKV, Asisa und Adeslas beenden Muface: 1,5 Millionen zur öffentlichen Gesundheit
Nur drei Versicherer trugen die medizinische Versorgung der Staatsbeamten, und alle drei haben gleichzeitig abgesagt. Asisa, DKV und Adeslas haben sich geweigert, den Vertrag mit Muface zu verlängern, dem Mechanismus, durch den rund 1,5 Millionen Menschen über private Policen behandelt werden, die mit öffentlichen Geldern bezahlt werden. Wenn sich die Pattsituation nicht löst, fallen diese Personen abrupt in das öffentliche Gesundheitssystem.
Die Paradoxie ist bemerkenswert: Der Staat zahlt dafür, dass 1,5 Millionen Menschen sein eigenes System nicht belasten, und jene, die für ihre Behandlung bezahlt werden, entscheiden, dass es sich nicht mehr lohnt. Einige weisen auf ein Verteilungsproblem hin: Die Region mit den meisten ansässigen Staatsbeamten ist Madrid, bei weitem, sodass sich der mögliche Engpass dort konzentrieren würde.
Warum lehnen die Versicherer den Muface-Vertrag ab?
Die Unternehmen hatten bereits gewarnt. Sie forderten von der Regierung eine Prämienerhöhung von fast 40%; die Exekutive bot 17% an. Mit diesen Zahlen behauptet DKV, dass die Rechnungen nicht aufgehen. „Ein verantwortungsbewusstes Unternehmen mit gutem Ruf wie unseres kann es sich nicht leisten, unter diesen Bedingungen fortzufahren“, argumentiert CEO Fernando Campos und warnt, dass dies Auswirkungen auf die Versorgung und die Vergütung der Fachkräfte hätte.
Die von dem Unternehmen vorgelegten Zahlen sind eindeutig: Es schätzt die zusätzlichen Verluste, die der neue Zwei-Jahres-Vertrag verursachen würde, auf 74 Millionen Euro, fast so viel wie die Verluste in den drei Geschäftsjahren des vorherigen Vertrags. Das zugrunde liegende Argument ist eine wachsende Kostendifferenz: In den letzten zehn Jahren stiegen die Pro-Kopf-Gesundheitsausgaben der autonomen Gemeinschaften und der kooperierenden Krankenkassen um 60,6%, während die gewichtete Muface-Prämie nur um 31,6% stieg, fast die Hälfte weniger.
Übersetzt bedeutet dies: Die Branche diskutiert nicht die Nachfrage, sondern den Preis, den der Staat bereit ist, dafür zu zahlen. Und in diesem Machtkampf spielt sie mit dem Vorteil zu wissen, dass die Alternative, das öffentliche Gesundheitssystem, nicht ihre Gewinn- und Verlustrechnung betrifft.
Mugeju und Isfas ja, Muface nein: Wo liegt das Geschäft?
Das Detail, das die Verhandlungen am besten charakterisiert, ist die Ausnahme. DKV unterzeichnet keine Versicherungslösungen für öffentlich Bedienstete, Punkt. Asisa und Adeslas hingegen behalten die Deckung für Staatsanwälte (Mugeju) und Militärpersonal (Isfas) bei. Das heißt, die Absage richtet sich an die größte Gruppe, nicht an das gesamte Geschäft.
Warum diese Aufteilung? Man vermutet einen versicherungsmathematischen Grund: Neue Mitglieder könnten sich für das öffentliche Gesundheitssystem entscheiden und die älteren Gruppen mit höherem Gesundheitsverbrauch bei den Kassen belassen. Wenn das verbleibende Profil die durchschnittliche Prämie verteuert, wird Muface selbst mit einer Erhöhung unattraktiv.
Wie viele Mitglieder würden ins öffentliche System wechseln und mit welcher Kapazität?
Die am häufigsten genannte Zahl ist 1,5 Millionen Menschen, und einige Schätzungen sprechen von bis zu zwei Millionen, wenn man die Ruhestandsgruppen einbezieht. Die unmittelbare Debatte ist, ob das System diesen Transfer verkraften kann, ohne dass die Wartelisten explodieren.
Als Präzedenzfall werden die Übertragungen der Gesundheitskompetenzen an die autonomen Gemeinschaften angeführt: Die damaligen Gruppen mussten Muface verlassen und sich der Sozialversicherung anschließen, ohne dass dies zu einem Zusammenbruch führte. Auf der anderen Seite argumentiert man, dass das öffentliche Gesundheitssystem in den letzten Jahren Millionen von Neuankömmlingen aus dem Ausland absorbiert hat, ohne sichtbaren Kollaps. Die Schlussfolgerung hängt stark davon ab, worauf der Fokus gelegt wird: Notaufnahme und Primärversorgung oder große Krankenhäuser.
Die Studie, die das System stützt, und die, die es schwächt
Es kursiert ein Bericht, wonach Muface pro Mitglied in der Privatbehandlung weniger zahlt als die Kosten im öffentlichen System betragen. Dieser Bericht stammt von der Fundación IDIS, die mit den Versicherern verbunden ist, was Skepsis gebietet; zudem wird betont, dass die Berechnungsgrundlagen nicht offengelegt werden.
Diese Rechnung, extrem betrachtet, nährt eine wiederkehrende Idee: Wenn private Behandlung billiger ist, sollte Muface auf die gesamte Bevölkerung ausgeweitet werden. Dagegen wird eingewendet, dass dies nie geschehen ist, sodass die Prämisse in dieser Größenordnung nicht haltbar ist.
Die Theorie des Schachs: CaixaBank, Steuerlast und Stimmen
Auf politischer Ebene kreuzen sich zwei Lesarten. Eine rein wirtschaftliche: Die Regierung muss entscheiden, ob sie die Prämien erhöht oder die Kosten für die Integration von 1,5 Millionen Menschen ins öffentliche System trägt, mit dem damit verbundenen politischen Risiko bei einer traditionell mobilisierten Gruppe.
Die andere Lesart ist komplexer und basiert auf einem Unternehmensdetail: 49,9% von Adeslas gehören CaixaBank, und die Exekutive führt einen steuerlichen Streit mit dem Bankensektor. Daraus wird ein angeblicher Druck zwischen der Branchensteuer und dem Gesundheitsvertrag abgeleitet. Es gibt keine Bestätigung dieser Verbindung, aber die Überschneidung der Interessen liefert Stoff für Spekulationen.
Lässt sich Muface mit 100 Millionen mehr pro Jahr lösen?
Der Verband der staatlichen Finanzinspektoren hat eine konkrete Zahl genannt: Eine Verbesserung des Angebots um 100 Millionen jährlich könnte ausreichen, um den Vertrag zustande zu bringen. Die Differenz zwischen Forderung und Angebot ist also begrenzt.
Unterdessen läuft das Verfahren weiter: Die Ausschreibung ist ergebnislos geblieben, und Muface beginnt mit den Arbeiten für eine neue Ausschreibung. Die gesetzliche Zwangsverlängerung von neun Monaten, gestützt auf das öffentliche Vergaberecht, verschafft Luft und Zeit.
Mit diesen Fakten auf dem Tisch, wer gibt zuerst nach: Wer den Drucker hat oder wer die Pfanne hält? Noch wurde nicht erklärt, was mit den bereits unterschriebenen Policen geschieht oder was passiert, wenn die zweite Ausschreibung erneut leer bleibt.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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