Die Simpsons-Folge, an die sich Fans am meisten erinnern

Die Frank-Grimes-Folge und die Halloween-Specials führen die Liste der einprägsamsten Simpsons-Folgen unter den Fans an

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Die Simpsons-Folge, an die sich Fans am meisten erinnern
Die Simpsons-Folge, an die sich Fans am meisten erinnern

Wenn es eine Simpsons-Folge gibt, die wie ein Rorschach-Test über das Erwachsenenleben funktioniert, dann die mit Frank Grimes. Ein ehrlicher, fleißiger Typ, der alles richtig macht und am Ende nach dem Griff zu Hochspannungskabeln verbrannt wird. Die Schlussfolgerung, die halb Spanien dreißig Jahre später zieht, ist dieselbe: Das System belohnt den Inkompetenten und bestraft den, der sich an die Regeln hält. Es ist kein Zufall, dass dieser Name am häufigsten fällt, wenn man nach der Lieblingsfolge fragt.

Frank Grimes, der unbequeme Spiegel des Durchschnittsarbeiters

Die Folge wurde 1997 ausgestrahlt, in der achten Staffel, und seither ständig zitiert. Die Handlung ist einfach: Homer lernt einen vorbildlichen Angestellten kennen, Grimes, der verzweifelt mitansieht, wie der inkompetente Dicke ohne jede Leistung aufsteigt. Der Ausgang, in dem Grimes Homer nachahmt und sich dabei einen Stromschlag zuzieht, gehört zu den meistzitierten Bildern der Serie.

Manche halten sie wegen ihrer Tiefe für die beste Folge. Andere vergleichen sie mit der Lutschtabletten-Folge, in der mediale Manipulation und die Folgen einer falschen Anschuldigung porträtiert werden. Beide haben eines gemeinsam: Sie sind nicht die lustigsten, aber sie bleiben hängen. Die Gesellschaftskritik, die sie ausstrahlen, ist in einem Land, in dem Vetternwirtschaft und die Abzockmentalität nicht aus der Mode gekommen sind, immer noch aktuell.

Die Halloween-Specials und das erste Jahrzehnt als Kanon

Die andere große Meinungslinie verortet das Gold der Serie in den ersten zehn Staffeln. Dort sind die Halloween-Specials, mit der Dracula-Parodie oder dem Toaster, der durch die Zeit reist. Auch die Folge mit dem scharfen Chili, das bei Homer eine psychedelische Erfahrung auslöst, oder die mit der Einschienenbahn und dem abstrusen Versprechen, das die Nachbarn kommentarlos schlucken.

Der Konsens bricht auseinander, wenn man ins Detail geht. Manche verteidigen die Hank-Scorpio-Folge, den netten Chef, der sich als Bond-Schurke entpuppt. Andere fordern die Folge mit dem Tod von Milhouses Mutter oder die mit Lisas Vertretungslehrer. Die Liste ist lang, und jeder Fürsprecher hat sein Argument.

Politische Kritik als roter Faden

Mehrere der einprägsamsten Folgen enthalten eine Satire auf Institutionen. Die, in der Homer für das Amt des Abfallbeauftragten kandidiert, die mit dem Lehrerstreik, die mit dem Krusty-Camp. In allen schwingt dieselbe Idee mit: Dysfunktionale Gesellschaften, ob amerikanische oder spanische, belohnen die, die es am wenigsten verdienen.

Diese Lesart erklärt, warum die Grimes-Folge die Zeit überdauert. Sie ist nicht nur Komödie. Sie ist ein Porträt des Arbeiters, der alles richtig macht und trotzdem verliert. Und das trifft in einem Land mit strukturell hoher Arbeitslosigkeit und stagnierenden Löhnen einen wunden Punkt.



Vor diesem Hintergrund ist jede Prognose riskant. Aber eines macht die Debatte klar: Die Serie ist keine Familienkomödie mehr, sondern zu einem Archiv kollektiver Frustration geworden. Die Grimes-Folge wird weiter zitiert werden, solange Leistung die Rechnungen nicht bezahlt.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (42 Antworten).

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