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Die Schlacht von Trafalgar: Hätte sie gewonnen werden können?
Die französisch-spanische Flotte hatte mehr Schiffe und Kanonen, verlor aber, ohne ein einziges englisches Schiff zu versenken. 80 % der spanischen Seeleute waren unerfahren.
Trafalgar: 33 Schiffe gegen 27, null englische Verluste
Am 21. Oktober 1805 stellte die vereinigte französisch-spanische Flotte vor dem Kap Trafalgar 33 Linienschiffe den 27 britischen Schiffen gegenüber. Bei Kanonen und Tonnage war die zahlenmäßige Überlegenheit eindeutig. Doch als die Nacht fiel, hatten die Briten kein einziges Schiff verloren. Die alliierte Flotte war vernichtet: 17 Schiffe gekapert oder versenkt, mehr als 13.000 Verluste. Wie war ein solches Desaster möglich?
Der wahre Zustand der spanischen Flotte
Die Berichte aus jener Zeit zeichnen ein trostloses Bild. Viele spanische Kapitäne mussten die grundlegenden Reparaturen ihrer Schiffe aus eigener Tasche bezahlen, damit diese während der Überfahrt nicht sanken. Die Unterinvestition war so chronisch, dass laut einigen Zeugenaussagen 80 % der Besatzungsmitglieder, die an Bord gingen, zum ersten Mal auf See waren. Unerfahrene Männer, marode Schiffe und eine gebrochene Befehlskette: Der französische Admiral Villeneuve, Kommandeur der vereinigten Flotte, war von Napoleon wenige Tage vor der Schlacht abgesetzt worden, doch der Befehl kam nicht rechtzeitig an.
Britische Taktik: der Faktor Wind und die Disziplin
Die Royal Navy kam mit einer gefestigten Doktrin. Nelson durchbrach die alliierte Linie in zwei Kolonnen und nutzte den Wind, um vor und hinter den feindlichen Schiffen hindurchzufahren. So fegten die Kanonenkugeln das gesamte Deck von einem Ende zum anderen und richteten verheerende Zerstörung an. Die alliierten Schiffe, schwer und träge im Manöver, konnten nicht rechtzeitig reagieren. Es war eine Alles-oder-nichts-Wette, die diesmal aufging.
Gab es Spielraum für einen Sieg?
Manche Analysten meinen, dass die vereinigte Flotte mit einer kühnen Operation oder indem sie einfach im Hafen blieb – wie der spanische Admiral Gravina vorschlug – die Briten hätte zermürben können. Nelsons Tod in der Schlacht, der nachfolgende Sturm, der mehrere britische Schiffe versenkte, und die spätere Propaganda nähren die These, dass die Schlacht knapper ausfiel, als meist erzählt. Doch die materiellen Beweise sprechen eine andere Sprache: Eine Flotte, deren Kapitäne Reparaturen aus eigener Tasche bezahlten und deren Mannschaften aus Neulingen bestanden, war nicht in der Lage, sich mit dem bestbewaffneten und besten ausgebildeten Gegner der damaligen Zeit zu messen.
Mit trügerischen Zahlen zu Kanonen und Tonnage beweist Trafalgar, dass Seekriege nicht auf dem Papier gewonnen werden. Die verblüffende Zahl: 80 % der spanischen Seeleute hatten vor der Einschiffung nie das Meer gesehen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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