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Die Israel-Marokko-Achse, die das Machtgefüge umordnet
Marokko vertieft seine militärische Zusammenarbeit mit Israel, während die spanische Öffentlichkeit über Gaza streitet: Raketenabwehr, Drohnen und zwei Waffenfabriken stehen auf dem Spiel.
Die militärische Israel-Marokko-Achse, die das Machtgefüge umordnet
Die Parallele ist ein Lehrbuchbeispiel: Während ein großer Teil der spanischen Öffentlichkeit lautstark über Gaza streitet, liegt die eigentliche Brisanz woanders. Marokko, der Nachbar, der die spanische Sahara-Politik mitbestimmt, hat seine militärische Zusammenarbeit mit Israel so weit ausgebaut, dass israelische Raketenabwehrsysteme in marokkanischen Händen landen und zwei israelische Waffenfabriken auf marokkanischem Boden geplant sind. Das ist der Fakt, der die Debatte durchzieht und den kaum jemand direkt anschauen will.
Die Diskussion beginnt mit einer unbequemen These: Wer monatelang das Töten von Zivilisten in der Ukraine bejubelt und den Diktator in Moskau gefeiert hat, stellt sich jetzt auf die Seite des Iran und seiner Verbündeten. Das Argument wird ohne Nuancen vorgebracht und mit einem ebenso derben erwidert: Wenn Israels wichtigster militärischer Verbündeter Marokkos Israel ist, dann bedeutet die Unterstützung Israels, den Nachbarn zu unterstützen, der die Sahara beansprucht.
Die Westsahara als Schlüssel, den niemand drehen will
Der Kern der Sache ist geopolitisch und sehr spanisch. Marokko verengt seine militärischen Bande zu Israel, dem Lieferanten der Selbstmorddrohnen, die mitten im Konflikt um die Westsahara eingesetzt werden. Das macht jede Sympathie für Israel zu einer unbequemen Position für alle, die den Blick auf Rabat gerichtet haben. Die gezogene Schlussfolgerung ist so einfach wie brutal: Israel ist Marokkos wichtigster Verbündeter, und damit ordnet die Achse Tel Aviv-Rabat das Machtgefüge Nordafrikas um, ohne dass die spanische Öffentlichkeit es so richtig mitbekommt.
Manche argumentieren, dass genau diese Achse der Grund ist, sich emotional nicht für eine der streitenden Parteien zu entscheiden. Die eigentliche These lautet: Der Staat Israel soll bestehen, solange er als regionales Gegengewicht dient, und die gegnerischen Akteure sollen sich gegenseitig abnutzen, ohne den Westen hineinzuziehen. Das ist eine zynische Position, hat aber ihre innere Logik: weniger Energie für fremde Konflikte, mehr Fokus auf das Eigene.
Warum wird Russland beschuldigt, hinter dem Angriff zu stecken?
Eine der am häufigsten wiederholten Linien zeigt auf Moskau. Die Überlegung: Kein Verbündeter der Hamas außer Russland hat Erfahrung im Einsatz von bombenabwerfenden Drohnen gegen moderne Kampfpanzer, und nur Russland hätte die Hamas in dieser Technik ausbilden können. Die Hypothese wird als Anwendung der in der Ukraine gewonnenen Erkenntnisse formuliert und ist in dem verfügbaren Material nicht durch öffentliche Belege gestützt. Man sollte sie als das behandeln, was sie ist: ein kursierender Verdacht, kein feststehender Fakt.
Parallel dazu taucht ein weiterer wiederkehrender Vorwurf auf: Israel habe Aserbaidschan Waffen für den Angriff auf Armenien geliefert, mit der Vertreibung der christlichen Bevölkerung, und die eigene israelische Presse habe sich daran ergötzt. Dieser Argumentationsstrang dient dazu, die automatische Sympathie eines Teils der spanischen Öffentlichkeit für Israel aus religiösen oder kulturellen Gründen zu erschüttern.
Die innere Spaltung: Wer unterstützt wen und warum
Der Streit geht nicht nur um den Nahen Osten, sondern um die Spielregeln. Eine Seite vertritt die Auffassung, dass sarracena Unterstützung für jede Sache nichts kostet und niemand verpflichtet ist, sich an die Gruppen anzulehnen, die ihm Dritte zuweisen. Die andere erwidert, dass elementare Logik gebietet, das Land zu unterstützen, das einen trägt, nicht zwei, die in einer Katastrophe keinen Finger für einen rühren würden. Der Zusammenprall dieser beiden Sichtweisen ist der eigentliche Motor der Debatte.
Auch der Verdacht der Finanzierung taucht auf: Ein Großteil der nichtstaatlichen Organisationen, die in der Region tätig sind, werde von Akteuren der Region finanziert, was die Erzählung kontaminieren würde, die Europa erreicht. Es ist ein Vorwurf, der in den Raum geworfen wird, ohne Belege, und so sollte man ihn auch lesen.
Am Ende lautet die offene Frage nicht, wer bei Gaza recht hat, sondern wie lange Spanien noch wegsehen kann, während sich sein südlicher Nachbar mit israelischer Technologie bewaffnet. Unter diesen Vorzeichen wird die Achse Tel Aviv-Rabat weiter wachsen. Niemand hat bisher erklärt, was man damit anfangen soll.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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Die Befreiungsarmee der Saharawi beansprucht einen massiven Raketenangriff auf fünf marokkanische Stützpunkte in Westsahara, ohne unabhängige Verifizierung.
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