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Die Frenche: die Uniform der kommunistischen Elite
Die Frenche-Jacke entstand als Militärkleidung im Ersten Weltkrieg und wurde zur Uniform von Stalin, Mao und Kim Il-sung. So kam es dazu.
Die Frenche ist eine Militärjacke mit hohem Kragen und Brusttaschen, die der britische Marschall John French im Ersten Weltkrieg populär machte. Die kommunistischen Führer übernahmen sie nach 1917, um sich vom bürgerlichen Anzug abzugrenzen und das Bild von Soldaten der Revolution zu vermitteln.
Das am häufigsten reproduzierte Porträt von **Josef Stalin** zeigt ihn weder mit Krawatte noch mit Weste. Er trägt eine Uniformjacke mit hohem, geschlossenem Kragen und geklappten Brusttaschen. Dieses Kleidungsstück hat einen Namen und eine Geschichte, die nicht im Kreml beginnt, sondern in den Schützengräben Europas.
## Von den britischen Schützengräben zur russischen Kaiserarmee
Das Kleidungsstück verdankt seinen Namen dem britischen Marschall **John French**, Oberbefehlshaber der British Expeditionary Force im Ersten Weltkrieg. French machte eine Militärjacke mit praktischem, bequemen und funktionalem Schnitt populär, mit weichem Stehkragen und großen Taschen. Sie war kein Gala-Kleidungsstück: Sie war Kleidung zum Bewegen, für Schlamm und Kälte.
Gegen Ende der 1910er Jahre passte das Russische Kaiserreich diesen Entwurf für Offiziere der Kaiserlichen Armee und Fliegerpersonal an. Das Kleidungsstück vermittelte militärische Autorität, war aber schlichter und weniger prunkvoll gefertigt als die traditionellen zaristischen Gala-Uniformen. Diese Nüchternheit sollte Jahre später entscheidend werden.
## Warum die Bolschewiki den Anzug gegen die Uniformjacke tauschten
Nach der Bolschewistischen Revolution von **1917** und dem Russischen Bürgerkrieg wurde die Frenche von einer Militäruniform zum Erkennungsstück der Regierungselite der Kommunistischen Partei. Der westliche Dreiteiler — Sakko, Weste und Krawatte — galt als formelle Uniform des Bürgertums, des Kapitalismus und des Adels. Wer die Frenche trug, grenzte sich radikal von der westlichen Diplomatie und dem alten Kaiserreich ab.
Die Jacke vermittelte zudem die Vorstellung, die Führer seien keine Schreibtischpolitiker, sondern Soldaten der Revolution im Dauereinsatz. Sie verkörperte Askese, Nüchternheit, Praktikabilität und militärische Disziplin. **Wladimir Lenin** begann, schlichte Jacken mit hohem Kragen in neutralen Farben zu tragen — Grau, Khaki, Olivgrün —, und Stalin etablierte die Frenche in den 1920er und 1930er Jahren als seine offizielle Kleidung, wie das Porträt zeigt, das **Isaak Brodski** **1928** malte.
## Der Mao-Anzug und die Ausbreitung des Modells
Als sich der Kommunismus ausbreitete, wurde das Konzept der zivilmilitärischen Jacke ohne Krawatte von anderen Ländern übernommen. In China machten **Sun Yat-sen** und später **Mao Zedong** eine nationale Version populär, den Zhongshan zhuang oder Mao-Anzug. Er hatte vier Taschen, die für die vier Tugenden des Volkes standen, und einen geschlossenen Umlegekragen. Während der Kulturrevolution wurde er zur verpflichtenden Nationaltracht.
In Nordkorea erbten die Führer **Kim Il-sung**, **Kim Jong-il** und **Kim Jong-un** ähnliche Varianten nach sowjetischem und chinesischem Vorbild als Identitätsmerkmal des Regimes. In Kuba behielt **Fidel Castro** die olivgrüne Felduniform aus ähnlichen ideologischen und ästhetischen Gründen: um die Vorstellung eines Staates in permanenter revolutionärer Mobilmachung zu vermitteln.
Das Kleidungsstück legte damit einen Weg zurück, der von der taktischen Jacke des Ersten Weltkriegs bis zum großen Standard der politischen Ikonografie des Kommunismus reicht, und verband die Gestalt des Herrschers mit der Schlichtheit des Arbeiters und der Entschlossenheit des Soldaten.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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