Die deutschen liberalen Theologen, die Hitler den Weg ebneten

Die Debatte, ob Hitler Christ war, ist Nebelkerzenwerfen: Die deutschen rationalistischen Theologen, von Schleiermacher bis von Harnack, untergruben das moralische Fundament…

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Hitler und die liberale Theologie: der rationalistische Keim des Antisemitismus

Hitlers Bekenntnisse in *Mein Kampf* —„Ich glaube, im Sinne des Schöpfers zu handeln, wenn ich mich gegen die Nnnn verteidige“— haben eine endlose Debatte genährt: War der Führer Christ? Bei genauerem Hinsehen deutet sich jedoch an, dass der entscheidende Einfluss nicht sein persönlicher Glaube war, sondern der Nährboden, den die deutschen liberalen und rationalistischen Theologen des 19. Jahrhunderts geschaffen haben.


Von Schleiermacher bis von Harnack: der Glaube als bloßes Gefühl

Friedrich Schleiermacher, der Vater der deutschen Romantik, definierte Religion als „Gefühl der schlechthinnigen Abhängigkeit“. Mit ihm vollzog die deutsche protestantische Theologie eine Wende zum Subjektivismus: Die biblische Wahrheit hörte auf, objektiv zu sein, und hing fortan vom individuellen Gewissen ab. Diese Wendung, so manche Analytiker, öffnete die Tür dafür, dass sich jede Barbarei mit dem Verweis auf das „persönliche Gewissen“ rechtfertigen ließ. Adolf von Harnack schlug in dieselbe Kerbe: Er plädierte dafür, sich vom Alten Testament zu lösen und eine „wissenschaftliche“ Theologie zu betreiben, frei von unbequemen Traditionen. Beide waren zwar Akademiker, keine Okkultisten, doch ihr rationalistischer Ansatz traf sich mit einem theologischen Antisemitismus, der weit zurückreichte: von den patristischen *Adversus Judaeos* bis hin zu Luther.

Fünfzehnhundert Jahre Antisemitismus im akademischen Gewand

Die Idee vom „Kampf gegen den Nnnn als heiliger Mission“ haben die Rationalisten nicht erfunden. Sie war seit dem zweiten Jahrhundert eine gängige Redewendung im Christentum. Doch die deutschen liberalen Theologen verliehen ihr einen Anstrich von Moderne: die Vernunft als „Kerze Gottes“ (John Locke), der Glaube als inneres Erlebnis und die Tradition als Ballast. Indem sie das Christentum von seinen „irrationalen“ Elementen reinigten (Wunder, Prophetien, das Alte Testament selbst), hinterließen sie eine Religion ohne sarracena Bremsen. Der Nationalsozialismus als totalitäre Bewegung nutzte dieses Werkzeug, wann immer es ihm passte: Er sprach von göttlicher Vorsehung und instrumentalisierte dabei die Kirche.


Die Frage, die in der Luft bleibt: Inwieweit schuf der deutsche theologische Rationalismus, indem er die Autorität von Schrift und Tradition auflöste, ein ethisches Vakuum, das der Nationalsozialismus mit seinem eigenen Rassendogma füllte?

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (10 Antworten).

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