Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Dia verlässt Argentinien wegen Konsumschwäche
Dia verkauft sein gesamtes argentinisches Geschäft an die Grupo de Narváez für 53,8 Millionen US-Dollar und verbucht eine Abschreibung von 100 Millionen Euro bei einem Umsatzrückgang von 20 %.
Dia hat 100 % seiner argentinischen Tochtergesellschaft an die Grupo de Narváez für 53,8 Millionen US-Dollar (ca. 47,8 Millionen Euro) verkauft, was zu einem buchhalterischen Verlust von 100 Millionen Euro führt. Das Unternehmen begründet den Ausstieg mit dem schwächelnden Konsum und einem Rückgang der Umsätze im Supermarktsektor Argentiniens um 20 %.
Die Supermarktkette **Dia** bestätigte den Verkauf ihres gesamten Geschäfts in Argentinien an die **Grupo de Narváez**, ein auf Einzelhandel spezialisiertes Holdingunternehmen mit Aktivitäten in Ecuador und Argentinien, wo es die Supermärkte **ChangoMás** betreibt (ehemals unter der Marke Walmart). Der vereinbarte Preis beträgt **53,8 Millionen US-Dollar**, was etwa **47,8 Millionen Euro** entspricht. Die Transaktion, die der **CNMV** (spanische Börsenaufsicht) gemeldet wurde, hinterlässt eine Lücke von **100 Millionen Euro** in den Büchern des Konzerns aufgrund der Differenz zwischen dem Buchwert der Beteiligung und dem Verkaufspreis.
Das Unternehmen rechtfertigt den Ausstieg mit der Verschlechterung der argentinischen Wirtschaftslage und des Konsums, ohne Anzeichen einer Erholung. Konkret beziffert Dia den Umsatzrückgang im gesamten Supermarktsektor des Landes auf **20 %**. Laut der Mitteilung an die Regulierungsbehörde eliminiert der Deal die Notwendigkeit zukünftiger Kapitalzuführungen zur Stützung der argentinischen Tochter in einem schwierigen makroökonomischen Umfeld und isoliert die Ergebnisse des Konzerns von Wechselkursschwankungen.
## Verluste von 54 Millionen und verbranntes Geld in zwölf Monaten
In den zwölf Monaten bis Juni 2026 hatte die argentinische Tochtergesellschaft buchhalterische Verluste von **54 Millionen Euro** angehäuft und **14 Millionen Euro** Barmittel verbraucht, wie aus den vom Unternehmen selbst offengelegten Daten hervorgeht. Allein im ersten Halbjahr beliefen sich die Verluste auf **24 Millionen Euro**, bei einem Umsatzrückgang von **12 %**.
Der CEO von Dia, der argentinische Manager **Martin Tolcachir**, verteidigte die Entscheidung: „Es war keine leichte Entscheidung, aber wir sind überzeugt, dass sie die beste für die Zukunft des Konzerns ist.“ Er fügte hinzu, dass die Operation die finanzielle Solidität stärkt und mehr Transparenz über die Stärke und die Ergebnisse des spanischen Geschäfts ermöglicht. In einem kürzlich erschienenen Interview mit **EL PAÍS** hatte Tolcachir jedoch, als er nach einem möglichen Verkauf gefragt wurde, versichert, dass das Geschäft in Argentinien „selbstfinanziert“ sei und der Fokus auf der Beibehaltung des Marktanteils liege.
## Von 1.007 Filialen auf 996 in sechs Monaten
Im März 2025 definierte Dia Argentinien bei der Vorstellung seines Strategieplans vor Investoren als ein „Geschäft mit großem Potenzial“, mit einer „Führungsposition“ und einem Marktanteil von **15 %**, der in Buenos Aires auf **30 %** stieg. Mittelfristige Ziele waren die Steigerung des Marktanteils durch selbstfinanzierte Expansion und die Vergrößerung des Filialnetzes.
Zum 31. Dezember 2025 betrieb Dia **1.007 Filialen** in Argentinien, von denen **755** Franchise-Nehmern gehörten. Zum 30. Juni dieses Jahres war die Zahl auf **996** gesunken. Im Juni berichtete die argentinische Zeitung **La Nación**, dass Dia die **Santander**-Bank beauftragt habe, einen Ausstieg aus dem Land zu suchen, was von den Managern weder bestätigt noch dementiert wurde.
## Vollständiger Fokus auf Spanien und bevorstehende Refinanzierung
Mit dieser Entscheidung lenkt der Konzern alle Ressourcen auf sein profitabelstes und wachstumsstärkstes Geschäft und konzentriert sich auf die Umsetzung des Strategieplans 2025-2029 in Spanien. Dia hat nun einen globalen CEO, Martín Tolcachir, und einen CEO für Spanien, **Ricardo Álvarez**, obwohl es nur auf einem einzigen Markt tätig ist. Argentinien war das letzte verbleibende Geschäft außerhalb Spaniens nach den Ausstiegen aus Portugal und Brasilien.
Der Verkauf fällt zeitlich mit den unmittelbar bevorstehenden Verhandlungen über die Refinanzierung der Schulden des Konzerns zusammen, die im Januar beginnen sollen. Die Operation wird abgeschlossen, während der argentinische Präsident **Javier Milei** an der in Madrid stattfindenden Iberoamerikanischen Gipfelkonferenz teilnahm, wobei das Unternehmen seinen Ausstieg nicht mit der politischen Lage verknüpft.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (14 Antworten).
Juan Ramón Rallo postet nach dem Desaster mit den Dekreten kaum noch über Milei und Argentinien. Der Ökonom, der früher wöchentlich sprach, schweigt zu dem Land, das er einst…
Über 700 Migranten erreichten El Hierro, Spanien, in nur einem Tag mit vier Booten. Die Debatte konzentriert sich auf die Verteilung aufs Festland und die Kosten.
In Spanien liegt die durchschnittliche Rente von Männern bei 1.500 Euro, während Frauen zwischen 900 und 1.000 Euro erhalten. Die Lücke von 32 % wurzelt in Care-Arbeit und prekärer Beschäftigung.