DHS behauptet: Mietpreise in Miami durch Festnahmen von Migranten gesunken

Das DHS behauptet, seine Abschiebeoperationen würden die Mieten senken, und verweist auf einen Rückgang von 2,6% in Miami. Wir prüfen die Behauptung.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Das US-Heimatschutzministerium behauptet, seine Migrationsfestnahmen würden die Mieten senken, und verweist auf einen Rückgang von 2,6% in **Miami**. Daten vom Wohnungsmarkt deuten jedoch darauf hin, dass der Abwärtstrend viel früher begann und auf ein gestiegenes Wohnungsangebot zurückzuführen ist.

## Die Behauptung des DHS zu den Mieten

Das **US-Heimatschutzministerium (Department of Homeland Security, DHS)** hat erklärt, seine Festnahmeaktionen im Migrationsbereich beeinflussten den Rückgang der Mietpreise in mehreren Städten, darunter **Miami**. Nach Angaben der Behörde seien die Mieten in dieser Stadt in Südflorida im Durchschnitt um **2,6%** gesunken. Diese Behauptung stützt sich auf Daten, die das DHS selbst veröffentlicht hat, und verknüpft den Preisrückgang direkt mit der Kooperation der Bundesstaaten mit der **Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE)**. Städte wie **San Antonio** und **Austin** in Texas oder **New Orleans** wurden derselben Quelle zufolge ebenfalls mit noch stärkeren Mietrückgängen genannt. Die Botschaft des DHS, veröffentlicht auf seinem offiziellen X-Konto, deutet sogar an, dass Unterstützung massenhafter Abschiebungen zu niedrigeren Lebenshaltungskosten führen könnte.

## Ein früherer Markttrend

Die Erzählung des DHS widerspricht jedoch dem allgemeinen Mietmarkt-Trend, der schon lange vor der Verschärfung der Migrationsrazzien beobachtet wurde. Daten von **Realtor.com** zu den 50 größten Märkten des Landes zeigten bereits bis Juni 2026 eine Serie von 35 aufeinanderfolgenden Monaten mit Jahresrückgängen bei den Mieten, die sich im August auf 37 Monate ausdehnte. Dieser Trend, der Mitte 2024 begann, wird hauptsächlich auf einen starken Anstieg des Baus von Mehrfamilienwohnungen nach der Pandemie zurückgeführt. Im Großraum **Miami-Dade** wurden beispielsweise zwischen 2024 und Mitte 2026 rund **18.400** neue Wohnungen fertiggestellt, die größte Bauwelle seit den achtziger Jahren. Die Prognosen zeigen, dass die Stadt in diesem Jahr **14.000** weitere Einheiten und 2027 noch einmal **18.000** erhalten wird, was unabhängig von der Migrationspolitik natürlich einen Abwärtsdruck auf die Preise ausübt. Die durchschnittliche Miete im Großraum **Miami** lag im Juni bei etwa **$2.277** pro Monat, ein Betrag, der für viele Bewohner weiterhin hoch ist.

## Lokalisierte Auswirkungen und Wohnungsangebot

Zwar haben die ICE-Einsätze in Städten mit hoher Einwandererdichte, wie **Doral** im Großraum Miami, tatsächlich Bewegungen auf dem Immobilienmarkt ausgelöst – etwa das Ausscheiden von **100** von **266** verfügbaren Objekten innerhalb von zwei Wochen nach der Verschärfung der Festnahmen oder Leerstände von über **10%** in einigen Gebäuden –, doch sind sich Immobilienanalysten einig, dass diese Effekte eher lokal begrenzt sind. Die Angst vor Festnahmen könnte die Nachfrage in Segmenten des C-Klassen-Wohnungsbaus in **Florida** beeinträchtigen, wie Branchenakteure berichten. Dennoch scheinen diese punktuellen Phänomene nicht die Hauptursache für den flächendeckenden Preisrückgang auf Metropolenebene zu sein. Die ICE-Dienststelle in **Miami** war die aktivste des Landes und verzeichnete zwischen Januar 2025 und April 2026 knapp **41.310** Festnahmen, im Durchschnitt **120** Verhaftungen pro Tag. Bundesweit schloss August 2026 mit einem Rekord von rund **50.000** Festnahmen in einem einzigen Monat ab.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (0 Antworten).

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