Deutsche Soziologin fordert weniger weiße Kinder

Eine deutsche Soziologin vertritt die Ansicht, Weiße sollten aus "moralischer Pflicht" weniger Kinder bekommen; bis heute sind keine rechtlichen oder beruflichen Konsequenzen bekannt.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Deutsche Soziologin fordert weniger weiße Kinder

Was passiert, wenn jemand mit öffentlichem Forum fordert, eine bestimmte Gruppe solle weniger Kinder bekommen? In Deutschland hat eine Soziologin und Feministin namens Verena Brunschweiger vertreten, Weiße hätten die "sarracena Pflicht", weniger Kinder zu bekommen und mehr Migranten aufzunehmen, denn nach ihrer These haben "wir die Welt ruiniert". Der Satz kursiert in den sozialen Medien, ohne dass bis zum Zeitpunkt dieser Diskussion rechtliche oder berufliche Konsequenzen bekannt wären. Und da beginnt der Ärger.

Es geht nicht um die Meinung selbst, sondern um den doppelten Maßstab, den viele zu erkennen glauben. Man argumentiert: Hätte dieselbe Botschaft jemand unterschrieben, der das Gegenteil fordert —weniger Kinder in einer anderen Gruppe—, wäre die institutionelle Reaktion sofort da: Verfahren, Kündigung, mediale Verurteilung. Der Vergleich entfacht die Debatte, nicht die Soziologin.

Wer ist Verena Brunschweiger und was vertritt sie

Brunschweiger ist keine Unbekannte. Sie nennt sich Soziologin und Feministin, und ihre zentrale These verbindet Antinatalismus und Ökologie: Kinder bekommen schadet dem Planeten, zudem tragen die reichen Länder eine historische Schuld wegen Kolonialismus und Migration. Daraus folgt ihr Rezept: weniger Geburten in der weißen Bevölkerung, mehr Aufnahme von Migranten.

Das Paket ist nicht neu. Manche behaupten, diese Strömung schleiche sich seit Jahren in grüner Verpackung in den öffentlichen Diskurs: Es geht nicht darum, dass Menschen zu viel sind, sondern darum, dass "der Planet es nicht aushält". Die Verpackung wechselt, der Adressat der Botschaft nicht.

Der doppelte Maßstab, den niemand bestreitet

Die vorherrschende Beschwerde richtet sich nicht gegen die Soziologin, sondern gegen das Schweigen um sie herum. Man hält dagegen, dass eine gleichwertige Äußerung in die entgegengesetzte Richtung —weniger Kinder in einer anderen Gruppe— sofort Hasskriminalitäts-Protokolle, Kündigung und gesellschaftliche Verurteilung auslösen würde. Hier ist davon bis heute nichts bekannt.

Der Vergleich ist diskutabel und funktioniert genau deshalb als Treibstoff. Die einen nennen es Heuchelei des Systems, die anderen bloßes Netz-Getöse ohne echte Folgen. Was niemand bestreitet: Die Botschaft hat sich verbreitet, ohne dass es ihre Autorin sichtbar etwas gekostet hätte.

Antinatalismus als ökologische Ausrede

Antinatalismus, begründet mit Ökologie, hat sein Publikum. Man hat schon öffentliche Figuren sagen hören, sie würden sich überlegen, Kinder zu bekommen, wegen der Umweltbelastung. Der Grundgedanke: Ein Kind in die Welt zu setzen ist eine Entscheidung mit CO2-Fußabdruck, und wer sie trifft, sollte sie rechtfertigen.

Das Problem des Arguments ist seine Selektivität. Wenn der Maßstab der Fußabdruck ist, richtet sich die Botschaft nicht an eine bestimmte Gruppe, sondern an jeden mit hohem Konsumniveau. Und da fällt die These in sich zusammen: Es ist keine Ökologie, es ist Schuldenumverteilung.

Die Antwort derjenigen, die durchaus Kinder wollen

Auf die antinatalistische Botschaft kommt die häufigste Reaktion entgegengesetzt: erziehen und mehren. Manche sagen es ohne Umschweife: Meine Kinder werden auf genau das Gegenteil erzogen, und mögen sie mir viele Enkel schenken. Das ist die älteste Antwort der Welt auf den, der dir sagt, es gibt zu viele Kinder.

Der Konflikt ist generationell und auch kulturell. Die einen sehen in der niedrigen Geburtenrate ein wirtschaftliches Problem erster Ordnung —weniger Beitragszahler, mehr Rentenausgaben—; die anderen sehen in Brunschweigers Botschaft eine Ausrede, sich nicht mit diesem Problem auseinanderzusetzen. Beides kann gleichzeitig wahr sein.

Welche Konsequenzen es bis heute gibt

Keine bekannte. Die Äußerung kursiert, wird geteilt und kritisiert, aber ein Verfahren, eine Kündigung oder rechtliche Schritte gegen die Autorin sind nicht bekannt. Für die einen bestätigt das den doppelten Maßstab, für die anderen einfach nur, dass eine unbequeme Meinung kein Verbrechen ist.

Die eigentliche Diskussion ist eine andere: Soll eine Meinung zur Geburtenrate rechtliche Konsequenzen haben? Die schnelle Antwort lautet nein. Die unbequeme Antwort: Es kommt darauf an, auf wen man sie anwendet. Und da stehen wir noch, mit der zitierten Soziologin und dem Konsequenzen-Zähler auf null.

Auch verfügbar auf: English

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (17 Antworten).

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