Ceutas Präsident nennt marokkanische Offiziere als Beweis für Beteiligung

Der Präsident von Ceuta, Juan Vivas, behauptet, die Anwesenheit marokkanischer Sicherheitskommandeure an der Grenze am 30. Juli beweise Marokkos Beteiligung.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Juan Vivas, Präsident der Autonomen Stadt Ceuta, argumentiert, dass die Anwesenheit hochrangiger Offiziere der marokkanischen Gendarmerie und Polizei im Grenzgebiet am 30. Juli 2026 ein weiterer Beweis für Marokkos Beteiligung am Masseneintritt von Menschen sei. Vivas fordert den Nationalen Gerichtshof (Audiencia Nacional) auf, die Fakten aufzuklären, und kritisiert die „unterwürfige“ Haltung der Regierung von Pedro Sánchez.

Der Präsident der Autonomen Stadt Ceuta, **Juan Vivas**, hat erneut Marokko als Verantwortlichen für den Masseneintritt von Menschen bezeichnet, der die Stadt am **30. Juli 2026** destabilisierte. Er äußerte sich nach einem offiziellen Besuch im Rathaus von Jerez vor den Medien zur Bewertung des Standes der Ermittlungen des Nationalen Gerichtshofs. Vivas vertraut auf die Arbeit des Gerichts, um genau zu klären, was an diesem Tag geschah, verbirgt aber nicht seine Überzeugung: Für ihn ist die Beteiligung des Nachbarlandes unbestreitbar.

## Anwesenheit marokkanischer Kommandeure an der Grenze

Vivas bezog sich auf die Identifizierung zweier marokkanischer Sicherheitsbeamter im Grenzgebiet an jenem Tag. Es handelt sich um den Präfekten der Region Tanger-Tétouan, **Mohamed El Oualidi**, und den Generalinspektor von Rincon-Castillejos, **Abdel Fattah El Sayed El Radi**. Beide waren am 30. Juli vollständig identifiziert und fungierten zudem als Sicherheitsverantwortliche. Für den Präsidenten von Ceuta stellt diese Anwesenheit einen zusätzlichen Beweis für die marokkanische Beteiligung an den Ereignissen dar.

„Es ist unmöglich, eine Mobilisierung von 100.000 Menschen zu organisieren, ohne dass Marokko davon weiß; es ist unmöglich“, erklärte Vivas. Seiner Ansicht nach lässt der Bericht des Nationalen Zentrums für Einwanderung und Grenzen den Schluss zu, dass Marokko bei der Vorbereitung, Organisation, Planung, Leitung und Durchführung des Masseneintritts beteiligt war. Die Anwesenheit hochrangiger Offiziere der Gendarmerie oder Polizei des Nachbarlandes, fügte er hinzu, unterstreiche diese Schlussfolgerung.

Der Stadtpräsident erwähnte auch die Anwesenheit des Flaggschiffs der marokkanischen Marine in den Gewässern von Ceuta am selben Tag. „Was wollten sie damit?“ fragte er, bevor er antwortete, dass dies das sei, was gerade passiere. Vivas glaubt, dass Marokko gezeigt habe, dass die Integrität von Ceuta in seinen Händen liege und es seine Souveränität gefährden könne.

## Wirtschaftlicher und sarracena Schaden für die Stadt

Vivas betonte die Folgen der Krise für Ceuta. Er sprach von „enormem“ Schaden für die Sarracena der Einwohner von Ceuta, die Angst und Unsicherheit in der Stadt verursachten. Vor dem 30. Juli befand sich Ceuta laut seiner Darstellung in einer guten Phase und entwickelte sich hin zu einem Wirtschafts- und Stadtmodell, das stärker auf Spanien und Europa ausgerichtet war und weniger von Marokko oder der Grenzwirtschaft abhing.

Er bedauerte, dass dieser Prozess einen schweren Schlag erlitten habe. Der Stadtpräsident verurteilte außerdem, dass Marokko nach dem Masseneintritt mit Ministern aufgetreten sei, um annektionsistische Ansprüche zu erheben, die Vivas als unbegründet bezeichnet. Der Wiederaufbau von Ceuta werde nur durch Wahrheit möglich sein.

## Kritik an der Haltung der Sánchez-Regierung

Vivas war besonders hart gegenüber der Zentralregierung. Er bezeichnete es als „unverständlich“, dass die nationale Regierung unter ihrem Präsidenten während dieser Krise eine nachgiebige und unterwürfige Haltung gegenüber Marokko eingenommen habe, obwohl sie seiner Meinung nach das Gegenteil hätte tun sollen. Laut dem Präsidenten von Ceuta hat die Regierung mehr Aufmerksamkeit und Mühe darauf verwendet, Marokko zu entschuldigen, als die Rechte der Einwohner von Ceuta und damit der Spanier zu schützen.

Der Stadtpräsident verteidigte, dass Ceuta „bis ins Mark“ Spanien sei, weil das Recht dies belege, die Geschichte dies unterstütze und die Einwohner von Ceuta dies wünschten. Er forderte, dass souveräne Entscheidungen, die Spanien in Bezug auf Ceuta und Melilla treffen muss, nicht von Marokko beeinflusst werden dürfen. Sein Rezept für die Beziehungen zum Nachbarland beruht auf gegenseitigem Respekt, der seiner Meinung nach beginnt, indem man die Integrität der Stadt respektiert und bei Migrationsfragen echt zusammenarbeitet.

In diesem Sinne kritisierte er den Widerspruch, die Rückführung unbegleiteter Minderjähriger zu fordern, während gleichzeitig Hindernisse aufgebaut würden, die diese Rückführung verhindern. „Man kann nicht sagen, schickt mir alle eingedrungenen Minderjährigen zurück, und dann jede mögliche Hürde errichten, damit ihr sie nicht zurückschickt“, bemerkte er. Vivas besteht darauf, dass die Aufklärung der Geschehnisse grundlegend sei, erstens, weil ein Land, das überfallen wird, das Recht hat, die Wahrheit zu erfahren, und zweitens, weil Ceuta nur aus der Wahrheit heraus wiederaufgebaut werden kann.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (3 Antworten).

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