Deutsche Autobauer verkaufen ihre E-Autos in China bis zu 46 % günstiger als in Europa

Deutsche Autobauer verkaufen ihre Elektroautos in China bis zu 46 % günstiger als in Europa. Erfahren Sie, warum und welche Modelle betroffen sind.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Deutsche Autobauer verkaufen ihre Elektroautos in China zu deutlich niedrigeren Preisen, bis zu 46 % unter dem europäischen Niveau, um auf einem zunehmend schwierigeren Markt konkurrenzfähig zu bleiben.

## Der süß-saure chinesische Markt

Die deutschen Autohersteller, jene Titanen der Ingenieurskunst, die wir mit Qualität und Leistung verbinden, erleben eine kuriose Situation, um es vorsichtig zu sagen – und für uns Europäer eine ziemlich frustrierende dazu. Ihre Elektroautos landen nämlich mit atemberaubenden Rabatten in **China**. Die Rede ist von Preisunterschieden von bis zu **46 %** gegenüber dem, was uns eines dieser Fahrzeuge kostet. Ein deutliches Beispiel ist der **BMW iX3L**, der dort länger ist als sein europäisches Geschwistermodell und trotzdem weniger als **35.000 €** kostet. Hier in **Deutschland** schnellt derselbe Wagen auf bis zu **63.400 €**. Und so schnell wird sich das wohl nicht ändern.

## Maßgeschneidert – und zu einem anderen Preis

Die Erklärung von **Audi** beispielsweise lautet, dass diese Fahrzeuge ausschließlich mit dem chinesischen Kunden im Sinn entwickelt wurden. Sie sind vollständig in das lokale digitale Ökosystem integriert, was nach Angaben des Herstellers eine Anpassung für Europa ohne komplette Neuentwicklung der Elektronik unmöglich machen würde. Es ist nicht so, dass man uns vergessen hätte – die Anforderungen des chinesischen Marktes sind einfach anders. Um der Konkurrenz und der langsamen Elektro-Transformation zu begegnen, bringen Marken wie **Audi**, **Mercedes** und **Volkswagen** günstigere Elektromodelle auf den Markt, etwa den **Audi E5**, den **E7X**, den **Mercedes GLC EQ** und den **VW ID.Unyx**.

## Der Meisterzug der Einheimischen

Die großen Gewinner des Ganzen sind zweifellos die chinesischen Hersteller. Sie spielen auf heimischem Boden, mit niedrigeren Produktionskosten dank günstigerer Energie, inländisch gefertigten Batterien und einer stärker optimierten Massenproduktion. Zudem haben sie nicht dieselben Elektronik- und Softwareprobleme, die die Deutschen offenbar bremsen. Und Achtung: Es handelt sich hier nicht um „billig ist teuer“. Viele dieser chinesischen Modelle sind sogar besser ausgestattet als ihre europäischen Pendants. Der **BMW iX3X** bietet beispielsweise Extras wie beheizbare, belüftete und Massage-Sitze, die in **Europa** extra bezahlt werden müssen.

## Warum der Preisunterschied?

Der Schlüssel liegt in mehreren Faktoren: niedrigere Batteriekosten, günstigere Energie, effizientere Produktion und vor allem die Bereitschaft der deutschen Marken, in **China** deutlich knappere Gewinnmargen zu akzeptieren. Der Versuch, eines dieser Autos nach **Europa** zu importieren, wäre ein Albtraum. Die Unterschiede bei Elektronik und Assistenzsystemen sind so groß, dass eine Anpassung erhebliche Entwicklungsinvestitionen erfordern würde.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (9 Antworten).

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