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Der Staat kassiert 43.000 € bei einem Immobilienverkauf für 180.000 €
Von einer für 180.000 € verkauften Wohnung gehen 43.000 € an Steuern an den spanischen Staat, während dem Verkäufer kaum 20.000 € Gewinn bleiben. Wer spekuliert hier eigentlich?
Der Staat kassiert 43.000 € bei einem Verkauf für 180.000 €: der wahre Immobilienspekulant
Sie verkaufen eine Wohnung für 180.000 Euro. Der Staat kassiert 43.000 an Steuern. Ihnen bleiben nach Renovierung und jahrelanger Arbeit 20.000 Euro Gewinn. Diese Rechnung hat ein Investor vorgelegt, der Wohnungen saniert – und die Aufschlüsselung lädt dazu ein zu fragen, wer hier eigentlich spekuliert.
Das Steuerfestessen bei jedem Immobilienverkauf
Bei jedem Geschäft greift die Steuerbehörde mehrfach zu. Der Käufer zahlt die ITP (Grunderwerbsteuer in Spanien, zwischen 6 % und 10 % des Werts), was bei einer Wohnung für 180.000 € zwischen 10.800 und 18.000 Euro ausmacht. Dann kommt die plusvalía municipal, eine kommunale Steuer auf den Bodenwertzuwachs – eine Wertsteigerung, die der Staat durch die Beschränkung von Bauland künstlich erzeugt. Und der Verkäufer zahlt auf den Gewinn rund 25 % Einkommensteuer (IRPF). Alles zusammengenommen: Nach Berechnungen macht bei einer Neubauwohnung ein Drittel des Endpreises Steuern aus.
Der perverse Anreiz: Je teurer, desto mehr Einnahmen
Wenn die Steuerbehörde wollte, dass die Immobilienpreise fallen, könnte sie das morgen mit einer Gesetzesänderung erreichen. Aber sie tut es nicht. Der Grund liegt auf der Hand: Der Staat ist der Erste, der von steigenden Preisen profitiert, denn seine Einnahmen wachsen im gleichen Maß. Zwischen ITP, IRPF und plusvalía nimmt der Fiskus den Löwenanteil jedes Geschäfts. Wie es in einer Analyse heißt: „Die Wohnungssituation in Spanien ist ein Design, kein Problem." Und solange weiterhin zahlungsbereite Investoren kommen, funktioniert das Modell für die Staatskasse hervorragend.
Die verstörende Zahl: Der private Investor, der das gesamte Renovierungsrisiko und die Marktunsicherheit trägt, nimmt 20.000 Euro ein. Der Staat nimmt ohne mit der Wimper zu zucken 43.000 ein. Man muss kein Mathematiker sein, um zu sehen, wer gewinnt.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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