Der Eliteberater, der nicht über die Runden kommt

Ein angeblicher Berater der Davos-Elite sagt, er komme wegen der Mietpreise und der Informationen, die sein Job erfordert, nicht über die Runden

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Der Eliteberater, der nicht über die Runden kommt
Der Eliteberater, der nicht über die Runden kommt

Stellen Sie sich einen Mann vor, der behauptet, eine der Familien zu beraten, die über der NATO und den Regierungen ihrer Länder stehen. Der von sich sagt, an den Tischen von vier Unternehmenskonglomeraten zu sitzen. Der in Davos geschmorte Rinderbacken mit Safranrisotto isst, während er nach eigener Aussage den Beratern mehrerer europäischer Staatspräsidenten die Befehle übermittelt, die diese ausführen müssen. Dieser Mann kann nach eigenem Zeugnis weder die Miete in den Vierteln, in denen er verkehrt, noch die Informationen bezahlen, die sein Job verlangt.

Das Paradox ist nicht neu, aber die Geschichte hat ein Detail, das sie interessant macht: Auch die echte Macht, die nicht auf Familienfotos auftaucht, leidet unter den Immobilienpreisen. Zumindest behauptet das der Mann, der sich als aktives Mitglied im Hinterzimmer der Macht präsentiert. Die Diskussion über sein Zeugnis kippte schnell ins Skeptische: Manche sehen in diesem Lebenslauf eine Forum-Fantasie, andere raten ihm schlicht, um eine Gehaltserhöhung zu bitten oder in die Familie einzuheiraten.

Ein Lebenslauf, der nicht zum Gehalt passt

Die Geschichte des angeblichen Beraters enthält einen Ferrari, eine Geliebte, der er ankündigte, sie müssten in einen Wohnwagen am Stadtrand von Moskau ziehen, und einen Opel Corsa von 2003 als Plan B. Dazu ein Geständnis über seine Vergangenheit: Ich habe für die CIA gearbeitet. Und eine rhetorische Frage, die seine Arbeitsphilosophie zusammenfasst: Wer kann zur Arbeit erscheinen, ohne ein paar Linien Koks zu ziehen.

Das Detail mit den Substanzen ist kein Kleines. Das Gespräch drehte sich um die Ausgaben: Manche halten ihm vor, die Inflation mit den Kosten seiner Laster zu verwechseln. Die Ironie des mächtigen Beraters, der sich über die Miete beklagt, während er Kokain und einen italienischen Sportwagen erwähnt, ist der Kern der allgemeinen Ungläubigkeit.

Davos, das Menü und die Befehle an die Präsidenten

Das Zeugnis schwelgt in der Szene der Macht: ein Treffen in Davos mit Beratern mehrerer Staatspräsidenten der Europäischen Union, denen nach seiner Version die Befehle übermittelt werden, die sie ihren Chefs erteilen sollen. Das Menü umfasst Rinderbacken mit Safranrisotto, serviert in einem skandinavisch eingerichteten Speisesaal, feine Trüffelpasteten, Premium-Lammkoteletts und Bündner Capuns mit Sahnereduktion.

Die Beschreibung des Menüs nimmt mehr Raum ein als jeder überprüfbare Fakt. Es ist die Art von Detail, die in einer solchen Geschichte wie Medaillen funktioniert: Sie dient dazu, Zugehörigkeit zu demonstrieren, nicht zu beweisen. Niemand in der Diskussion fragte nach den Namen der Präsidenten oder dem Datum des Treffens.

Die Reaktion des Publikums: Skepsis und mancher Spott

Die vorherrschende Reaktion war Zweifel. Man riet ihm, von seinen mächtigen Kunden mehr Geld zu verlangen oder in die Familie einzuheiraten. Man empfahl ihm, auf dem Sol-Platz zu campieren, um sich als Unterdrückter zu positionieren, und scherzte über eine Sofortüberweisung. Auch das politische Etikett fiel: Der ist bestimmt prorussisch, eine Art, die Sache abzutun, ohne sich mit ihr zu befassen.

Der Thread driftete zudem in eine ländliche Anekdote über einen Priester und seine Gewohnheiten mit den Tieren des Dorfes ab, die mit globaler Macht nichts zu tun hat, aber den allgemeinen Ton veranschaulicht: Die Diskussion hat die Geschichte nie ernst genommen.

Das verblüffende Detail

Der Eliteberater, der nicht über die Runden kommt, ist wahrscheinlich die beste unbeabsichtigte Metapher unserer Zeit: ein Mann, der das Davoser Menü bis ins Detail beschreibt und gleichzeitig behauptet, die Miete erdrücke ihn. Wenn die echte Macht an diesen Tischen sitzt, scheint das Gehalt nicht mitzukommen. Und wenn nicht, fällt die Geschichte von selbst in sich zusammen. In beiden Fällen bleibt dieselbe Frage: Wer bezahlt eigentlich die Party?

Auch verfügbar auf: English

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (25 Antworten).

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