Democracia21 will die liberale Mitte in Spanien besetzen, die Cs freigab

Democracia21 will in Spanien die liberale Mitte besetzen, die Ciudadanos hinterließ, doch Zweifel an Herkunft und Finanzierung belasten den Wahlstart der Partei.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Democracia21 will die liberale Mitte in Spanien besetzen, die Cs freigab
Democracia21 will das liberale Erbe von Cs antreten

Der liberale Mittelraum in Spanien hat seit längerem keinen klaren Besitzer. Eine Partei, die unter dem Namen Democracia21 antritt, will ihn besetzen, und die erste Reaktion, die sie auslöst, ist keine Begeisterung, sondern Zweifel, woher sie kommt und wer sie finanziert. Die eigentliche Frage lautet nicht, ob es eine Lücke gibt, sondern ob jemand mit einem so generischen Namen und einer solchen Struktur sie füllen kann.

Was ist Democracia21 und warum weckt sie Misstrauen?

Der Name hilft nicht. „Demokratie“ plus eine Zahl klingt nach Saisonmarke, nach einem Produkt mit Verfallsdatum. Manche vergleichen sie mit Etiketten wie Soberanía Primaveral oder sommerlicher Freiheit: recycelbare Verpackung. Und die erste Frage, die jeder stellt, wenn plötzlich eine neue Partei auftaucht, ist immer dieselbe: Wer hat das Geld hingelegt?

Der vorherrschende Verdacht: Es handelt sich um eine Abspaltung, die von der PSOE (Spaniens sozialistischer Partei) fabriziert wurde, um seitlich Stimmen abzuschöpfen. Die Parallele wird zu anderen Wahlmietmarken gezogen, jenen, die jeden Zyklus auftauchen und spurlos verschwinden. Nichts ist bestätigt, aber Misstrauen ist der Ausgangspunkt, nicht die Ausnahme.

Die liberale Mitte, die Ciudadanos verwaist zurückließ

Hier liegt der Kern der Sache. Was war Cs genau? Die Antwort hängt davon ab, wen man fragt. Für die einen war Cs sozialliberale Linke und sanft proge, mehr oder weniger wie die PP, und dafür gibt es ja schon die PP. Für die anderen stand Cs links der liberalen Mitte-rechts-Parteien Europas —Deutschland, Niederlande, Dänemark— und ihre Sünde war, mit großem Ekel, viel Abstand, ohne Fotos und mit einem Veto gegen Vox' Regierungsbeteiligung mit Vox zu paktieren.

Die Zahl, die diejenigen irritiert, die Cs rechts verorten: Vor diesem Pakt schloss Cs eine Regierungsvereinbarung mit Sánchez, nicht mit Rajoy. Das passt nicht ins Bild einer rechten Partei. Es passt besser zu einer Scharnierpartei, die ihr Scharnier verlor, als das Spielfeld in zwei Hälften zerbrach.

Kann Democracia21 diese Lücke füllen?

Die optimistischste Rechnung gibt ihr einen Sitz. Die pessimistischste: keinen. Mit dem ihr zugeschriebenen Budget liegt die realistische Spanne bei null. Und es gibt ein strukturelles Problem: Wenn die PP den liberalen Mittelraum bereits besetzt, konkurriert jede Partei, die dort antritt, gegen das Original, nicht gegen die Kopie.

Die alternative These lautet, dass Democracia21 nicht die Mitte sucht, sondern den linken Flügel der PSOE und einen Teil der pogre Enthaltung. In dem Fall wäre der Name „liberale Mitte“ reines Marketing. Die unbeantwortete Frage bleibt dieselbe wie am Anfang: Wer zahlt, und wofür?



Mit diesen Voraussetzungen bleibt Democracia21 voraussichtlich bedeutungslos. Aber die spanische Politik widerlegt das Vorhersehbare seit Jahren. Wenn die PP die Mitte konsolidiert und die PSOE nicht ausblutet, wird die Marke nichts. Bricht eines dieser beiden Teile, ändert sich die Rechnung. Niemand würde heute einen ernsthaften Euro auf sie setzen. Auf andere, die am Ende regierten, hätte damals auch niemand gesetzt.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (17 Antworten).

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