William Orbit, Produzent von Madonna und Blur, mit 69 Jahren gestorben

William Orbit, Produzent von Ray of Light und Mitarbeiter von Madonna, Blur, U2 und Pink, ist mit 69 Jahren gestorben. Die Todesursache wurde nicht genannt.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

William Orbit, Produzent von Madonna und Blur, mit 69 Jahren gestorben
William Orbit ist tot – der Produzent, der Madonna 1998 neu erfand

Wer war William Orbit und warum ist sein Tod überall Thema? Der britische Produzent und Musiker starb am 23. Juli im Alter von 69 Jahren in seinem Zuhause, wie seine Familie und Angehörigen in sozialen Medien mitteilten. Die Mitteilung nannte die Todesursache nicht. Der im Norden Londons geborene William Orbit machte sich eine lange Karriere als Komponist und Produzent elektronischer Musik, bevor er 1998 den Sound von Madonna neu definierte.

Ray of Light: das Album, mit dem Madonna wieder anders klang

Den internationalen Durchbruch brachte ihm Ray of Light (1998), das Madonnas Popularität mit einem neuen Sound neu befeuerte – geprägt von elektronischen Klangschichten und weit weg vom üblichen Studiopop. Zu seinem Schaffen zählen auch Arbeiten mit Blur, U2 und Pink. Im Forum wird darauf hingewiesen, dass die Sängerin zwischen 1994 und 1996 eine eher mäßige kommerzielle Phase durchlaufen hatte und dieses Album sie wieder ins Rampenlicht zurückbrachte.

Der Kaugummi, der den Produzenten frisst

Orbit ist zudem der Name einer Pfefferminzkaugummi-Marke. Ein großer Teil der Resonanz auf die Nachricht fiel deshalb in billige Witze: Der Produzent von Ray of Light wird eher mit Kauen als mit Klang in Erinnerung gebracht. Die Namensgleichheit ist real, die Versuchung offensichtlich. Manche bringen Kondolenz und Gag in denselben Satz.

Drogen und Tonstudios: die Anekdote über Martin Hannett

Sein Tod brachte auch eine Geschichte zurück ins Gespräch, die ein Forumsmitteilender über Martin Hannett verbreitet hatte, den Produzenten von Joy-Division- und OMD-Alben. Demnach soll Hannett Musiker gebeten haben, ihm Substanzen für die Studiotermine zu besorgen. Die Geschichte wird als Porträt eines generationellen Klimas im britischen Studioalltag zitiert, nicht als Aussage über Orbit, zu dem die Familienmitteilung keinerlei Angaben dieser Art enthält.

Ist der Tod eines Musikproduzenten eine Nachricht wert?

Die Frage wurde laut gestellt: Verdient ein Studioproduzent denselben Platz wie Geopolitik oder Wirtschaft? Die einen halten fest, dass sein Einfluss auf den Pop der Neunziger den Nachruf rechtfertigt; die anderen sehen darin reines Füllmaterial.


Orbit widmete eine lange Karriere dem Bau von Klangteppichen für die Stimmen anderer. In manchen Gesprächen wird er als der Herr in Erinnerung bleiben, der sich einen Nachnamen mit einem Pfefferminzkaugummi teilt. So ist das mit der Nachwelt.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (17 Antworten).

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