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DeGiro gegen Interactive Brokers: der Kampf um die Handelskosten
Ein realer Gebührenvergleich: Interactive Brokers verlangt 0,30 €, DeGiro 2 €, Santander 20 €. Lohnt sich die steuerliche Bequemlichkeit? Konkrete Daten und Tools.
DeGiro oder Interactive Brokers: der Gebührenkrieg, der Anleger spaltet
Blickt man auf die Kosten eines Börsengeschäfts, sind die Unterschiede gewaltig. Während Interactive Brokers 0,30 Euro pro Transaktion berechnet und DeGiro 2 Euro, verlangen traditionelle spanische Banken wie Santander bis zu 20 Euro, dazu Verwahrgebühren von 150 Euro pro Position. Kein Wunder, dass viele Anleger ihre Depots zu ausländischen Brokern verlagert haben.
Das Steuerproblem, der keines ist
Das immer wiederkehrende Argument gegen DeGiro oder IBKR ist der Aufwand mit dem spanischen Finanzamt: Jedes einzelne Geschäft muss erfasst und der Wechselkurs des jeweiligen Tages angewendet werden. Doch Tools wie Taxdown übernehmen die Daten beider Broker inzwischen automatisch. Die steuerliche Ausrede fällt in sich zusammen: Mit der heutigen KI bedeutet das Einreichen der Modelo 720 (eine spanische Auslandsmeldepflicht) oder der Steuererklärung nicht mehr Arbeit, als die Daten zu bestätigen.
Der Aufpreis der klassischen Bank
Wer sich wegen der steuerlichen Bequemlichkeit für Santander entscheidet, zahlt einen brutalen Aufpreis. Neben den 20 Euro pro Geschäft fällt bei jeder Dividendenausschüttung eine Gebühr an – zahlt das Unternehmen viermal im Jahr, wiederholt sie sich viermal jährlich. Bei Positionen unter 100.000 Euro verpufft die Dividendenrendite komplett. Das Private Banking ist etwas besser, aber man muss wachsam bleiben, damit die Konditionen nicht verschlechtert werden.
Professionalität gegen Einfachheit
Interactive Brokers ist die vollständigste und günstigste Plattform, mit Zugang zu Optionen auf US-Aktien, was DeGiro nicht bietet. Für den Anleger, der nur kaufen und halten will, ist DeGiro jedoch unkomplizierter. Die Intensität des Tradings entscheidet: Ein Daytrader braucht IBKR; ein langfristiger Sparer kommt mit DeGiro bestens aus.
Fazit: Die spanischen Banken haben bei den Kosten den Anschluss verloren, und die steuerlichen Ausreden halten nicht mehr. Wer beim Handeln weniger zahlen will, kennt seinen Weg.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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