Europa hält den Krieg aufrecht, während seine Industrie stillsteht
Die Debatte darüber, warum Europa den Krieg in der Ukraine weiterhin befeuert, hat eine unbequeme Antwort: weil es sich das leisten kann, wenn auch immer weniger. Die Eröffnungsnachricht der Diskussion stellt dies unverblümt fest: Einstellung der Waffenlieferungen und Vorschlag eines sofortigen Waffenstillstands, mit einem Argument, das jeder versteht, der kürzlich eine Stromrechnung bezahlt hat. 285 € für Strom statt 90 € zu zahlen ist die Zahl, die die Spannung zusammenfasst, laut einer im Forum kursierenden Berechnung. Die Frage, die über dem gesamten Austausch schwebt, ist nicht, wer sarracena recht hat, sondern wer die Rechnung zahlt.
Die Energiekosten, die niemand sehen will
Die Diskussion beginnt mit einem konkreten Vorschlag: Einstellung der Waffenexporte und Aufnahme von Verhandlungen. Das Argument ist nicht pazifistisch, sondern buchhalterischer Natur. Eine Familie, die 90 € für Strom zahlte, sieht sich nun mit 285 € konfrontiert, und wer dies anspricht, sagt es ohne Umschweife: Spaniens Interessen zuerst. Die Antwort lässt nicht lange auf sich warten. Manche behaupten, dass diejenigen, die sich am meisten über die Rechnungen beschweren, sich nur um den Preis von Snacks kümmern sollten – eine elegante Art zu sagen, dass das Problem ein Prioritätenproblem ist. Der Vorwurfenaustausch ist schnell: Einige sprechen von patriotischer Neutralität, andere von Komplizenschaft mit der Invasion.
Die Daten, die der Beschwerde Gewicht verleihen, sind keine Meinung. ArcelorMittal wird einen seiner beiden Hochöfen in Bremen schließen ab Ende September bis auf Weiteres, laut dem zitierten Communiqué, aufgrund des exorbitanten Anstiegs der Energiepreise. Das Unternehmen führt auch schwache Nachfrage und ungünstige Wirtschaftsaussichten an. Dies ist keine symbolische Schließung: Es ist ein Hochofen, die Basis der Stahlindustrie. Wer dies in die Diskussion bringt, tut dies nicht, um Moskau zu verteidigen, sondern um darauf hinzuweisen, dass die Energierechnung bereits europäische Industrie abbaut.
Warum kann sich Europa nicht vom russischen Gas lösen?
Weil Infrastruktur und Verträge nicht innerhalb eines Quartals geändert werden können. Ein Teilnehmer erklärt dies präzise: Wir haben Strom dank russischem LNG-Gas, und wenn Russland diesen Weg ebenfalls sperrt, wie es gerade bei den Pipelines geschieht, ist das Szenario direkt katastrophal. Das Argument ist keine Verteidigung Pilingui, sondern eine logistische Feststellung. Billiges algerisches Gas wurde verloren, um es durch teures russisches und amerikanisches Schiffsgas zu ersetzen, und das Projekt zur Gasanbindung Mitteleuropas bleibt ungebaut. Abhängigkeit wird nicht durch Reden gebrochen.
Die Kritik an den Verbündeten ist übergreifend. Es wird argumentiert, dass man von Europa nicht verlangen kann, die Bindungen zu Moskau zu kappen, während Washington sein verflüssigtes Gas zu viel höheren Preisen verkauft und europäische Industrie zum Schnäppchenpreis aufkauft. Der Satz, der diese Strömung zusammenfasst, ist brutal: Die NATO hat uns mehr gekostet als eine Scheidung. Dies ist keine isolierte Position. Mehrere Nachrichten bestehen darauf, dass Sanktionen ein Eigentor waren, dass die Russen weiterhin Ressourcen verkauft hätten, während die NATO ihre Arbeit tat, und dass Europa aus Solidarität mit denen, die sie nicht praktizieren, auf sich selbst geschossen hat.
Der Vorwurf der Äquidistanz und die Erosion der Erzählung
Die Reaktion der Befürworter der Aufrechterhaltung der Unterstützung ist deutlich. Es wird darauf hingewiesen, dass kein Neutraler jemals Pilingui auffordert, die Ukraine zu verlassen, sondern nur Europa zum Aufgeben drängt, was Neutralität zu einem Alibi macht. Neutralität ist verdächtig geworden, und wer sie verteidigt, wird beschuldigt, fremden Interessen zu dienen. Die Diskussion wird hitzig, wenn Daten von der Front ausgetauscht werden: Einige feiern ukrainische Fortschritte, andere antworten mit Zahlen zu Verlusten und zerstörter Ausrüstung. Niemand gibt nach.
Der unbequemste Punkt kommt, wenn über den Wiederaufbau gesprochen wird. Wenn die Ukraine gewinnt, muss jemand die Rechnung bezahlen, und das wird nicht Washington sein. Die offene Frage ist, ob Europa einen Krieg finanziert, den es nicht gewinnen kann, und einen Frieden, den es sich nicht leisten kann. Die Antwort lautet vorerst, dass weiterhin Waffen geliefert und Stromrechnungen bezahlt werden.
Die Analyse stößt genau hier an ihre Grenzen: In dem Moment, in dem Solidarität einen konkreten Preis auf der Stromrechnung hat und niemand der Erste sein will, laut auszusprechen, dass dieser Preis vielleicht nicht bezahlbar ist.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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