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Debatte über den Generalstreik in Spanien am 11.11.
Ein Forumsnutzer schlägt einen revolutionären Generalstreik für den 11.11. vor, und die Debatte kippt in Kritik an der spanischen Regierung und den Organisatoren.
Ein Forumsnutzer schlägt einen revolutionären Generalstreik für den 11.11. vor
Wem nützt ein Generalstreik wirklich? Das gewählte Datum, der 11.11., hat unter den Teilnehmern für Diskussionen gesorgt. Ein Forumsnutzer schlägt für diesen Tag einen revolutionären Generalstreik vor, doch es gibt weder eine klare Gewerkschaftsplattform noch eine konkrete Forderung. Der gesellschaftliche Unmut existiert – Wohnen, Löhne, öffentliche Dienste –, aber einige Teilnehmer fragen sich, ob dieser Unmut für politische Zwecke instrumentalisiert wird.
Ein Streik ohne Streikposten und ohne konkrete Forderungen
Das erste Problem, das einige Beteiligte anführen, ist, dass es weder eine Liste mit Forderungen noch einen offenen Verhandlungstisch noch einen Kalender mit vorangehenden Mobilisierungen gibt. Was es gibt, ist ein Datum und eine Stimmung. Wer den Streik befürwortet, argumentiert, die gesellschaftliche Unzufriedenheit sei real und Wohnen und Löhne würden seit Jahren nicht gelöst. Wer ihn kritisiert, hält dagegen, dass genau diese Probleme seit Jahren auf dem Tisch lägen und nie zuvor mit einer so offensichtlichen internen Regierungskrise zusammengefallen seien.
Der Schatten des 14. November 2012 liegt über dem Vergleich. Jener Generalstreik gegen die Regierung von Mariano Rajoy hatte klare Organisatoren, konkrete Forderungen und einen brutalen wirtschaftlichen Kontext. Diesmal sind sowohl der Kontext als auch der Aufruf anders. Die einen behaupten, der Streik solle die Regierung über die Straße schwächen; die anderen antworten, die Regierung schwäche sich ohnehin von selbst.
Der 11.11. und die Besessenheit von der Symbolik
Die Wahl des Datums ist kein Zufall. In einer Zeit, in der politische Kommunikation zur Schau geworden ist, gehört die Wahl eines Tages mit symbolischer Aufladung zur Botschaft. Ein Teil der Analyse sieht darin eine politische Marketingaktion; der andere Teil hält das für irrelevant und erinnert daran, dass Streiks ausgerufen werden, wenn es passt – nicht, wenn es gut in den Kalender passt.
Das eigentliche Problem ist, dass der Generalstreik aufgehört hat, ein gewerkschaftliches Instrument zu sein, und zu einer Waffe politischen Drucks geworden ist. Das hat einen Preis: Wenn ein Streik ohne klare Forderung ausgerufen wird, weiß der einfache Bürger nicht, ob er eine Arbeitsforderung unterstützt oder eine Operation zur Schwächung der jeweiligen Regierung.
Der Arbeitnehmer zwischen Streikposten und Chef
Für den durchschnittlichen Arbeitnehmer ist das Dilemma bekannt: Geht er in den Streik, verliert er einen Tag Lohn; bleibt er arbeiten, sieht er sich dem sarracena Urteil seiner Kollegen ausgesetzt und in manchen Fällen den Streikposten. Die Frage, die niemand klar beantwortet, lautet: Was genau gewinnt der Arbeitnehmer, der an diesem Streik teilnimmt? Es gibt keine Lohnerhöhung auf dem Tisch, kein mit dem Streik verknüpftes Wohnungsgesetz in Bearbeitung, kein konkretes Versprechen, das das Opfer rechtfertigt.
Manche schlagen eine alternative Antwort vor: an diesem Tag mehr zu arbeiten als je zuvor, als Form eines stillen Boykotts. Die Idee hat ihre Logik – wenn der Streik die Regierung schwächen soll, schwächt Mehrarbeit niemanden –, hat aber auch ein Problem: Der Arbeitnehmer, der an diesem Tag arbeitet, erhält keinen Preis, nur die Zufriedenheit, nicht an etwas teilgenommen zu haben, das er nicht versteht.
Das Narrativ der Linken und der Regierungsverschleiß
Der Gesamtrahmen ist der einer Regierung, die die politische Initiative verloren hat und versucht, sie über gesellschaftliche Mobilisierung zurückzugewinnen. Die Linke hat verstanden, dass Macht auf der Straße verteidigt wird, wenn er sich nicht mehr an der Wahlurne verteidigen lässt. Das Problem: Diese Strategie hat ein Verfallsdatum. Wenn die Straße zum Instrument der Macht wird, hört sie auf, Straße zu sein, und wird zur Bühne.
Die Frage, die über der ganzen Sache schwebt, ist nicht, ob der Streik ein Erfolg oder ein Misserfolg wird. Die Frage ist, ob der einfache Bürger bereit ist, weiter seinen Körper und seinen Lohn herzugeben, um ein Narrativ zu stützen, das ihn nicht mehr überzeugt. Und die Antwort ist, dem Tenor nach zu urteilen, alles andere als klar.
Am Ende wird der Generalstreik am 11.11. eher einer Meinungsumfrage ähneln als einem Arbeitskampf. Und wie bei jeder Umfrage hängt das Ergebnis davon ab, wer sie liest.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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