DEA beschlagnahmt Rekord-Kokainmenge bei den Kanaren

Die DEA fing fast 10 Tonnen Kokain vor den Kanarischen Inseln ab. Großer Erfolg oder bloßes Theater?

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

DEA fängt Rekord-Kokainmenge auf den Kanaren ab: 9.994 Kilo

Die Beschlagnahme von fast 10 Tonnen Kokain an Bord des Frachters United S, 535 Kilometer vor den Kanarischen Inseln, wurde als historischer Schlag gegen den Drogenhandel präsentiert. Die Operation, geleitet von der DEA mit Unterstützung des spanischen GEO und MAOC, lässt jedoch ebenso viele Fragen wie Antworten offen. Die Droge, im Großhandel 300 Millionen Euro wert und auf der Straße bis zu 1,5 Milliarden Euro, war in einer Ladung Salz versteckt, einem Produkt, das in Spanien reichlich produziert wird. Welches Interesse besteht daran, Salz aus Kamerun nach Europa zu transportieren? Die Daten passen nicht zusammen.

Wie viel Kokain ist wirklich eingedrungen?
Der offizielle Diskurs feiert die beschlagnahmten 9.994 Kilo, aber skeptische Kommentare weisen schnell auf das Detail der sechs fehlenden Kilo hin, um auf zehn Tonnen aufzurunden. "Niemand verschickt 9.994 Kilo; entweder schickt man 10.000 oder gar nichts", spottet ein Teil der Beobachter. Der Verdacht, dass ein Teil der Ladung vor der Beschlagnahme abgezweigt wird, ist verbreitet. Wenn dies die öffentliche Festnahme ist, wie viele Tonnen entgehen dann der Kontrolle? Der Kokainkonsum in Europa liegt auf historischen Höchstständen, und die Routen führen durch Spanien.

Die DEA, das GEO und der Schatten des Traficante-Staates
Die gemeinsame Operation mit der DEA weckt Misstrauen. Es wird kritisiert, dass die US-Behörde die Aktion leiten musste, während die spanische Polizei nur dann "erfährt, was passiert", wenn die Amerikaner Druck machen. Die 13 Crew-Mitglieder – sieben Inder, vier Türken und zwei Serben – werden als "Notare der Reise" beschrieben, die für den Schutz der Ladung zuständig waren. Unter den Festgenommenen sind keine Spanier, was einige dazu veranlasst, sich zu fragen, ob die Droge für andere europäische Häfen bestimmt war.

Das Theater des Krieges gegen die Drogen
"Unter Franco gab es keine Drogen; jetzt gibt es sie, weil man sie will", lautet die Schlussfolgerung jener, die diese Operationen als bloßes Theater zur Beruhigung der öffentlichen Meinung sehen. Die Tatsache, dass die Droge auf die Straßen gelangt, ohne dass der Preis steigt, nährt die Theorie, dass der Staat den großangelegten Handel duldet und nur eingreift, wenn es ihm passt. Die Rekordbeschlagnahme wird nicht als Erfolg gewertet, sondern als Beweis dafür, wie viel außer Kontrolle geraten ist.



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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (127 Antworten).

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