De Prada unterstützt Sánchez gegenüber Israel und kritisiert PP

Der Autor Juan Manuel de Prada verteidigte Pedro Sánchez in Bezug auf Israel und bezeichnete die Kritik der PP als „Schande“.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

De Prada unterstützt Sánchez gegenüber Israel und kritisiert PP
De Prada unterstützt Sánchez gegenüber Israel und kritisiert PP

Der Schriftsteller Juan Manuel de Prada verteidigte die Äußerungen von Pedro Sánchez zum palästinensischen Staat und griff die Rechte für ihr kritisches Kommuniqué an. Dies tat er in der Sendung Hora 25 des Radiosenders Cadena SER in einem Beitrag, der in den sozialen Netzwerken viral ging. „Ich finde es bedauerlich, dass dieses Kommuniqué herausgegeben wurde“, kritisierte er in Bezug auf die PP (Partido Popular, die konservative Opposition), die dem Regierungschef vorgeworfen hatte, in Israel einen „Konflikt zu stiften“. De Prada, der erklärte, kein Sympathant von Sánchez zu sein, bezeichnete die Position der Regierung als „tapfer“ und als etwas, „auf das wir Spanier stolz sein sollten“.

Was De Prada über Israel und Gaza sagte

Der Schriftsteller vertrat die Ansicht, dass Spanien „auf der Weltbühne neben Israel nichts ausrichtet, das sich nach Belieben verhält und alle Arten von internationalen Resolutionen und Verträgen verletzt“. In Bezug auf den Konflikt zwischen Israel und Hamas erklärte er, dass „unverhältnismäßig reagiert wird“ und dass „terroristische Anschläge nicht mit Kriegen beantwortet werden dürfen“. Er fügte hinzu, dass ein „wahlloser Krieg, in dem die Zivilbevölkerung massakriert wird“, „inakzeptabel“ sei. Er begrüßte die spanische Präsidentschaft im Rotationsprinzip der EU und vertrat die Meinung, dass niemand mit einem „minimalen Sinn für internationales Recht“ dieser Position widersprechen könne.

Kritik an der Rechten: „eine Schande“

Der Schriftsteller bezeichnete das, „was die Rechte tut“, als „beschämend“ und stellte fest, dass „sie sich eine Last aufbürden, die niemand tragen kann“. „Kein Mensch mit einem Mindestmaß an menschlicher Würde“, fügte er hinzu, könne das, was Israel tut, akzeptieren, und bezeichnete es als „Schande“, dass die Rechte Sánchez für seine Worte kritisiere. Der Beitrag erreichte innerhalb weniger Stunden über 3.000 Likes.

Zögerliche Unterstützung und Zweifel innerhalb des Lagers

Die Reaktion war nicht einhellig. Ein Teil der Analyse besagt, dass De Prada aus Gründen der Kohärenz mit seinem katholischen Denkmodell recht habe und eine unbequeme Wahrheit anspricht. Eine andere Strömung stellt jedoch den Grund in Frage: Es gibt Stimmen, die behaupten, dass die Unterstützung von Sánchez in dieser Angelegenheit Spanien Repressalien aussetze und das nationale Interesse zum Schweigen mahne. Das am häufigsten genannte Argument ist, dass die Angelegenheit Spanien nichts angehe und es ratsam sei, „den Mund zu halten“, um Risiken zu vermeiden. Dem wird entgegnet, dass die von Israel beanspruchten Anschläge eine Seltenheit seien und gerade die Ausrichtung auf Israel Spanien ins Visier rücke.

Die grundlegende Debatte: Warum Sánchez unterstützen?

Die Diskussion weitete sich auf eine umfassendere Frage aus: Ob die spanische Rechte mit Interessen aus dem Ausland verbündet ist. Eine Strömung behauptet, dass die liberale Rechte auf andere Weise als Übertragungsriemen des Globalismus fungiert. Eine andere entgegnet, dass der Kampf gegen den Sozialismus niemanden zum Agenten eines fremden Staates mache. Der Punkt, an dem die Analyse ins Stocken gerät, ist derselbe, der das gesamte Thema durchzieht: Ob Spanien durch diese Position etwas gewinnt oder sich nur das Leben schwer macht.

Auch verfügbar auf: English

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (101 Antworten).

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